
1,9 Millionen Deutsche sind vom Morbus Dupuytren betroffen. Eine Rezidivrate von über 50% nach chirurgischen Therapieversuchen zeigt, dass die Erkrankung nicht ausschließlich chirurgisch behandelbar i
Hochdruckeinspritzverletzungen an der Hand stellen Verletzungen dar, deren erhebliche Schwere in der anfänglichen klinischen Untersuchung oft unterschätzt wird. Entscheidend ist die Kenntnis des Unfallhergangs, möglichst mit Informationen über die eingedrungene Substanz und den Arbeitsdruck. Jede Hochdruckeinspritzverletzung an der Hand erfordert eine notfallmäßige, in der Regel operative handchirurgische Therapie. Röntgenaufnahmen sollten die verletzte Region großflächig abbilden; sie zeigen manchmal das injizierte Fremdmaterial, öfter aber die begleitenden Lufteinschlüsse. Die notfallmäßige handchirurgische Operation sowie Folgeoperationen haben die Druckentlastung sämtlicher betroffener Kompartimente einschließlich des Karpaltunnels und der Loge de Guyon sowie die minutiöse Entfernung sämtlichen eingesprengten Fremdmaterials zur Aufgabe. Ein definitiver Wundverschluss sollte innerhalb einer Woche, die Entscheidung über eine Amputation innerhalb zweier Wochen erreicht werden. Ab dem ersten Tag nach dem Trauma ist eine physio- und handtherapeutische Behandlung essenziell. Oft ist eine spezielle Handrehabilitation über viele Wochen erforderlich.
Die Skaphoidfraktur ist mit 80 % die häufigste Fraktur des Karpus. Bei klinischem Verdacht einer Skaphoidfraktur muss eine radiologische Abklärung erfolgen, bis die Fraktur entweder festgestellt oder aber ausgeschlossen wurde. Eine primäre CT-Untersuchung ist dabei obligat. Die Skaphoidfrakturen werden anhand der CT-Klassifikation nach Krimmer/Herbert unterteilt. Je nach Frakturform ist ein konservatives oder operatives Vorgehen indiziert. Eine konservative Behandlung ist bei allen stabilen Skaphoidfrakturen möglich. Operativ sollten alle instabilen Bruchformen behandelt werden. Bei fehlender knöcherner Heilung und Entstehung einer Pseudarthrose droht die Entwicklung einer Handgelenkarthrose. Konventionelle, nicht vaskularisierte Knochentransplantate eigenen sich gut, um die Form und Länge des Skaphoids wiederherzustellen, sie sind jedoch weniger gut geeignet bei schon vorheriger fehlgeschlagener Operation sowie bei bestehender avaskulärer Nekrose des proximalen Pols. Weitere Therapieoptionen sind in diesen Fällen gestielte Knochentransplantate sowie freie vaskularisierte Knochentransplantate.
Durch die Bedrohung durch internationalen Terrorismus rücken Schuss- und Explosionsverletzungen auch in den Fokus der zivilen Rettungs- und Versorgungsstrukturen. Die Kenntnis über die zu erwartenden Verletzungsmuster und die speziellen, prähospitalen Therapiemaßnahmen sind die Grundlage für eine erfolgreiche notfallmedizinische Behandlung dieser hierzulande seltenen Verletzungen 1.