
Der schon stattfindende und zukünftig noch mit stärkeren Auswirkungen spürbar werdende Klimawandel stellt einen schwer quantifizierbaren und zu verortenden Unsicherheitsfaktor dar. Dieser Umstand ist bisher wenig in regionale bzw. lokale Entscheidungsprozesse zu Landnutzungsänderungen integriert worden. Gleichwohl erfordern Flächennutzungskonflikte insbesondere unter den Auswirkungen des Klimawandels einen Wandel in der Landnutzung, sowohl in der Ernährungs- als auch Energiewirtschaft. Transformationsprozesse, die zu mehr Nachhaltigkeit beitragen, erfordern Indikatoren zur Unterstützung von Entscheidungen, die diese Unsicherheiten berücksichtigen. Daher müssen die genannten Unbekannten, die zueinander in sich ändernden Konstellationen stehen, in einen Zusammenhang zueinander gesetzt, gewichtet und mit verfügbaren Datensätzen abgeglichen werden können. Die Abbildung solcher Situationen für konkrete Problemlagen erfordert die Entwicklung eines Indikatorensets, das die Machbarkeit von Transformationsprozessen sowohl hinsichtlich der Fähigkeiten relevanter Akteure als auch bezüglich der Auswirkungen auf die Umwelt aufzeigt. Aufbauend auf dem Konzept der Ecosystem Services werden in diesem Beitrag Indikatoren entwickelt, die eine solche integrierte Bewertung unter dem Unsicherheitsfaktor Klimaanpassung erlauben und Beiträge zu klimaangepassten Landnutzungsänderung leisten. Weitere Schritte sehen z. B. eine Umsetzung in GIS-basierte Datenbankabfragen zur Entscheidungsunterstützung im regionalen Kontext vor.
Nachhaltige Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Belieferung mit einem Ökostromprodukt, erfordern ein hohes Involvement, um potentielle Kunden vom eigenen Produkt zu überzeugen und bestehende Kunden langfristig zu binden. Es sind daher neue Konzepte nötig, um diese Kunden in geeigneter Form anzusprechen. Die Verbreitung von Smartphones mit neuen technischen Möglichkeiten nimmt immer weiter zu und diese Geräte sind emotional überwiegend positiv belegt. Aus diesem Grund bietet sich die Entwicklung von neuartigen mobilen Applikationen an, die beispielsweise Sachzusammenhänge in der Energiewirtschaft auf eine einfache und spielerische Weise darstellen und gleichzeitig das Problembewusstsein gegenüber komplexen Themen, wie zum Beispiel den Bereichen Ökologie oder Soziales, erhöhen. In diesem Beitrag wird ein erarbeitetes Konzept und die erste prototypische Entwicklung für eine solche mobile Applikation vorgestellt. Inhaltlich sind Konzept und Entwicklung dabei so gestaltet, dass Interessierte durch den spielerischen Umgang mit den Themen der Nachhaltigkeit auf Angebote von Energiedienstleistern aufmerksam gemacht werden. Durch ein Belohnungssystem wird den Nutzern ein Anreiz gegeben, nachhaltige Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Hierbei spielt auch die Integration in bestehende Customer Relationship Management-Lösungen zur Profilbildung von potentiellen Kunden und deren Bedürfnisse in Bezug auf nachhaltige Dienstleistungen eine besondere Rolle. Um möglichst viele Menschen mit der mobilen Applikation zu erreichen, wird sowohl der spielerische als auch der wissensbasierten Ansatz als Anreiz die Applikation verfolgt. Aus dem Konzept lassen sich zukünftig neuartige Marketinginstrumente für die Praxis ableiten, mit dem sowohl die Kundenbindung in einem Unternehmen als auch die Kundenakquise langfristig verbessert werden können.
