
Konsumverhalten, und damit verbundene Ernährungs- Verbraucher- und Gesundheitsbildung, sind wesentliche Elemente einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Es wurden die Implementierung und Umsetzung einer BNE an Schulen untersucht, die der Initiative „Schule im Aufbruch“ (SiA) angehören, um die dort gewonnenen Erfahrungen für andere Standorte nutzbar zu machen.
Der Alkoholgehalt vieler Lebensmittel wird häufig unterschätzt oder ist gar nicht bekannt. Im Rahmen dieser Arbeit wurde der Gehalt an Alkohol in 811 ausgewählten Lebensmitteln (Schwarzwälder Kirschtorte, Schokoladenerzeugnisse, Fruchtsaft-/erzeugnisse, Limonaden, Honig, Alkoholfreies Bier, Malztrunk) mittels Enzymatik und Hochdruckflüssigkeitschromatographie (HPLC) analysiert. Die ermittelten Daten dienten zur Beantwortung der zentralen Frage, ob die Alkoholgehalte in Lebensmitteln eine Gefahr für alkoholempfindliche Menschen, wie Kinder, trockene Alkoholiker und Kranke darstellen. Die mittleren Alkoholgehalte der untersuchten Lebensmittelgruppen waren meist so gering, dass für alkoholempfindliche Menschen i. d. R. keine negativen Einflüsse zu befürchten sind. Vereinzelt wurden aber durchaus höhere Alkoholgehalte ermittelt, die zu einer nicht zu vernachlässigenden Alkoholaufnahme führen können. Eine Verschärfung der gesetzlichen Regelung zur Kennzeichnung von Alkohol in Lebensmitteln, unter besonderer Berücksichtigung unverpackter loser Waren, ist daher wünschenswert.