
Die postinterventionelle Bildgebung nach hepatischen Interventionen ist essenziell für die Erfolgskontrolle und Komplikationsdetektion. Überblick über die bildgebende Nachsorge nach hepatischen Interventionen (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Shunt [TIPS], perkutane transhepatische Cholangiodrainage [PTCD], transarterielle Chemoembolisation [TACE], Ablation, selektiv-interne Radiotherapie [SIRT]) mit Schwerpunkt auf der Auswahl der Modalitäten, der Beurteilung des Therapieerfolgs sowie der Kenntnis und radiologischen Handhabung von Komplikationen. Narrativer Übersichtsartikel basierend auf der aktuellen Literatur zur Bildgebung nach hepatischen radiologischen Interventionen. Der Eingriff bestimmt die Modalitätenauswahl. Nach TIPS erfolgt die Funktionskontrolle primär duplexsonographisch. Die PTCD-Nachsorge fokussiert auf Drainagelage und Blutungskomplikationen. Nach TACE und Ablation ist eine sofortige Hypoperfusion der Läsionen zu erwarten, wohingegen es zu einer temporären Größenzunahme und randständigem Enhancement kommen kann. Nach SIRT ist hingegen ein verzögertes Eintreten des bildmorphologisch fassbaren Therapieeffekts charakteristisch. Blutungen, Abszedierungen, Fisteln, Stentverschlüsse oder -dysfunktionen sowie Tumorrezidive können interventionell-radiologisch weiterbehandelt werden. Die Kenntnis der typischen postinterventionellen Bildbefunde sowie häufiger Komplikationen und der Möglichkeiten einer radiologischen Behandlung von Komplikationen ist entscheidend.
To evaluate the ability of quantitative parameters derived from low-dose dual-respiratory-phase CT to differentiate the severity of chronic obstructive pulmonary disease (COPD). We enrolled 100 COPD patients between October 2023 and October 2024. Inspiratory CT scans were performed using a standard-dose protocol, and expiratory scans were performed using a low-dose protocol. Images were reconstructed with 60
Die Varikozele ist die häufigste potenziell behandelbare Ursache männlicher Subfertilität. Neben der mikrochirurgischen Ligatur steht mit der endovaskulären Embolisation ein etabliertes minimal-invasives Verfahren zur Verfügung. Der Beitrag ordnet Indikationen, Technik, Ergebnisse und Limitationen der Varikozelenembolisation ein und bestimmt ihren Stellenwert gegenüber der Mikrochirurgie. Narrative, leitlinien- und evidenzbasierte Übersicht unter Einbezug aktueller Empfehlungen von Weltgesundheitsorganisation (WHO), European Association of Urology (EAU), American Urological Association/American Society for Reproductive Medicine (AUA/ASRM) und Cardiovascular and Interventional Radiological Society of Europe (CIRSE) sowie systematischer Reviews, Metaanalysen und relevanter Kohortenstudien bis Juli 2026. Eine Behandlung ist primär bei klinisch palpabler Varikozele, pathologischem Spermiogramm und ansonsten ungeklärter Infertilität angezeigt; subklinische Varikozelen und normale Samenparameter begründen keine Intervention. Die Embolisation erreicht in erfahrenen Zentren meist technische Erfolgsraten von über 90
Die enterale Applikation von Kontrastmitteln (KM) in der abdominellen Computertomographie (CT) wird in Deutschland uneinheitlich gehandhabt. Darstellung der aktuellen Handlungsempfehlungen zur enteralen Kontrastierung entlang der Leitfragen wann, was und wie sowie deren Überführung in die radiologische Praxis. Zusammenfassung der indikationsbezogenen Empfehlungen, der KM-Klassen und ihrer technischen Eigenschaften sowie der praktischen Durchführung beider Applikationswege anhand der Empfehlungen der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG), aktueller Leitlinien, publizierter Evidenz und eigener klinischer Praxis. Positive orale KM sind für die meisten abdominellen Fragestellungen – darunter das akute Abdomen, der Ileus und das Trauma – obsolet; bei Verdacht auf gastrointestinale Blutung und Ischämie sind sie sogar kontraindiziert. Bei akutem Perforationsverdacht sollte auf eine routinemäßige orale Kontrastierung verzichtet werden, Bariumsulfat ist hier kontraindiziert; der gezielte Einsatz wasserlöslicher Jod-KM bei spezieller Fragestellung nach einer Leckage bleibt davon unberührt. Sinnvoll bleibt zudem die enterale Kontrastierung mit neutralem oralem KM bei der Tumorsuche des oberen Gastrointestinaltrakts und in der Enterographie (bevorzugt als MR-Enterographie). Eine indikationsgerechte, leitlinienorientierte enterale Kontrastierung reduziert unnötigen Aufwand ohne diagnostische Einbußen und sollte in standardisierten Abläufen erfolgen.
Die Bildgebung mittels Computer- (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) ist zentral für Staging, Therapieplanung und Verlaufsbeurteilung in der Onkologie. Bei vielen Tumorentitäten geben die Leitlinien Frequenz und geeignete Modalität vor, die konkrete Umsetzung einschließlich der gewählten Protokolle variiert jedoch in der klinischen Praxis. Intravenöse Kontrastmittel (KM) sind in der onkologischen Diagnostik für viele konkrete Fragestellungen unverzichtbar, insbesondere zur Detektion und Charakterisierung von intraparenchymatösen Läsionen. Entscheidend ist neben der grundsätzlichen Indikation die Wahl der optimalen Kontrastmittelphase für die konsekutive Bildgebung. Dieser Artikel erläutert Grundlagen jod- und gadoliniumhaltiger Kontrastmittel, deren Pharmakokinetik sowie Sicherheitsaspekte, die im Rahmen einer Risiko-Nutzen-Abwägung für den Einsatz in der onkologischen Diagnostik beachtet werden sollten. Des Weiteren werden exemplarisch typische Kontrastmittelphasen und Protokolle präsentiert. Zukünftige Entwicklungen auf diesem Gebiet umfassen spektrale Bildgebung und Photon-Counting-CT, quantitative Bildgebung und KI-basierte Verfahren sowie kontrastmittelfreie, funktionelle MRT-Techniken. Alle Techniken zielen auf eine präzisere Gewebecharakterisierung, potenzielle Dosis- und/oder KM-Reduktion sowie automatisierte Optimierung der Untersuchung und Auswertung und werden ebenfalls diskutiert.