Unternehmen integrieren neben ökonomischen auch ökologische und soziale Ziele in die Geschäftsstrategie und wollen ihre nachhaltige Geschäftstätigkeit durch die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichts nachweisen. Um die Glaubwürdigkeit dieses Berichts in der Nachhaltigkeitskommunikation zu erhöhen, gibt es die Möglichkeit der Wirtschaftsprüfung durch einen unabhängigen Dritten, einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Aufgrund mangelnder gesetzlicher Regulierungen im Bereich der Prüfung von Nachhaltigkeitsberichten gibt es von verschiedenen Organisationen entwickelte Regelwerke und Prüfungsstandards. Diese sind zum einen hilfreich bei der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts für Unternehmen, zum anderen ermöglichen sie die einheitliche Prüfung nach festen Prinzipien. Dieser Beitrag stellt mittels eines Literaturreviews den Status Quo der Wirtschaftsprüfung von Nachhaltigkeitsberichten in der wissenschaftlichen Literatur heraus. In diesem Kontext werden drei gängige Prüfungsstandards beschrieben. Weitergehend sind leitfadengestützte Experteninterviews durchgeführt worden, die die literaturgestützte Beschreibung erweitern. Ein Ergebnis ist, dass es keinen allgemein anerkannten und verwendeten Prüfungsstandard gibt. Weitergehend müssen sich existierende Prüfungsstandards ständig weiterentwickeln, nicht zuletzt aufgrund der sich ständig ändernden Anforderungen.
Der Sektor der elektrischen Energieversorgung befindet sich derzeit am Beginn eines technologischen Umbruchs bezüglich zukünftiger Erzeugungsstrukturen und deren Steuerungsansätzen. Der steigende Anteil kleiner, verteilter und individuell konfigurierter Erzeuger wird dazu führen, diese zusammen mit steuerbaren Verbrauchern und Speichern zu Verbünden zusammenzuschließen, um einerseits das Steuerungsproblem für einen jederzeitigen Lastausgleich auf einem handhabbaren Niveau zu halten und andererseits Marktmechanismen zu integrieren. Virtuelle Kraftwerke sind eine frühe, wenn auch (bezüglich Zusammensetzung) unflexible Form solcher Ansätze, mit denen der Anteil integrierbarer regenerativer Energien erhöht werden soll. Zukünftig sind eher dynamisch (re-) konfigurierte, smarte und von Agenten kontrollierte Verbünde zu erwarten. Um hier von einer grünen Technologie zu sprechen, dürfen Umweltaspekte bei der Lastplanung nicht vernachlässigt werden. Individuelle Handlungsoptionen der Einheitenagenten haben auch individuelle Umweltauswirkungen zur Folge, sodass eine Kommunikation bezüglich einer umweltbewussten Gesamtplanung unumgänglich scheint. Hierfür müssen mögliche Fahrpläne einer elektrischen Anlage individuell mit Kennzahlen bezüglich der Umweltwirkung annotiert werden. Technisch ist dies sicherlich möglich, die Frage stellt sich nach den Inhalten. Welche Information muss zur Planungszeit zu einem gegebenen Lastgang verfügbar sein und wie kann von den verschiedenartigen Einheiten abstrahiert werden? Über geeignete Kennzahlen und deren Integration soll hiermit eine Diskussion gestartet werden.
Die Produktion ist als wesentlicher Verursacher von Umweltschäden identifiziert. Deswegen zielen viele Unternehmen auf nachhaltige Produktion durch laufende Verbesserung der Produkte sowie Produktionsprozesse und -verfahren, um den Energie- und Rohstoffeinsatz bei gleichbleibender Qualität der Produkte weiter zu reduzieren. Das Umweltmanagement versucht insbesondere, Schwachstellen zu ermitteln, die Beeinflussung von negativen Umwelteinwirkungen auf zukünftige produktionsbezogene Unternehmensaktivitäten zu erkennen sowie die Umweltleistung der Unternehmen zu verbessern. Die Defizite in der umweltorientierten strategischen Dimension innerhalb des Führungssystems verringern aber die Möglichkeit, geeignete strategische Entscheidungen zu finden und gleichzeitig langfristige Umweltziele zu planen. Die betriebswirtschaftlichen und umweltbezogenen Kennzahlen werden als wichtiges operatives Instrument für die Generierung und Erfassung der ökologischen und ökonomischen Informationen in kombinierter Form der Tatbestände dargestellt. Damit das strategische Defizit reduziert werden kann, sollten die ökologischen und wirtschaftlichen Kennzahlen nicht nur auf der operativen Ebene des Managements berücksichtigt werden, sondern auch auf der strategischen Ebene, um geeignete strategische Entscheidungen zu finden und gleichzeitig langfristige Umweltziele zu bilden. In diesem Beitrag werden strategische Kennzahlen als eine Brücke für die Umsetzung der strategischen Aufgaben der Unternehmensführung bzw. des Umweltmanagements vorgestellt, damit strategische umweltschutzorientierte Informationen geliefert und ein ökologisch-strategisches Entscheidungsmodell gebildet werden können.
