
Harninkontinenz ist ein wichtiges und häufiges Gesundheitsproblem, dessen Prävalenz im Alter ansteigt. Für die Betroffenen ist die Lebensqualität oftmals deutlich beeinträchtig. In der Gruppe der Älteren (≥60 Jahre) beklagen 19,3% der Frauen und 10,4% der Männer eine Harninkontinenz. Von den Frauen wird eine Belastungsinkontinenz am häufigsten beschrieben gefolgt von Harninkontinenz bei Drangsymptomen (Drang- und Mischinkontinenz). Bei den Männern kommt eine Harninkontinenz ohne Symptome einer Belastungs- oder Dranginkontinenz am häufigsten vor, gefolgt von Inkontinenz bei Drangsymptomen und Belastungsinkontinenz.
Zusammenfassung Der vorliegende Obersichtsartikel stellt die Rationale der intermittierenden Androgenblockade (IAD) zur endokrinen Therapie des Prostatakarzinoms vor. Es wird ein Oberblick uber die aktuelle Datenlage der verschiedenen Pilotstudien zur IAD gegeben. In Deutschland hat sich die Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie (AUO) des Themas angenommen und verschiedene prospektive, randomisierte Studien initiiert bzw. geplant. Bis langzeitresultate aus klinischen Studien vorliegen bleibt die IAD ein experimentelles Vorgehen. Eine Behandlung sollte nur unter Studienbedingungen erfolgen, wobei zu einer breiten Beteiligung aller onkologisch interessierten Urologen an den AUO-Studien aufgefordert wird.
Zusammenfassung Qualitätsmanagement (QM) ist ein neuer methodischer Zugang zur Qualitätsverbesserung in Einrichtungen des Gesundheitswesens. QM läßt sich als eine prozeßorientierte, umfassende, selbstverantwortliche Unternehmens- und Führungsstrategie verstehen, mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung im Sinne externer- und interner Kundenbedürfnisse unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte. Im Sinne des QM wird Qualität aus der Sicht der externen Kunden (Patienten, Einweiser, Besucher, Krankenkassen) und der internen Kunden (Kunde ist jeder Mitarbeiter, der die Leistungen anderer als Grundlage für seine Arbeit benötigt) definiert. Um festzustellen, ob die Maßnahmen des QM erfolgreich sind, bedarf es der Festlegung erreichbarer Qualitätsziele, die anhand von Qualitätsindikatoren meßbar zu gestalten sind.
Zystische Nephrome (CN) sind seltene, gutartige Tumoren der Nieren, die meistens als Zufallsbefund im Rahmen von sonographischen Routineuntersuchungen der Abdominalorgane entdeckt werden. Klinische Symptome können in Form von Flanken- oder Oberbauchbeschwerden bestehen. Die bildgebenden Verfahren (Sonographie,Computertomographie und Kernspintomographie) zeigen in der Regel einen polyzystischen Tumor unterschiedlicher Größe mit inhomogener Septierung. Eine Abgrenzung gegen ein zystisches Nierenzellkarzinom ist ohne histologische Klärung nicht möglich. Die Therapie besteht in einer kompletten Tumorexzision oder Nephrektomie. Wir berichten über 4 Patientinnen mit CN, die in den letzten 4 Jahren in unserer Klinik behandelt wurden.
Grundsätzliches zum ambulanten Operieren in der Urologie: Die Urologie als operatives Fach hat in den letzten Jahren aufgrund der Verbesserung der anästhesiologischen Möglichkeiten, des technisch-urologischen Instrumentariums und der veränderten Vita der niedergelassenen Vertragsärzte grundsätzlich eine ähnliche Entwicklung durchgemacht wie die übrigen operativen Fächer, allerdings mit dem Unterschied, dass die urologischen ambulanten Operateure erheblich weniger operieren als ihre Kollegen anderer Fachbereiche (Abb. 1).
Der Arbeitskreis Geschichte der Urologie der Fort- und Weiterbildungskommission der Deutschen Urologen hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, anhand einzelner Exponate das Interesse am Besuch des Museums zu wecken und zum andereren kurzgefasste Informationen zur Entwicklung unseres Faches zu geben. Interessierte Kollegen sind aufgerufen, an der Gestaltung dieser “Historischen Seite” mitzuarbeiten. Sie möchten sich bitte hierzu an Herrn Prof. Dr. med A.J. Gross, Marienkrankenhaus, Dr. Robert-Koch-Str. 18, 51465 Bergisch Gladbach, wenden.
Informationen sind von zentraler Bedeutung für Patienten, die Qualität der im System vorhandenen Informationssysteme ist allerdings sehr heterogen. Deshalb bedarf es einer verstärkten Bemühung von Seiten der Anbieter von Gesundheitsinformationen, aber auch staatlicher und anderer Institutionen, die Qualität zu verbessern und mittelfristig ein qualitätsgesichertes Angebot vorzuhalten. Darüber hinaus sollten die Nutzer selbst in die Lage versetzt werden, gute von schlechten Informationen zu unterscheiden.
Mehr als 1.300 Besucher diskutierten in Bamberg unter der Tagungspräsidentschaft von Prof. Dr. Peter May, Chefarzt der Urologischen Klinik des Klinikums Bamberg. Themen waren neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Diagnostik und Behandlung des unkontrollierten Harnabganges sowie der Stuhlinkontinenz.
Die bilaterale Neuromodulation der Sakralnerven ist eine Therapieoption für Patienten mit Harnblasendysfunktionen, die sich nach vielen frustranen Behandlungsversuchen bereits am “Ende der Fahnenstange” glauben. Nach neuen Modifikationen kann diese Behandlungsart jetzt auch bei ambulanten Patienten in Lokalanästhesie durchgeführt werden.