
Entschuldigungen haben in der Medizin einen schlechten Ruf. Dabei zeigen aufrichtige Worte des Bedauerns, dass der Arzt aufmerksam, empathisch und anspruchsvoll ist. Das verbessert nachweislich die Gesprächsatmosphäre. Haftungsrechtliche Folgen gibt es nicht.
Die junge Disziplin widmet sich den Seelenkräften, die Heilung und Durchhaltewillen, Coping und Resilienz vermitteln. Das Wissen darum lässt sich vergleichsweise leicht in den Klinikalltag einbauen und verbessert oft die Atmosphäre für alle Beteiligten.
ZUSAMMENFASSUNGDie endoskopische Therapie bei gastrointestinalen Blutungen ist hoch effektiv und sicher, auch unter Einnahme von Antikoagulanzien. Das technische Vorgehen unterscheidet sich nicht vom Vorgehen bei fehlender Einnahme von Antikoagulanzien, wobei z. B. der Stellenwert einer primären OTSC („over-the-scope clip“, Ovesco Endoscopy)-Applikation bei Hochrisikopatienten noch untersucht werden muss. Das Management der Antikoagulation unterscheidet sich zwischen den unterschiedlichen Präparaten und der zugrundeliegenden Indikation und muss dem individuellen Risiko angepasst werden. Thrombozytenaggregationshemmer sollten maximal für die Intervention pausiert und früh wieder verabreicht werden. Das Management unter dualer Plättchenhemmung oder Triple-Therapie ist zwingend interdisziplinär abzusprechen. Bei Niedrigrisikosituation kann die duale Therapie in der Regel fortgeführt werden. Bei vitaler Blutung unter Vollantikoagulation ist eine Antagonisierung empfohlen, bei nicht vitaler Blutung ist diese abhängig vom endoskopischen Erfolg. Die Vollantikoagulation sollte frühestmöglich, in der Regel nach ca. 7 Tagen, wieder aufgenommen werden (Ausnahmen: mechanische Herzklappen, frisch implantierte Bioklappen, sehr hohes Thromboembolierisiko).
ZUSAMMENFASSUNG Hintergrund: Der indikationsgesteuert durchgeführte direkte Virusnachweis (RT-PCR im Abstrich) unterschätzt wegen der möglichen asymptomatischen Verläufe die Zahl der SARS-CoV-2-Infizierten erheblich. Daher sind populationsbasierte Erhebungen der Antikörperprävalenz zur verlässlichen Einschätzung der gegenwärtigen Pandemie unverzichtbar. Methoden: In einem Klinikum der Maximalversorgung wurden 74,8 % aller Mitarbeiter/innen mit direktem Patientenkontakt (n = 1480) sowie als nicht medizinprofessionelle Kontrollgruppe Mitarbeiter/innen lokaler Supermärkte mit direktem Kundenkontakt (n = 300) auf Antikörper der Klassen IgA und IgG gegen SARS-CoV-2 getestet. Die Gesamtkohorte stellt zugleich 1,5 % der Bevölkerung der Stadtregion Fulda mit 125 000 Einwohnern dar. Ergebnisse: 1,0 % der Testpersonen waren positiv für IgG, 4,4 % für IgA. Bei einer Testspezifität von 99,6 % (IgG) bzw. 92,4 % (IgA) liegt weder im Gesamttestkollektiv noch in einer der Untergruppen eine klinisch signifikante Immunität gegen SARS-CoV-2 vor. Schlussfolgerung: Von einer relevanten Anzahl durchlaufener unerkannter Infektionen kann in dieser Region nicht ausgegangen werden. Die noch spärlichen Daten aus internationalen Regionen lassen Immunitätsraten bis maximal 60 % in stark exponierten Kollektiven vermuten, wobei sich in Deutschland ein dynamisches Mosaik mit aktuellen Werten zwischen null und 15 % abzeichnet. Diese Heterogenität legt eine regionale Planung der Maßnahmen zur Kontrolle der Virusausbreitung nahe. Ein relevanter immunologischer Schutz der Bevölkerung vor SARS- CoV-2 ist bis zur Verfügbarkeit einer Impfung nicht zu erwarten.
Herzklappenerkrankungen und deren Therapie sind seit Jahren ein wichtiges und viel diskutiertes Thema in der kardiovaskulären Medizin. Dieser Diskurs ist auch in diesem Jahr unverändert geführt worden und wird sicherlich auch in den nächsten Jahren nicht an Intensität abnehmen. Daher sind in diesem Heft des klinikarzt wesentliche Themen der Epidemiologie und der Versorgung von Herzklappenerkrankungen von führenden Experten aus Deutschland besprochen worden.