Zumindest die wissenschaftliche Literatur schenkt den BUIS für den produktionsintegrierten Umweltschutz besondere Aufmerksamkeit. Ein unbefangener Beobachter hätte erwartet, dass diese BUIS-Ausprägung bis auf die Detailebene „durchspezifiziert“ worden ist. Dem ist aber nicht so. Da betriebswirtschaftlich orientierte Software (z. B. ERP-, aber auch PPS-Systeme) und BUIS für den produktionsintegrierten Umweltschutz prinzipiell den gleichen Gegenstandsbereich – den Bereich der Produktion – abdecken, können solche BUIS dem sog. Add on-, dem Erweiterungs- oder dem Integrationsmodell folgend konzipiert werden. Dabei gilt das Integrationsmodell als besonders leistungsfähig. In diesem Modell ist eine Softwarearchitektur zu entwerfen, die der Ökonomie und Ökologie gleichberechtigt Rechnung trägt. Eine Systemrealisierung nach diesem Modell existiert bislang nicht. Soll das Erweiterungsmodell realisiert werden, sind bereits bestehenden Funktionalitäten eines PPS-Systems umweltschutzorientierte Ergänzungen hinzuzufügen. Die Integration findet somit durch die Entwicklung von Add ons auf der Ebene einzelner Funktionen statt. Systeme dieser Ausprägung sind ebenfalls nicht bekannt. Nach dem Add on-Modell wird neben bestehenden PPS-Systeme ein eigenständiges BUIS für den Produktionsbereich entwickelt. Ein solches Modell hat schwerwiegende Nachteile, da ggf. gleiche Daten in beiden Systemen vorgehalten werden müssen – ein Verstoß gegen das Prinzip der Einmalerfassung – und die Anwender mit vermutlich unterschiedlichen Verarbeitungsergebnissen konfrontiert werden, da solche BUIS im Vergleich zu PPS- oder ERP-Systemen unterschiedliche Ziele verfolgen. Damit würde es den Anwendern überlassen bleiben, welchen der erarbeiteten Ergebnissen er zu folgen bereit ist. Ein Zustand, der bei operativen Systemen nicht zugelassen werden kann. Folgt man dem unterstellten ganzheitlichen Ansatz, ist die Realisierung von BUIS zum produktionsintegrierten Umweltschutz mit exorbitanten Schwierigkeiten verbunden. Erst wenn man Teilsysteme herausgreift, wie beispielsweise Recycling- und/oder Demontagesysteme, die üblicherweise nicht Bestandteile „klassischer“ PPS- bzw. ERP-Systeme darstellen, scheint eine solche systemtechnische Integration möglich.
Die Arbeit untersucht am Beispiel “Mobiles Immobilienmakeln” Fragestellungen zur Konzeption der gesicherten Ankopplung mobiler Anwendungen im Bereich betrieblicher Informationssysteme mit integrierten Umweltdaten und entsprechenden Geo-Diensten mit entsprechender Werthaltigkeit und Sensitivität für betriebliche Prozesse und deren Informationsverarbeitung. Die Integration der Mobilität schafft zusätzliche Möglichkeiten für Geschäftsprozesse und deren Akteure und wegen der Sensitivität auch zusätzliche Sicherheitsanforderungen. Zur Lösung werden hier entsprechende Sicherheitsarchitektur-Strukturen und Anwendungskonzepte für betriebliche Informationssysteme mit Umweltbezug am Beispiel des mobilen Makelns entwickelt. Der Fokus liegt dabei einerseits auf der möglichst schnittstellen-transparenten (mobilen) Integration ortsabhängiger Zugriffsautorisierungen und -Kontrollen in betrieblichen Informationssystemen mit Umweltbezug auf Basis entsprechender Profilierungen internationaler Web Service Security Standards wie SAML. Andererseits werden auf dieser Basis Möglichkeiten zur Übertragung und Erweiterung der Ergebnisse auf weitere Anwendungs- und Prozess-Szenarien untersucht. Angepasst an die Randbedingungen der gesicherten Integration mobiler Dienste-Zugriffe von Kunden auf betriebliche Informationssysteme mit Umweltbezug und mit integrierten Geo-Diensten von Anbietern werden Architekturstrukturen für mobile Zugangsautorisierungen mit Delegationen für Kunden auf die Anbietersysteme entwickelt, basierend auf SAML.
