
In der dualen IT-Ausbildung als Verbindung von beruflicher und akademischer Qualifikation werden die berufstypischen Werkzeuge, wie z. B. Laptops, ebenso in den Lehr-Lern-Prozessen der akademischen Unterrichtseinheiten eingesetzt. Im Prufungswesen wird oft auf klassische Papierklausuren zuruckgegriffen. Unterrichtseinheiten mit hohem Blended-Learning-Anteil ohne E-Prufung werden dabei als „nicht konsistent“ wahrgenommen. In diesem Artikel wird eine empirische Studie dargelegt, die untersucht, welche Einflusse aus der personlichen Lernbiografie bei den Lehrenden in einer dualen IT-Ausbildung dazu fuhren konnen, die Moglichkeiten eines E-Assessments als summative Modulprufung anzunehmen oder abzulehnen. Beispielhaft wurden in der dargelegten Studie Interviews mit Dozenten gefuhrt und diese hinsichtlich der Verbindung zwischen Lernbiografie, Gestaltung der Didaktik der Lehr-Lern-Prozesse, Zufriedenheit und Veranderungsbereitschaft untersucht.
In Zusammenhang mit den Entwicklungen der vergangenen Jahre, insbesondere in den Bereichen Big Data, Datenmanagement und Maschinenlernen, hat sich der Umgang mit Daten und deren Analyse wesentlich weiterentwickelt. Mittlerweile wird die Datenwissenschaft als eigene Disziplin angesehen, die auch immer starker durch entsprechende Studiengange an Hochschulen reprasentiert wird. Trotz dieser zunehmenden Bedeutung ist jedoch oft unklar, welche konkreten Inhalte mit ihr in Verbindung stehen, da sie in verschiedensten Auspragungen auftritt. In diesem Beitrag werden daher die hinter der Data Science stehenden informatischen Inhalte durch eine qualitative Analyse der Modulhandbucher etablierter Studiengange aus diesem Bereich ermittelt und so ein Beitrag zur Charakterisierung dieser Disziplin geleistet. Am Beispiel der Entwicklung eines Data-Literacy-Kompetenzmodells, die als Ausblick skizziert wird, wird die Bedeutung dieser Charakterisierung fur die weitere Forschung expliziert.
Students of computer science studies enter university education with very different competencies, experience and knowledge. 145 datasets collected of freshmen computer science students by learning management systems in relation to exam outcomes and learning dispositions data (e. g. student dispositions, previous experiences and attitudes measured through self-reported surveys) has been exploited to identify indicators as predictors of academic success and hence make effective interventions to deal with an extremely heterogeneous group of students.
In diesem Artikel werden die Ergebnisse einer explorativen Datenanalyse uber die Studierendenperformance in Klausur- und Hausaufgaben eines Einfuhrungskurses der Theoretischen Informatik vorgestellt. Da bisher empirisch wenig untersucht ist, welche Probleme Studierenden in den Einfuhrungskursen haben und die Durchfallquoten in diesen Kursen sehr hoch sind, soll auf diesem Weg ein Uberblick gegeben werden. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Studierenden unabhangig von ihrer Klausurnote die niedrigste Performance in den Klausur- und Hausaufgaben aufweisen, in denen formale Beweise gefordert sind. Dieses Ergebnis starkt die Vermutung, dass didaktische Ansatze und Masnahmen sich insbesondere auf das Erlernen formaler Beweismethoden fokussieren sollten, um Informatik-Studierende nachhaltiger dabei zu unterstutzen, in Theoretischer Informatik erfolgreich zu sein.
Aus einer Vergleichsstudie mit starken und schwachen Problemlosern konnten Erkenntnisse uber die effizienten Herangehensweisen von Hochleistern an Informatikprobleme gewonnen werden. Diese Erkenntnisse wurden in einem Lehrvideo zum informatischen Problemlosen didaktisch aufgearbeitet, sodass Lernenden der Einsatz von Baumstrukturen und Rekursion im konkreten Kontext gezeigt werden kann. Nun wurde die tatsachliche Lernwirksamkeit des Videos sowie die Definition der Zielgruppe in einer Vergleichsstudie mit 66 Studienanfangern uberpruft.
Dieser Beitrag diskutiert den Einsatz von interaktiven und automatischen Theorembeweisern in der universitaren Lehre. Moderne Theorembeweiser scheinen geeignet zur Implementierung des dialogischen Lernens und als E-Assessment-Werkzeug in der Logikausbilding. Exemplarisch skizzieren wir ein innovaties Lehrprojekt zum Thema „Komputationale Metaphysik“, in dem die zuvor genannten Werkzeuge eingesetzt werden.
