
Einleitung: Mastzellerkrankungen können über die Ausschüttung von Mastzellmediatoren allergieartige Beschwerden oder erhöhte basale Serumtryptasewerte (BST) hervorrufen. Patienten mit bisher unerklärten Beschwerden ordnen diese einer Mastzellerkrankung oder einer Histaminintoleranz (HIT) zu und sehen darin die Ursache ihrer Symptome. Methoden: Die Fachliteratur und eigene Erfahrungen wurden ausgewertet und für diese Übersichtsarbeit zusammengefasst, um spezifische Befundkonstellationen zu beschreiben, die eine Abklärung auf die im Titel benannten Erkrankungen beziehungsweise Merkmale bedürfen. Ergebnisse: Klassische Manifestationen, die einen Verdacht auf Mastozytose wecken sollten, sind typische Hautläsionen, schwere Insektengift-Anaphylaxie, idiopathische Anaphylaxie oder eine unerklärliche Osteoporose. Auch stark erhöhte BST-Werte sind ein Kriterium für eine systemische Mastozytose (SM). Die häufigste Ursache einer (oft moderat) erhöhten BST ist jedoch die hereditäre α-Tryptasämie (HαT). Bisher ist das gehäufte Auftreten einer HαT nur für schwere Insektengift-Anaphylaxie, idiopathische Anaphylaxie und Mastozytose belegt, während sich die Mehrzahl der HαT-Träger (5
Hintergrund: Nebenwirkungen von Impfstoffen sind häufig, aber die Art und Ausprägung von Reaktionen auf Impfstoffe sind bei Menschen unterschiedlich. In der Studie geht es um die Beschreibung von Impfreaktionen nach Vakzinierung mit dem COVID-19-mRNA-Impfstoff Comirnaty® (Bretovameran) und dem vektorbasierten Impfstoff Vaxzevria® (ChAdOx1-S). Ein besonderer Fokus lag auf dem Muster an Reaktionen bei Personen mit und ohne Allergie beziehungsweise Atopie. Des Weiteren interessierte, ob geschlechts- oder altersspezifische Unterschiede erkennbar waren. Hypothese: Art und Häufigkeit immunogener Impfreaktionen unterscheiden sich in Abhängigkeit von individuellen potenziell prädisponierenden Faktoren wie vorbestehenden Allergien, Atopiestatus oder Alter und Geschlecht. Methodik: Vom betriebsärztlichen Dienst des Universitätsklinikums Marburg im Rahmen der COVID-19-Pandemie im Zeitraum vom 27.12.2020 bis zum 23.4.2021 mit den Vakzinen Comirnaty® oder Vaxzevria® erstmals geimpfte Mitarbeiter erhielten einen anonymisierten Fragebogen. In diesem wurden Fragen zu dem Auftreten möglicher immunogener und allergischer Impfreaktionen sowie zu Alter, Geschlecht, vorbekannten Allergien und vorbestehenden atopischen Erkrankungen erfasst. Ergebnisse: 74,8 https://doi.org/10.1007/s40629-026-00372-0