Dieser Beitrag beschreibt die Zielstellung und Konzeption eines Open Source basierten Baukastens zur Identifikation von Ressourceneffizienzpotentialen in produzierenden KMU, welcher im Projekt OpenResKit von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung gefördert wird. Das Projekt läuft bis Ende Februar 2014 und basiert auf den Erfahrungen und Ergebnissen der vorher durchgeführten Projekte EMPORER, MOEBIUS und RESEFI. Die Idee ist es, praktisches Wissen und Leitlinien in Form von Softwarebausteinen direkt nutzbar zu machen. Das Kernstück ist eine zentrale Serversoftware, die als Datenquelle und -senke fungiert und einzelne Softwarebausteine aufnehmen kann, die ein gewisses Domänenmodell abbilden. Das Gegenstück zum zentralen Software-teil sind einzelne, einfache, problemspezifische Softwaretools, die je nach Anwendungsfall für mobile Plattformen z. B. zur Datensammlung oder als Desktop-Applikation für einfache Analysen oder für die Administration entwickelt werden. Die Präsentation der einzelnen Softwarebausteine mit der dahinterstehenden Methodik auf einem Webportal und die Möglichkeit der Kommunikation mit Mitgliedern aller Anspruchsgruppen sollen helfen, eine Ressourceneffizienzkompetenz im Unternehmen aufzubauen.
Heutzutage sind KMU angehalten, eine Reihe von Anforderungen zu erfüllen, sowohl um ihre eigene wirtschaftliche Sicherheit aufgrund ständig steigender Energiepreise zu gewährleisten, als auch um einen Beitrag zum Umweltschutz leisten zu können. Ihnen ist derzeit noch nicht bewusst, inwiefern IT-Technologie für die erfolgreiche Bewältigung dieser Aufgaben hilfreich sein kann. Um das Bewusstsein zu steigern sind Energieeffizienznetzwerke ein geeigneter Ausgangpunkt. Die Zusammenarbeit mit branchengleichen Unternehmen sowie Know-How-Trägern wie fachspezifischen Instituten kann eine schnellere Entwicklung und einen schnelleren Einsatz geeigneter IT-Lösungen für die Verbesserung der Energieeffizienz und die Umsetzung eines Energiemanagementsystems fördern. Das Projekt „ReMo Green-Energieeffizienz für Berliner Betriebe“ unterstützt Berliner KMU bei der Erreichung ihrer Energieeffizienzziele. Im Rahmen der Kooperation in Energieeffizienznetzwerken, werden ein Referenzmodell für Energiemanagementwerkzeuge bzw. eine Referenzstandardsoftware für Energieeffizienz entwickelt. Das im Projekt vorgesehene Energie-Benchmarking spielt bei dem Energieeffizienzlernprozess im Unternehmen eine bedeutende Rolle. Die am Netzwerk teilnehmenden Unternehmen können durch den Vergleich mit anderen KMU ihre Stärken und Schwächen bezüglich der Energieeffizienz erkennen und gegebenenfalls Optimierungsmaßnahmen ergreifen.
In der Windenergie werden strategische Metalle eingesetzt, wie beispielsweise in den Permanentmagneten eines Generators mit Dysprosium, Neodym und Terbium. Aber auch die Metalle Chrom, Mangan, Molybdän und Niob werden typischerweise als rostfreier Stahl vom Typ 316 und als Edelstahl vom Typ18NiCrMo7 in dem Maschinenhaus einer Windkraftanlage eingesetzt. In anderen Legierungen sind diese Metalle ebenfalls zu finden. Die für den weltweiten Ausbau der Windenergie (plus 2800 GW Anlagenkapazität) erforderlichen Rohstoffe können zum Großteil nicht aus den vorhandenen Rohstoffreserven bereitgestellt werden, ausgenommen Molybdän und Dysprosium. Die Erschließung von weiteren Ressourcen oder die Rückgewinnung von Rohstoffen aus dem Altmetallkreislauf bekommt daher eine hohe Bedeutung. Die Möglichkeit des Ressourcenausbaus ist bei den Metallen Chrom, Mangan oder Niob ausreichend gegeben. Bei den Metallen, die für Permanentmagnete benötigt werden, gibt es jedoch bisher einen vollständigen Verlust dieser Rohstoffe. Von allen untersuchten Metallen zeigen die für Permanentmagnete wichtigen Rohstoffe Dysprosium und Terbium die stärksten Anzeichen für mögliche Versorgungsengpässe bis zum Jahr 2050. Die Verlässlichkeit der Daten basiert auf der Zugänglichkeit von etablierten Datenbanken, die bisher in der Windenergie noch nicht existieren. Der Aufbau eines Informationsmodells sollte mit einer neuen Technologie verbunden sein, um die Nachhaltigkeit sicherzustellen. Der Artikel beschäftigt sich mit den Herausforderungen im Zusammenhang der strategischen Ressourcen in der Windenergie und den zukünftigen Chancen bzw. Risiken.