Der Unterricht groser Studierendengruppen im wissenschaftlichen Schreiben birgt vielfaltige organisatorische Herausforderungen und eine zeitintensive Betreuung durch die Dozenten. Diese Arbeit stellt ein Lehrkonzept mit Peer-Reviews vor, in dem das Feedback der Peers durch eine automatisierte Analyse erganzt wird. Die Software Confopy liefert metrik- und strukturbasierte Hinweise fur die Verbesserung des wissenschaftlichen Schreibstils. Der Nutzen von Confopy wird an 47 studentischen Arbeiten in Draft- und Final-Version illustriert.
Die Vermittlung von Modellierungsfahigkeiten in der Softwaretechnik-Ausbildung konzentriert sich meist auf Modellierungskonzepte, Notationen und Entwicklungswerkzeuge. Die Betrachtung der Modellierungsaktivitaten, etwa die Entwicklung und Gegenuberstellung alternativer Modellvorschlage, steht weniger im Vordergrund. Die vorliegende Studie untersucht zwei Formen des kollaborativen Modellierens am Tabletop in Bezug auf ihren Einfluss auf die Modellierungsaktivitaten in kleinen Gruppen. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl selbstorganisierte als auch moderierte Modellierungssitzungen das Entwickeln eines gemeinsamen Modellverstandnisses fordern. In moderierten Sitzungen wurden zudem mehr alternative Losungsideen entwickelt und in starkerem Mase diskutiert.
Die Einfuhrung von eLearning in der Hochschullehre geht fur die Lehrenden mit vielen Veranderungen, Herausforderungen und daraus resultierenden Akzeptanzproblemen einher. Um den Einsatz von eLearning in der Breite der Lehre voranzutreiben und nachhaltig zu sichern wurde an der Technischen Universitat Munchen (TUM) eine eTeaching-Qualifizierungsmatrix entwickelt. Im Mittelpunkt dieses Modells steht die stufenweise Heranfuhrung von Dozenten an eLearning im Allgemeinen sowie an die Benutzung einer Lernplattform im Speziellen. Dabei geht es um die Vermittlung und den Erwerb von padagogischen, didaktischen und technischen Kenntnissen und Erfahrungen.
Ubungen sind ein zentrales Element in der Informatiklehre. Ausgehend von didaktischen Uberlegungen, wie der Ubungsbetrieb durch Komponenten des ELearning, insbesondere durch Formen des Computer-Aided Assessment, intensiviert und effizienter gestaltet werden kann, haben wir die eduComponents entwickelt. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Erweiterungsmodulen, die ein allgemeines CMS (Plone) um E-Learning-Funktionalitat erganzen. Seit mehreren Semestern werden diese frei verfugbaren Module sowohl in allen Lehrveranstaltungen unserer Arbeitsgruppe als auch an anderen Institutionen erfolgreich eingesetzt.
Dieser Artikel zeigt anhand von Landerlehrplanen und einheitlichen Prufungsanforderungen den hohen Stellenwert der Objektorientierung in der Schulinformatik auf. Die Lehrerausbildung an den Hochschulen muss sicherstellen, dass die zukunftigen Lehrerinnen und Lehrer notwendige Kompetenzen erlangen. Mithilfe eines Fragebogens wurden die Kompetenzen von 69 Lehrerinnen und Lehrern aus drei Bundeslandern zum Thema Objektorientierung erhoben. Die Ergebnisse der Untersuchung machen Defizite in Kernkonzepten deutlich. Auf Handlungsbedarf in Ausund Weiterbildung der Lehrkrafte wird hingewiesen. 1 Anliegen der Untersuchung Die Objektorientierung ist Thema in der Informatik – und nicht erst seit Neuestem. Wahrend in der Industrie das Objektorientierte Paradigma bereits in den achtziger Jahren Einzug gehalten hat, hat es die Informatikdidaktik erst in den spaten Neunzigern fur sich entdeckt – und fur gut befunden: Unterrichtskonzepte wurden und werden entwickelt, und in den Curricula setzt sich das Objektorientierte Paradigma immer mehr als wesentlicher Bestandteil informatischer Bildung durch. So vermutete Andreas Schwill schon 1993, dass die Objektorientierte Sichtweise der menschlichen Wahrnehmungsweise sehr nahe komme und damit fur die Anfangsausbildung besonders geeignet sein konne. Es folgten einige Arbeiten zur Umsetzung in der Sekundarstufe II, und schlieslich stellte Peter Hubwieser ein Unterrichtskonzept fur die Sekundarstufe I auf, das auf der Objektorientierten Sichtweise basiert. Auch wenn es in der fachdidaktischen Diskussion verschiedene Ansatze bzgl. des Einstiegs und Schwerpunktes der Informatik als Schulfach gibt, hat die Objektorientierung, zumindest als nicht zu vernachlassigender Teil, Einzug in die Schulinformatik gehalten. Den Prozess dieses Einzugs kann man als schleichend bezeichnen. Nachdem sich die