
Das Kniegelenk zählt zu den am häufigsten untersuchten Gelenken in der bildgebenden Diagnostik. Die konventionelle Röntgendiagnostik stellt dabei trotz zunehmender Verfügbarkeit von CT und MRT weiterhin die Basisuntersuchung dar – sie ist schnell verfügbar, kosteneffizient und erlaubt in standardisierten Projektionen eine aussagekräftige Darstellung und Beurteilung knöcherner Strukturen sowie indirekter Gelenksveränderungen.
Kontrastmittel sind für die radiologische Diagnostik unverzichtbar, bergen jedoch Risiken, besonders für vulnerable Patientengruppen. Die European Society of Urogenital Radiology (ESUR) gibt Empfehlungen zur Anwendung jod- und gadoliniumhaltiger Kontrastmittel und fördert standardisierte Sicherheitsprotokolle. Der Beitrag fasst zentrale Leitlinien zu akuten Reaktionen, renalen Risiken, Spezialpopulationen und neuen MRT-Entwicklungen zusammen.
Die Entwicklung moderner Technologien wie 3D-Druck, Mixed Reality und Virtual Reality hat die Möglichkeiten in der Medizin erweitert. Insbesondere 3D-Labore bieten eine Plattform, um diese Innovationen in die klinische Praxis und die medizinische Lehre zu integrieren. Sie ermöglichen die Erstellung patient*innenspezifischer Modelle, die nicht nur die Diagnostik und Therapieplanung verbessern, sondern auch die Ausbildung von Fachkräften unterstützt.
Eine in der klinischen Routine häufig eingesetzte, minimalinvasive Therapieform der erworbenen degenerativen Aortenklappenstenose ist die transfemorale Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI), welche eine endovaskuläre Alternative zu herzchirurgischen Eingriffen darstellt. Im Rahmen dieser TAVI-Eingriffe können 2 verschiedene Klappenarten verwendet werden: der ballon- und der selbstexpandierbare Aortenklappenersatz.
Die Sonografie der intrakraniellen Arterien ist eine nicht invasive und effektive Methode für die Diagnostik und Nachuntersuchung von Patienten mit zerebrovaskulären Erkrankungen, die auch als bettseitige Untersuchungsmethode auf der Schlaganfall- bzw. Intensivstation ihre Anwendung findet. Um eine verlässliche Untersuchung und Interpretation der sonografischen Befunde zu gewährleisten, ist – neben einer guten anatomischen und pathophysiologischen Kenntnis der hämodynamischen Zusammenhänge hirnversorgender Gefäße und deren Kollateralkreisläufe – auch eine erweiterte Kenntnis anderer bildgebender Modalitäten, wie z. B. der CT- oder MR-Angiografie, notwendig. Der vorliegende Artikel beschreibt die standardmäßige notwendige Untersuchungstechnik der transkraniellen farbkodierten Duplex-(TCCS) und Dopplersonografie (TCD) in der Darstellung intrakranieller Arterien sowie typische pathologische Fallkonstellationen. Als ergänzende Untersuchungsmethode wird die transorbitale Ultraschalluntersuchung, u. a. für die Bestimmung des Optikusnerv-Scheidendurchmessers und angrenzender Strukturen mit beschrieben.
Die bildgesteuerte Strahlentherapie mittels MR-Linac-Systemen ermöglicht nicht nur eine inter- und intrafraktionelle Bewegungskorrektur, sondern auch einen täglichen Planvergleich und eine Planadaption aufgrund von Veränderungen des Tumorvolumens. Insgesamt bietet die MR-geführte Strahlentherapie viele Vorteile, allerdings sind auch Herausforderungen wie MR-Sicherheit im täglichen Arbeitsablauf und umfassende Schulungen für MTR/RT zu bewältigen.
Immer wieder werden an den Berufsfachverband für Radiologietechnologie Österreich (rtaustria) Anfragen zur Patientenaufklärung und zur Zuständigkeit bezüglich der Aufklärung gestellt. Die „Auskunftsverpflichtung“ ist explizit im MTD-Gesetz und weiters im Ärztegesetz geregelt. „Aufklärung“ als Begriff kommt in keinem der beiden Gesetze vor. Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Begrifflichkeiten und dem dahinterliegenden Bedeutungszusammenhang.
Die Nierenszintigrafie mit [99mTc]Tc-MAG3 ist ein unverzichtbares Verfahren für die Beurteilung der Abflussverhältnisse und Organfunktion der Nieren. Valide und aussagekräftige Ergebnisse setzen jedoch eine korrekte Vorbereitung, Durchführung, Auswertung und Interpretation der Untersuchung voraus. Dieser Artikel zeigt verschiedene Pitfalls auf und wie sie erkannt und vermieden werden können, um den klinischen Wert der Untersuchung zu maximieren.
Im Rahmen Ihrer Ausbildung sind die medizinischen Berufsfachschulen des Bildungszentrums vom Klinikum Oldenburg und des Elbe Klinikums Stade/Buxtehude zu einer Exkursion nach Paris aufgebrochen. Die gesamte Reise im Herbst 2024 sowie die Programmpunkte wurden von den Auszubildenden selbst organisiert. Im Mittelpunkt unserer Reise standen medizinische und radiologische Einrichtungen, die direkt mit unserer Ausbildung zu Medizinischen Technolog*innen der Radiologie (MTR) verknüpft sind. In den folgenden Abschnitten geben wir einen kleinen Überblick über unser Programm.
Medizinische Technolog*innen in der Radiologie sind sowohl für Aufnahmen mit guter Bildqualität als auch für eine möglichst geringe Patientendosis verantwortlich. In der Projektionsradiografie ermöglichen digitale Röntgensysteme dabei eine stetige Verbesserung, sind aber auch mit Risiken wie einem schleichenden Anstieg der Dosis verbunden. Um eine optimale Belichtung zu gewährleisten, ist der Dosisindikator ein unverzichtbares Werkzeug.
Angeborene Herzfehler können mittels kathetergestützter Eingriffe erfolgreich behandelt werden, jedoch weisen Kinder eine hohe Strahlensensibilität auf und in der interventionellen Kardiologie muss besonders auf Optimierungsmaßnahmen hinsichtlich des Strahlenschutzes geachtet werden. In einer retrospektiven Studie wurde der Status quo der applizierten Strahlendosis für 3 interventionelle pädiatrische Herzkathetereingriffe ermittelt.
Die Radiologie sieht sich einem zunehmenden Fachkräftemangel von MTR, u. a. aufgrund von demografischem Wandel, Strukturwandel durch Digitalisierung und geringem Bekanntheitsgrad bei Jugendlichen, gegenüber. Internationales Recruiting ist einer von mehreren Lösungsansätzen, birgt jedoch administrative und kulturelle Herausforderungen. Dieser Artikel beleuchtet die zentralen Aspekte des Recruitings und Onboardings aus dem internationalen Raum. Im Folgenden begleiten Sie eine fiktive MTR – wir nennen Sie „Maryam“ aus dem Iran bei ihrer Reise in den deutschen Arbeitsmarkt.
Die ultraschallgesteuerte Punktion und Biopsie sind minimalinvasive Verfahren ohne Anwendung ionsierender Strahlung, die bei heutigen Interventionen eine entscheidende Rolle spielen. Sie dienen der gezielten Entnahme von Gewebeproben oder der diagnostischen und therapeutischen Drainage von Flüssigkeitsansammlungen. Mithilfe der Echtzeitbildgebung durch Ultraschall können diese Eingriffe mit hoher Präzision und Sicherheit durchgeführt werden.