In dieser Arbeit wurde einerseits das Verhältnis zwischen der Risikowahrnehmung und der Beurteilung des Umgangs mit Umweltrisiken seitens der entsprechenden Umweltbehörden und andererseits das Verhältnis zwischen der Risikowahrnehmung und der Beurteilung des Unternehmenssektors in Bezug auf drei wesentliche Themen untersucht: die endgültige Entsorgung von festen Siedlungsabfällen, die Abwasserreinigung der Stadt Córdoba und das erst vor Kurzem erlassene Waldschutzgesetz der Provinz Córdoba (Argentinien). Es wurden 197 Personenbefragungen mithilfe von Stichproben aus repräsentativen Bevölkerungsgruppen bezüglich der persönlichen Wahrnehmung dieser durchgeführt. Man kann hinsichtlich aller Themen eine statistisch signifikante Korrelation zwischen der Wahrnehmung des Risikos für die Umwelt und der Beurteilung des Umgangs der Behörden damit, als auch der unternehmerischen Verantwortung betrachten. Das Verhältnis zwischen diesen Variablen ändert sich nach der Segmentation der Stichproben in zwei Gruppen nach dem Wissensstand aber unter Beibehaltung der statistischen Signifikanz. Diese Arbeit zeigt Tendenzen auf und stellt ein erstes lokales Modell zwischen den untersuchten Variablen auf, die eine Hilfe sein können für eine effektive Mitteilung von Umweltrisiken.
In den letzten Jahren haben börsennotierte Unternehmen zunehmend das Konzept der Nachhaltigkeit als Marketinginstrument entdeckt. Dies führte auch zu einer steigenden Bedeutung der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Nachhaltige Unternehmensführung und Berichterstattung hierüber ist vollständig mit dem Shareholder Value-Konzept vereinbar, wenn es zur Steigerung des Unternehmenswerts beiträgt. Dieser Beitrag zu den BUIS-Tagen, der auf den Vorarbeiten in (Kaspereit 2013) basiert, analysiert aus theoretischer Perspektive, welche Rahmenbedingungen notwendig sind, damit Nachhaltigkeitsberichterstattung eine Unternehmenswert steigernde Strategie sein kann. Die Analyse führt zu der Erkenntnis, dass aufgrund des Wettbewerbs und der Marktkräfte ein Gleichgewicht entsteht, in dem tatsächlich nachhaltige Unternehmen ausführlich über ihre Nachhaltigkeit berichten, während nicht nachhaltige Unternehmen von einer solchen Berichterstattung absehen. Jenes Gleichgewicht entsteht unter den Bedingungen, dass die Kosten der Berichterstattung proportional zu dem berichteten Ausmaß der Nachhaltigkeit sind und die Grenzkosten der Berichterstattung vom wahren Ausmaß der unternehmensbezogenen Nachhaltigkeit abhängen. Zudem ist es möglich, dass für alle Unternehmen ein Nichtberichten vorteilhaft ist, dieses jedoch aufgrund spieltheoretischer Überlegungen nicht aufrecht erhalten werden kann.