Fachdidaktik daruber weitgehend einig war, das Objektorientierte Paradigma in die Schule zu bringen, wurden und werden Rahmenplane und Curricula nur nach und nach aktualisiert. Hinzu kommt, dass eine Vielzahl der unterrichtenden LehrerInnen noch nicht mit der Objektorientierung vertraut war und ist; im (Aufbau-) Studium war Objektorientierung (noch) kein Thema, ein Kompetenzerwerb in diesem Bereich konnte/kann damit nur im Selbststudium und/oder durch Fortbildungen erfolgen. Anliegen dieser Untersuchung war es nun festzustellen, inwieweit Kompetenzen in der Objektorientierung bei den Lehrkraften vorhanden sind und wo moglicherweise Schwachstellen liegen. Konnen Defizite aufgezeigt werden, wird der Bedarf an Fortbildungsveranstaltungen deutlich und Qualifikationsmasnahmen konnen gezielt angeboten werden. Auserdem kann die Hochschullehre Ruckschlusse ziehen, inwieweit die Ausbildung der LehramtsanwarterInnen den neuen Anforderungen entspricht. 1 Vgl. [Sc 93] S. 44-45. 2 Vgl. [Hu 00]. 3 Siehe Kapitel 2 und landerspezifische Betrachtung der Curricula. 4 Im Folgenden wird aus Grunden der besseren Lesbarkeit, wie von der Gesellschaft fur Informatik empfohlen, fur weibliche und mannliche Personen die Schreibweise mit grosem I (z.B. LehrerInnen) verwendet. Vgl. [GI 99] S. 11.
An inventive orthodontic archwire and method of use is described. The inventive archwire includes a central curved portion and first and second end portions extending from opposing ends of the central curved portion. The central curved portion includes a middle section that arcuately projects one of upwardly and downwardly relative to a reference plane. The central curved portion further includes first and second intermediate sections extending from opposing ends of the middle section, each of said first and second intermediate sections arcuately projecting in an orientation opposite to that of the arcuate middle section. The orthodontic archwire may preferably exhibit a relatively high ultimate tensile strength of between about 275 KSI and 330 KSI. The first and second end portions may extend from the central curved portion so as to lie substantially parallel to or coplanar with the reference plane of the orthodontic archwire and/or substantially non-convergently. The disclosed archwire yields rapid tooth positioning and reduces or substantially avoids undesired attendant tooth movement (e.g. molar tipping, rotation or tooth movement).
Seit 1996 werden in einer Langzeitstudie Erstsemesterstudenten am Institut fur Informatik der Universitat Potsdam zu ihren Vorerfahrungen, Kenntnissen, Erwartungen und Grunden zu Studienund Ortswahl befragt. Die Befragung erlaubt zum einen langfristig eine Einschatzung der Ziele und Erwartungen von Studierenden, woraus dann wieder Konsequenzen fur die inhaltliche Gestaltung des Studiums erwachsen konnen, zum anderen versetzt sie das Institut fur Informatik in die Lage, sich durch geeignete Masnahmen im regionalen und nationalen Wettbewerb um Studenten mittelfristig optimal zu positionieren. Daneben liefert eine Reihe von Ergebnissen auch ubergreifende Aussagen, die anderen Fachern oder Standorten Hinweise auf mogliche Starken und Schwachen sowie fur die Aufstellung innerhalb einer Wissenschaftslandschaft geben konnen. Seit dem WS1996/97 werden in einer Langzeitstudie Erstsemesterstudenten am Institut fur Informatik der Universitat Potsdam zu ihren Vorerfahrungen, Kenntnissen, Erwartungen und Grunden zu Studienund Ortswahl befragt. Dazu wird in den ersten vier Wochen nach Vorlesungsbeginn ein Fragebogen (Version vom WS2005/2006 im Anhang) innerhalb der Erstsemesterveranstaltung Informatik bearbeitet. Die Befragung dient zwei wesentlichen Zielen: Zum einen erlaubt sie langfristig eine Einschatzung der Ziele und Erwartungen von Studierenden, woraus dann wieder Konsequenzen fur die inhaltliche Gestaltung des Studiums erwachsen konnen, zum anderen versetzt sie das Institut fur Informatik in die Lage, sich durch geeignete Masnahmen im regionalen und nationalen Wettbewerb um Studenten mittelfristig optimal zu positionieren bzw. die Wirkung ihrer zahlreichen Marketinganstrengungen (Flyer, Veranstaltungen fur Schulen, JUWEL, Landeswettbewerbe Informatik, Tage der Offenen Tur u.v.m.) zu 1 Der Fragebogen beruht auf einer Vorlage der Universitat Paderborn aus dem Jahre 1996. 2 JUWEL=„Jung, weiblich, Lust auf Technik“ – Sommeruniversitat fur Madchen – http://www.juwel.unipotsdam.de