
Die steigende Nachfrage nach individualisierten Produkten erfordert flexible Produktionssysteme. Hierbei stehen robotergestützte Systeme im Fokus, diese weisen jedoch oft nicht die notwendige Steifigkeit für hochpräzise Bearbeitungsprozesse auf. Als flexibler Ansatz für Zahnräder und Getriebe wird das Drahterodieren mit zwei Robotern betrachtet. Hierfür wurde ein Endeffektorsystem entwickelt, wodurch ein Heißdraht am Roboter fixiert beziehungsweise variabel gestreckt und gestaucht werden kann. Das Schneiden beliebiger Geometrien in Polymerschaum wurde nachgewiesen, wodurch das Potenzial zweier Roboter im Wire-EDM-Prozess gezeigt werden konnte.
In dieser Arbeit wurde ein Modell entwickelt, um dünnwandige Strukturen aus unlegiertem Stahl mit Überhang im Wire-Arc-Additive-Manufacturing herzustellen. Ziel war es, komplexere Geometrien für nonplanaren Druck zu ermöglichen. Nach Vorversuchen und einem Central-Composite-Design Versuchsplan zeigte sich: Bei konstanter Materialaustragsrate beeinflusst die Druckgeschwindigkeit die Geometrie am stärksten, unabhängig vom Wandwinkel. Eine Validierung der Ergebnisse erfolgte am 3D-Benchy.
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Durchmesseränderungen Δd in der Ausgangsgeometrie sowie von Strömungsrichtung und Volumenstrom des abrasiven Mediums auf die geometrischen Eigenschaften strömungsgeschliffener Werkstücke. Die Ergebnisse zeigen, dass die Strömungsrichtung einen signifikanten Einfluss auf die Art der lokalen Effekte hat und die Höhe der Durchmesseränderungen Δd sowie die Höhe des Volumenstroms die lokale Änderung des Zeitspanungvolumen Qw wesentlich beeinflussen.
Aufgrund stark unterschiedlicher thermophysikalischer Eigenschaften von Wolframkarbid (WC) und Kobalt (Co) ist die additive Fertigung von WC-Co mittels pulverbettbasiertem Laserstrahlschmelzen (PBF-LB/M) besonders anspruchsvoll. Multi-Laser-Belichtungsstrategien erweitern das Verfahren durch zusätzliche, räumlich und zeitlich abgestimmte Energieeinbringung innerhalb einer Schicht. Durch eine Nachbelichtung mit einem zweiten Laser wird die relative Dichte von ρrel,ref = 93,30 % auf ρrel = 97,46 % erhöht.
Schleifvliesabfälle enthalten Polymere und Schleifkörner in schwer trennbarer Bindung und gelten als kaum recycelbar. Basierend auf früheren Ergebnissen wird ein neues Heißpressverfahren gezeigt, welches beide Fraktionen ohne Trennung zu funktionsfähigen Schleifscheiben verarbeitet. Mit 15 % frischem Phenolharz-Binder erreichen sie Eigenschaften nahe konventioneller Produkte, bei kürzerer und energiesparender Herstellung. Zusätzlich werden energetische Betrachtungen bei der Bearbeitung durchgeführt.