Das Umweltportal Deutschland (PortalU) ist der zentrale Zugangspunkt zu behördlichen Umweltinformationen von Bund und Ländern. Es wird kooperativ betrieben vom Bund und allen 16 Ländern auf Basis einer Verwaltungsvereinbarung. PortalU basiert auf einer Kooperation aller Umweltverwaltungen von Bund und den Ländern in Form einer Verwaltungsvereinbarung. Die Internet-Anwendung PortalU wurde im Jahr 2006 für den öffentlichen Zugang freigeschaltet: Seit diesem Zeitpunkt wurde sowohl die Software als auch das inhaltliche Angebot von PortalU beständig ausgebaut. Heute umfasst das Angebot mehr als drei Millionen Webseiten und mehr als fünfhunderttausend Datensätze in Datenbanken von fast fünfhundert unterschiedlichen Anbietern, die sich aus Behörden von Bund und Ländern, aber auch aus einzelnen Kommunen zusammensetzen. PortalU ist als Information Brokering System aufgebaut und basiert technisch auf der Software InGrid. Die Vielfalt der Software-Komponenten erlaubt die Einbindung verschiedenster Arten von Datenquellen, welche in der Suche in PortalU gleichwertig berücksichtigt werden können. Die Informationsvielfalt ist dadurch sehr groß und umfasst die ganze Bandbreite von unstrukturierten hin zu hochstrukturierten Informationen. Über das Portal wird den Nutzern die Möglichkeit gegeben, über eine einfache Suche von diesem Informationsangebot Gebrauch zu machen.
Der Energieverbrauch von Computer-Systemen unterliegt einem kontinuierlichem Wachstum. Bereits 2006 sagte das statistische Amt der Europäischen Union voraus, dass im Jahr 2020 bis zu 20 % des weltweiten Energiebedarfs auf Informationstechnik zurückzuführen sein wird. Aktuelle Forschungsarbeiten zeigen, dass neben der eingesetzten Hardware insbesondere auch die ausgeführte Software ein wichtiger Einflussfaktor auf den Energiebedarf der Informationstechnik ist. Dieses Papier beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Energiebewusste und energieeffiziente Software und zeigt dessen Bandbreite auf. Das Papier zielt hierbei auf einen allgemeinen Überblick zur Energieeffizienz in der Softwaretechnik und versucht eine erste Begriffseingrenzung. Einen besonderen Schwerpunkt nehmen hierbei die Themenkomplexe ein, welche im Rahmen des 2. Internationalen Workshops „Energy Aware Software-Engineering and Development (EASED@BUIS)“, der im Rahmen der BUIS-Tage 2013 durchgeführt wird, diskutiert werden. Herausforderungen bei der Betrachtung der Energieeffizienz aus Sicht der Softwaretechnik sind insbesondere in der Messung und Abschätzung des durch Software verursachten Energiebedarfs zu sehen. Darüber hinaus interessieren Methoden und Verfahren zur Erstellung energieeffizienter Software, zur Optimierung des Software-induzierten Energieaufwands sowie zur energetischen Zertifizierung und Klassifizierung von Software-Applikationen.
Bisherige Ansätze betrieblicher Umweltinformationssysteme fokussieren auf den Ressourcenverbrauch, beim Nachweis des Einsatzes der „besten verfügbaren Technik“ (BVT) muss aber auch die regelmäßige Messung von Umweltbelastungen administriert und dokumentiert werden. Das Umweltbundesamt hat seit den 1980er-Jahren Instrumente für eine systematische Umweltbeobachtung entwickelt, insbesondere ein Informationssystem, das 2012 technisch erneuert und in einer Weise generalisiert wurde, die es auch für den betrieblichen Einsatz geeignet erscheinen lässt. Dieser Beitrag beschreibt die Unterstützung der einzelnen Prozessschritte Probenplanung, Probenahme und Einlagerung, Ergänzung von Analysedaten aus dem Labor sowie spätere Auswertungen. Ein Schwerpunkt ist die Konfiguration der Stammdaten und Probenahmepläne in einfachen Dialogen. Hierbei werden Humanproben und Spezies aus verschiedenen Ökosystemtypen, aber auch Umweltmedien wie Boden, Wasser, Schwebstoff, Luft oder Feinstaub unterstützt. Bei der Probenahme können Beobachtungen und Messungen der Probanden erfasst werden, z. B. Biometrie oder Anamnese, aber auch Randbedingungen aller Art. Durch langjährige Probenserien entsteht so ein Archiv der Umweltbelastungen, das flexibel nach aktuellen Gesichtspunkten ausgewertet werden kann. Die dauerhafte Lagerung des Probenmaterials ermöglicht weiterhin ein retrospektives Monitoring, also die Analyse zurückliegender Proben mit aktuellen Methoden und Fragestellungen.
