
Viele Wasserbauwerke sind schon sehr alt. Oft wurden zu ihrer Errichtung Modelluntersuchungen durchgeführt. Das Wissen über diese Modelle kann auch heute noch wertvoll sein. Altunterlagen zu Modelluntersuchungen lassen sich jedoch schwer auffinden. Für einige wasserbauliche Versuche der Forschungsanstalt für Schiffahrt, Wasser- und Grundbau wird beispielhaft gezeigt, wo Informationen über die gegenständlichen Modelle und die Ergebnisse der Untersuchungen zu finden sind.
Die Entwicklung der antiken Stadt Gadara war eng an ihre Wasserressourcen gebunden. In der hellenistischen Zeit erfolgte die Wasserversorgung zunächst über Zisternen, später über eine 33 km lange Fernwasserleitung (Qanāt Turāb) aus einer höher gelegenen Quelle. Mit dem städtischen Wachstum in römischer Zeit entstand eine weitere, 153 km lange Fernwasserleitung, der Qanāt Firʿaun. Die Studie analysiert die Wasserversorgung und innerstädtische Wasserverteilung sowie Technik und Hydraulik auf Basis von Vororterkundungen, Literatur, Geländedaten und hydraulischer Modellierung.
Obwohl bis in die jüngere Vergangenheit die Entwässerung der Landschaften und die schnelle Abführung des Wassers stark im Vordergrund stand, machten sich schon früher einige Fachleute Gedanken darüber, welche Maßnahmen zu ergreifen wären, um die Retentionswirkung in der Landschaft zu verbessern. Dies mit dem Ziel, Hochwässer zu entschärfen, aber auch Niedrigwasserzeiten zu überbrücken. Im Fokus standen dabei Speicher unterschiedlicher Art sowie Grabensysteme, wie sie bei der Bewässerung von Wiesen in Gebrauch waren.
Seit der zweiten Hälfte des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts forderten zahlreiche Interessenverbände den Bau von Kanälen für eine Großschifffahrt, die die Eisenbahn entlasten und ergänzen sollte. Ein Rhein-Neckar-Donau-Kanal könnte nicht nur die Industriezentren innerhalb Deutschlands, sondern auch die Wirtschaftsräume von Nord-, Süd- und Osteuropa miteinander verbinden. Die Wasserstraße müsste über die Schwäbische Alb geführt werden mit Hilfe innovativer Senkrechthebewerke oder geneigter Ebenen. Über die Bauarten diskutierte die Fachwelt kontrovers. Otto Konz, der Leiter der Kanalbauarbeiten und später als „Vater der Neckarkanalisierung“ bekannt, hatte mehrere Jahre gezögert, bevor er sich für einen Durchgangskanal aussprach. Im Jahr 1925 schlug er die Überquerung der Alb mit fünf geneigten Ebenen, zwei vertikalen Schiffshebewerken und sechs Tunneln vor. Die großen Wirtschafts- und Finanzkrisen in der Weimarer Republik, die veränderte Wirtschaftspolitik im Dritten Reich und neue Prioritäten für den Wasserstraßen-Ausbau in der Bundesrepublik Deutschland führten zu einer Stichkanal-Lösung für die Neckarkanalisierung. Das Projekt für einen Verbindungskanal zwischen Neckar und Donau mit Hebewerken und geneigten Ebenen wurde 1970 endgültig aufgegeben.
Bei denkmalgeschützten Wasserstraßen muss die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung mit den Denkmalbehörden der Länder kooperieren. Das Beispiel des Neckars zeigt, dass dies durchaus gelingen kann. Vorgestellt werden stellvertretend die Denkmalwerte der Schleusen, Wehre und Uferbefestigungen.