
Climatex setzt mit Dissolvable Thread Technologies auf Disassembly als fehlenden Schritt im Kreislauf.
Die europäische Textilindustrie steht vor großen Herausforderungen: Hohe Energiepreise, steigende Arbeitskosten, strenge Umwelt- und Chemikalienregulierung sowie volatile globale Lieferketten verschärfen den internationalen Wettbewerbsdruck. Produzenten aus Asien und zunehmend auch aus dem Nahen Osten profitieren von Skaleneffekten, staatlicher Förderung und günstigeren Kostenstrukturen.
Die deutsche Textilindustrie steht vor einem Belastungstest. Allein im Jahr 2024 verzeichnete die Branche 44 Insolvenzen – ein deutlicher Hinweis darauf, wie stark selbst etablierte Unternehmen unter Kosten- und Wettbewerbsdruck geraten sind. Neben bekannten Namen wie Gerry Weber, Peek & Cloppenburg oder Esprit trifft die Situation aber auch viele mittelständische Hersteller. Nach Jahren wirtschaftlicher Unsicherheit, steigender Rohstoffkosten sowie eines merklich rückläufigen Konsums stellt sich für viele Betriebe die zentrale Frage, ob und wie sich Produktion „Made in Germany“ unter diesen Bedingungen weiterhin tragen kann. Inmitten dieser Herausforderungen rückt ein Faktor zunehmend in den Mittelpunkt, der lange eher als betriebliche Nebengröße galt: die Energiekosten.
Ziel der hier beschriebenen Arbeit ist es, einen integrierbaren Sensor für die kontinuierliche Überwachung der Wasserstoffdruckbehälter in Fahrzeugen zu entwickeln.
In Kooperation zwischen dem Campus Wieselburg der FH Wiener Neustadt, der Hochschule Hof und der Groz-Beckert KG, Albstadt, wurde eine Masterarbeit zum Thema „Pferdehaare aus dem saisonalen Fellwechsel: Rohstoffanalyse, Potentialabschätzung und textile Verarbeitung zu Vliesstoffen“ erstellt.
Im Rahmen dieses Projekts wurde ein adaptives Design biobasierter Textilhilfsmittel für hydrophobe Ausrüstungen untersucht. Hydrophobe Acrylatmonomere wurden direkt aus Pflanzenölen synthetisiert und mit kommerziell verfügbaren biobasierten Acrylatmonomeren copolymerisiert. Ein besonderer Fokus lag auf der Bewertung von Altspeiseöl als Rohstoffquelle für die Feinchemie im Vergleich zu nativen Pflanzenölen. Durch gezieltes Copolymer-Design konnten stabile wässrige Latexdispersionen hergestellt werden. Auf PES- und Baumwollgeweben zeigen die resultierenden Beschichtungen eine dauerhafte hydrophobe Wirkung und erreichen Leistungen vergleichbar mit kommerziellen Ausrüstungsprodukten.
Alginatfasern gewinnen in der Medizintechnik zunehmend an Bedeutung. Ihre Herstellung im Nassspinnverfahren stellt besondere Anforderungen an die Anlagentechnik: Aufgrund ihrer starken Wasseraufnahme zeigen die Fasern ein rutschiges Verhalten und eine ausgeprägte Neigung zum Ansaugen, was das Handling erschwert. Die Prozesschemie ist korrosiv.
Oxidkeramische Endlosfasern sind bei Weitem kein neues Material. Aber sie sind ein Material, dessen industrielle Bedeutung gerade erst beginnt, sichtbar zu werden. Vor dem Hintergrund steigenden ökologisch-ökonomischen Drucks, hitzeresistente Leichtbauteile anzufertigen, strategische Abhängigkeiten zu reduzieren und Marktnachfragen zu bedienen, rückt der Aspekt der Industrialisierung von Know-how verstärkt in den Vordergrund. Vielleicht liegt die eigentliche Innovation nicht nur in einer neuen Faserchemie, sondern auch in der Fähigkeit, diese Materialien wirtschaftlich, reproduzierbar und in großem Maßstab verfügbar zu machen.
Die Anforderungen an Gebäude und Infrastruktur wachsen. Bauwerke sollen heute nicht nur sicher, langlebig und wirtschaftlich, sondern zunehmend auch nachhaltig, ressourceneffizient und intelligent sein. Gefragt sind Systeme, die ihren Zustand kontinuierlich erfassen, Belastungen frühzeitig sichtbar machen und Wartung planbarer gestalten. Smart Textiles bieten dafür einen vielversprechenden Ansatz: Sie integrieren Sensorik und Funktion direkt in textile Strukturen und machen so aus einem Material einen aktiven Bestandteil des Bauwerks.
