
Drohnen in Kombination mit Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) stellen eine technisch anspruchsvolle und interdisziplinäre Plattform dar, die zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Informatiklehre und darüber hinaus bietet. Ihr Einsatz im Hochschulkontext ist jedoch mit praktischen, organisatorischen und rechtlichen Herausforderungen verbunden. Dieser Beitrag beschreibt die Erfahrungen aus zwei aufeinanderfolgenden Semestern, in denen KI-fähige Drohnen in projektorientierten Lehrveranstaltungen im Bachelor- und Masterstudium der Informatik an der Frankfurt University of Applied Sciences eingesetzt wurden. Neben den zugrunde liegenden technischen Konzepten werden didaktische Entscheidungen, der notwendige Ressourcenaufwand sowie typische Probleme beim Aufbau, Betrieb und der Wartung der Drohnen dargestellt. Ein besonderer Fokus liegt auf den Rückmeldungen der Studierenden und den daraus abgeleiteten Erkenntnissen. Ziel des Artikels ist es, realistische Einblicke in den Aufwand und den Nutzen dieser Lehrform zu geben und anderen Hochschulen eine fundierte Grundlage für ähnliche Vorhaben zu bieten.
Die Software-Entwicklung in der Luftfahrt unterscheidet sich wesentlich von der Software-Entwicklung in anderen Bereichen. Der Fokus dieses Beitrags ist die Analyse der dazu führenden Charakteristika, deren Auswirkungen und wie diese einer Mitigation zugeführt werden könnten. Die gekoppelte Verwendung von agilen Prozessen, modellgetriebenen Methoden und einheitlichen Modellierungssprachen sowie Werkzeugen kann zu einer Beherrschung der identifizierten Herausforderungen beitragen. Eine moderne, maßgeschneiderte Anpassung der bisher üblichen Software-Entwicklung unter Berücksichtigung von Zulassungsvorgaben kann Innovation im Luftfahrtbereich fördern und die Industrie stärken, indem eine ökonomischere Entwicklung ermöglicht wird. Mit dem Beitrag schärfen wir die avionik-spezifische Ausprägung des Software Engineering.
This paper explores the specific expectations and needs of law students with regard to an introductory Python course tailored to their unique academic and professional requirements. The study involved semi-structured interviews with law students at the University of Mannheim and reveals a demand for practical, flexible, and applicable training that integrates seamlessly into their demanding schedules and is consistent with the principles of andragogy. Specific suggestions are derived for a custom adaptation of the Python introductory course. The research highlights the need to design well-targeted educational programs to bridge traditional legal education and the digital skills required in modern legal practice.
Dieser Beitrag untersucht den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in 15 zentralen Anwendungsfeldern – von Human Resources, Controlling und E‑Commerce bis hin zu Gesundheitswesen, Mobilität, Energieversorgung und Medien. Die Analyse berücksichtigt nicht nur Frameworks und Toolchains aus dem Python-Ökosystem wie TensorFlow, PyTorch, Scikit-learn, Hugging Face Transformers, Rasa und MONAI, sondern auch die regulatorischen und ethischen Rahmenbedingungen für eine rechtskonforme und gesellschaftlich akzeptierte Nutzung. Besonderes Augenmerk gilt der Verknüpfung technischer Exzellenz mit normativer Konformität – u. a. entlang von DSGVO, AGG, ISO 9001, dem Digital Services Act sowie dem EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689). Das Andler-Modell für systemisches Projektmanagement dient als methodischer Rahmen zur Kontextualisierung und Integration der Technologien. Ziel ist es, Entscheidungsträger:innen einen praxisnahen Orientierungsrahmen für die domänenspezifische, regelkonforme und wirkungsvolle Gestaltung von KI-Systemen bereitzustellen.
Dieser Beitrag beleuchtet die Konzeption des „Willens“ im Kontext künstlicher Intelligenz (KI) aus 4 komplementären Perspektiven: einer deontologischen Ethik nach Kant, einer psychologisch-motivationalen Betrachtung im Sinne klassischer Tiefenpsychologie, einer kommunikationstheoretischen Fundierung durch Ich-Zustände im Sinne der Transaktionsanalyse sowie einer rechtlich-normativen Rahmung basierend auf Grundrechten und ethischen Prinzipien. Der Wille wird dabei nicht als statische, sondern als dynamisch strukturierte Größe verstanden: als ethische Orientierung durch Maximen, als motivationale Gewichtung durch Bedürfnislagen, als Ausdruck innerer Zustände in der Interaktion – und als formal legitimer Entscheidungsraum im Sinne geltender rechtlicher und gesellschaftlicher Normen. Die Arbeit schlägt eine architektonische Modellierung für KI-Systeme vor, welche diese Dimensionen integriert und damit eine ethisch motivierte, kontextsensitiv kommunizierende, rechtskonforme und selbstreflexive Form algorithmischer Entscheidungsfindung anstrebt.