Operationelle Risiken – die ältesten Risiken der Welt – ergeben sich aus dem Handeln bei jeglicher Geschäftstätigkeit in einem Unternehmen und damit aus deren Prozessen (risknews 2004b). Sie beeinflussen erheblich den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung und sollten durch ein Risikomanagement verhindert, vermindert oder übertragen werden. Das Management operationeller Risiken, die auch als Prozess- oder Betriebsrisiken bezeichnet werden, nimmt folglich erheblichen Einfluss auf das Prozessmanagement und sollte mit diesem eng verknüpft werden. Dies bedeutet, dass aufbauend auf der Bewertung von Risiken Optimierungspotenziale entwickelt werden, die sich in einer Änderung des Prozessdesigns oder Anforderungen an Prozessbeteiligte widerspiegeln. Die Erweiterung der Prozessmodelle um den Risikoaspekt unterstützt folglich das Risikomanagement von der Identifikation bis zur Dokumentation. Vor diesem Hintergrund werden in dem Beitrag der Stand risikoorientierter Prozessmodelle im Allgemeinen und insbesondere Arbeiten mit der BPMN dargestellt. Methodische Ansätze werden ebenso berücksichtigt wie Arbeiten mit anderen Notationen wie zum Beispiel mit Ereignisgesteuerten Prozessketten (EPK). Die Vor- und Nachteile risikoorientierter Prozessmodelle werden aufgezeigt. Die sich ergebenden Potenziale, offene Fragestellungen und Bedarfe werden herausgearbeitet. Abschließend wird am Beispiel der Instandhaltung von Offshore-Windparks eine mögliche Anwendung risikoorientierter BPMN-Prozessmodelle vorgestellt.
Die Umsetzung von Maßnahmen für die Energieeffizienz ist gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) keine leichte Aufgabe. Jenseits des aktuellen Tagesgeschäfts, besitzen KMU selten die personellen und auch nicht die benötigten finanziellen Mittel, um Energieeffizienzmaßnahmen strukturiert und zielführend umzusetzen. Mit einem Anteil von über 99,6 % aller Unternehmen (IfM 2012) sind sie aber wichtige Träger der Wirtschaft in Deutschland. Was diese KMU benötigen, sind Werkzeuge, um diese umfangreiche Aufgabe neben dem Tagesgeschäft zu bewältigen. Standardsoftware kann eine Lösung sein, jedoch sollte bei deren Entwicklung darauf geachtet werden, dass diese eine hohe Affinität zu den relevanten Unternehmensanforderungen hat. Branchenorientierte Software stellt einen Bezug zu der jeweiligen Umgebung her und eignet sich für diese Problemstellung, da die Schnittmengen innerhalb einer Branche am größten sind. Durch die Ermittlung dieser Anforderungen und eine enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen kann ein Produkt mit hoher Praxisrelevanz entwickelt werden. Im Projekt ReMo Green sollen in branchenspezifischen Energieeffizienznetzwerken die Anforderungen an eine Software für die Energieeffizienz ermittelt, in ein Referenzmodell übertragen und schließlich eine Software entwickelt werden, die allen KMU dieser Branche zur Verfügung gestellt wird.
Stakeholder gehen vermehrt dazu über Informationen hinsichtlich der Nachhaltigkeit der unternehmerischen Aktivitäten einzufordern, was dazu führt, dass die Nachhaltigkeitsberichterstattung, welche bspw. nachweislich das Potenzial besitzt Kauf- oder Investitionsentscheidungen positiv zu beeinflussen, weiter an Bedeutung gewinnt. Die Gestaltung der Berichte variiert stark, daher stellt sich die Frage, welche Merkmale sie aufweisen sollten, um einen möglichst großen Nutzen für das berichterstattende Unternehmen zu erzielen. Im Rahmen dieses Beitrags werden anhand der Analyse einer qualitativen Befragung von 260 Teilnehmern Verbesserungspotenziale für die unternehmerische Nachhaltigkeitsberichterstattung mit dem Nachhaltigkeitsbericht des BASF-Konzerns als Referenz aufgedeckt und diskutiert. Begründet durch eine Diskussion der bekannten IS-Theorien Cognitive Fit und Task Technology Fit stehen dabei das Verhältnis von Text, Tabellen und Grafiken, die Bereicherung durch multimediale Inhalte, wie Videos und interaktive Grafiken, sowie generelle Verbesserungsvorschläge im Mittelpunkt der Betrachtung. Die überwiegende Mehrheit der Befragten war dabei der Ansicht, dass die im untersuchten Nachhaltigkeitsbericht enthaltenen Informationen zu oft in Form von Texten aufbereitet wurden und dass diese besser anschaulich anhand von Grafiken oder Tabellen dargestellt werden sollten.