Bei der Herstellung textiler Strukturen aus nicht ausgerichteten Faserbündeln wie Garnen oder Vliesstoffen sind die Eigenschaften der Fasern und insbesondere auch die Reibung zwischen ihnen entscheidend für die Qualität des Endprodukts. In der Textiltechnik nimmt die Reibung eine fundamentale, jedoch ambivalente Rolle ein.
In diesem Beitrag werden das Prinzip der Spinnvliestechnologie und die besonderen Eigenschaften der Barmag-Produktlinie Neumag Nonwoven Spunbond Technology für Geotextil-Vliesanwendungen vorgestellt. Der Hauptvorteil der integrierten Inline-Produktion von High-End-Produkten vom Chip bis zur Rollenware liegt nicht nur in der vollständigen Kontrolle aller Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Umwandlung von Polymerchips in Vliesstoffe, sondern auch in den wirtschaftlichen Einsparungen, die mit dieser direkten Verarbeitung verbunden sind.
Wetterextreme treten im Zuge des Klimawandels häufiger auf: Europa erlebt Wintereinbrüche, wie man sie längst vergessen glaubte. Auf Baustellen, in der Energieversorgung und im Transportwesen stehen Arbeiter stundenlang im Freien – häufig bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Besonders herausfordernd sind dabei Tätigkeiten mit wechselnden Belastungen: mal körperlich anstrengend, mal statisch, dazu Wind, Nässe oder Pausen im Freien.
Die Diskussion um Nachhaltigkeit in der Textilindustrie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert: weg von freiwilligen Maßnahmen hin zu klaren Berichtspflichten und überprüfbaren Kennzahlen. Mit der Umsetzung der EU-Ökodesign-Verordnung, der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) steigen die Anforderungen an die Überwachung und Dokumentation von Energieverbrauch und Emissionen entlang der textilen Produktionsprozesse. Für viele Unternehmen bedeutet das einen strukturellen Umbruch: Daten, die bislang dezentral oder gar nicht erhoben wurden, müssen künftig konsolidiert, nachvollziehbar und regelkonform bereitgestellt werden – oft bis auf die Ebene einzelner Aufträge oder Produktchargen. Der daraus entstehende Handlungsdruck betrifft nicht nur Konzerne, sondern zunehmend auch mittelständische Produktionsbetriebe mit global vernetzten Kunden.
Strengere Arbeitsschutzvorschriften, ein steigendes Bewusstsein für persönliche Schutzausrüstung (PSA) und Fortschritte in der Textiltechnologie: Der Markt für Schutzbekleidung wird von 2025 bis 2035 voraussichtlich ein deutliches Wachstum verzeichnen. Future Market Insight Inc. geht davon aus, dass sich der PSA-Markt von 13,5 Mrd. US$ im Jahr 2025 auf 25,7 Mrd. $ im Jahr 2035 nahezu verdoppeln wird.
Arbeiten in großen Höhen zählen zu den gefährlichsten Tätigkeiten in Industrie und Handwerk. Im Jahr 2020 ereigneten sich in Deutschland etwa 35.000 Absturzunfälle mit 60 Todesfällen.
Die Automobilindustrie steht unter Druck, ihre Wertschöpfungsketten nachhaltiger zu gestalten. Damit rückt das Thema Innenraumgestaltung und insbesondere das Textilrecycling in den Vordergrund. Sitze, Dachhimmel, Türverkleidungen, Instrumententafeln, Teppiche und Kofferraumauskleidungen bestehen aus hochwertigen Materialien, deren systematische materielle Rückführung bislang kaum industriell umgesetzt wurde. Doch neue Konzepte, Materialien und Akteure bringen Bewegung in den Markt.
Hanf wird seit Tausenden von Jahren angebaut, erhält aber erst seit Kurzem mehr Aufmerksamkeit. Neben seinen sehr guten Eigenschaften für technische und Bekleidungstextilien und seinem sehr geringen CO2-Fußabdruck erhalten auch seine Inhaltsstoffe immer stärkere Beachtung. Im Gegensatz zum Tetrahydrocannabinol (THC) besitzt Cannabidiol (CBD) als nichtpsychoaktives Cannabinoid eine Reihe positiver pharmakologischer Wirkungen, darunter entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Der Artikel beschreibt die Entwicklung eines nachhaltigen Kosmetotextils mit hohem CBD-Gehalt.