Im Projekt „Green IT in Rechenzentren“ wird eine Software entwickelt, mit welcher der Energieverbrauch von Unternehmen auf Geräteebene erfasst werden soll. Eines der Ziele ist ein hoher Grad von Automatismus des Systems, um Betriebs- und Personalkosten zu minimieren. Ungeachtet der automatischen Datenerfassungsmöglichkeiten sollen manuelle Erweiterungen bzw. Korrekturen ohne Expertenwissen möglich sein. Eine der Hauptanforderungen, die identifiziert wurde, ist, dass das System möglichst keine Neuinvestitionen beim produktiven Einsatz im Netzwerk führen darf. Speziell KMU erklärten in verschiedenen Interviews, dass hohe Anschaffungskosten einen limitierenden Faktor für einen Einsatz im Unternehmen darstellen. Daraus resultierend liegt das Hauptaugenmerk auf Anpassungen am Systemdesign, um den Spannungsbereich zwischen hoher Datengenauigkeit und Datenvolumen zu erreichen. Die Sensordaten können mit Grenzwerten definiert werden, um bei Abweichungen verschiedene Aktionen automatisch auszuführen, wie Alarmierung oder Generieren von Nachrichten. Aus den Leitungs- und Energiedaten werden verschiedene Auswertungsprofile für die grafische Darstellung des Energieverbrauchs, Leistungsaufnahme, Temperatur, Strom, Spannung, etc. generiert. Auch andere Ressourcen wie Festplatten, CPU oder Arbeitsspeicher auf Komponentenebene können überwacht und ausgewertet werden. Das Administrieren und Konfigurieren der Software erfolgt über ein rollenbasiertes Benutzerkonzept, in welchem der Zugriff für verschiedene Personengruppen geregelt ist. Die Software leistet einen bedeutenden Beitrag, um die Energieflüsse im Unternehmen transparenter darzustellen. Es stellt ein umfassendes Werkzeug für die Erfassung von Energiedaten von IT-Komponenten dar, um mögliche Energieeinsparungspotentiale zu erkennen. Das Management wird darin bestärkt IT-Komponenten aus ökologischer und ökonomischer Sicht zu bewerten sowie Maßnahmen und daraus resultierenden Nutzen zu beurteilen.
Die Betrachtung nachhaltiger Kriterien in Planungsprozessen in Kombination mit einer kontrollierten und wirtschaftlichen Handlungsweise gewinnt mehr und mehr an Bedeutung. Für Unternehmen bedeutet dies, dass neben klassischen ökonomischen, auch ökologische und soziale Folgen von Entscheidungen in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Idealerweise sollten Unternehmen in einer Art und Weise wirtschaftlich agieren, die es nachfolgenden Generationen ermöglicht die eigenen Bedürfnisse im gleichen Maße zu erfüllen, wie es heutigen Generationen möglich ist. Unternehmen sind dabei mit externen Anforderungen – durch Stake Holdern, NGO oder der Öffentlichkeit – konfrontiert, welche die internen Aktivitäten und Abläufe in eine nachhaltig orientierte Weise transformieren wollen. Neben traditionellen Anwendungsfeldern, die sich primär Effizienz- und Effektivitätssteigerungen der Produktion widmen, sind die Beziehungen zu Unternehmenspartnern über die Versorgungskette ein kritischer und wichtiger Bezugspunkt für eine unternehmensinterne nachhaltige Entwicklung. In diesem Paper wird ein möglicher Anwendungsfall für IT-basierte Verfahren der Entscheidungsunterstützung vorgestellt, der die Beziehung und die Auswahl von Lieferanten in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt und beispielhaft für die Möglichkeiten IT-basierter Methoden und Verfahren für die Förderung nachhaltiger Planungen im Unternehmen steht.