
Im vorliegenden Artikel wurden die Herausforderungen und Möglichkeiten im Bereich der Archivierung und Bewertung von Baudossiers des ehemaligen Hochbauamts Basel-Stadt detailliert untersucht. Der Fokus lag dabei auf der Frage, wie Baudossiers sowohl aus Sicht des Hochbauamts als auch des Staatsarchivs bewertet werden. Dabei wurden mehrere Aspekte beleuchtet, darunter die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Anforderungen an die langzeitliche Aufbewahrung und Wiederauffindbarkeit der Dossiers und die spezifischen Interessen der beteiligten Institutionen.Die Analyse der Aktenbestände des ehemaligen Hochbauamts hat gezeigt, dass die zentrale Herausforderung bei der Archivierung der Bauprojektdossiers in der enormen Menge und Komplexität der Dokumentationen besteht, die über lange Zeiträume hinweg aufbewahrt werden müssen. Dies erfordert nicht nur eine sorgfältige Planung und Organisation, sondern auch die Entwicklung spezifischer Bewertungskriterien, die den unterschiedlichen Bedürfnissen von Behördenarchiven und Staatsarchiven gerecht werden. Die Analyse zeigt, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren, (Projektleiter Hochbau, Records Manager, Rechtsdienst und Archivaren) unerlässlich ist.
Dieser Artikel präsentiert eine sowohl theoretische wie anwendungsbezogene Reflexion über die Einführung eines Kulturvermittlungs-Angebots am Standort Unithèque der Bibliothèque cantonale et universitaire de Lausanne (BCUL). Er stützt sich auf die strategische Rolle der Bibliothek im kulturellen Ökosystem des Universitätscampus von Dorigny, um eine Bestandesaufnahme des aktuellen Vermittlungsangebots zu machen und gezielte Wege zu dessen Ausbau zu formulieren. Zwei theoretische Ansätze der Kulturvermittlung ermöglichen es, die Bibliothek als Dritten Ort zu denken, der die Teilhabe, den Dialog und die Aneignung der historischen und wissenschaftlichen Bestände begünstigt. Der Artikel identifiziert die betroffenen Benutzenden, die möglichen Partnerschaften und plädiert für einen kollaborativen Ansatz für das Kulturprogramm. Er endet mit konkreten Umsetzungsvorschlägen sowie mit einer Abschätzung der personellen und materiellen Ressourcen, die für den Projekterfolg notwendig sind.
Dieser Artikel untersucht die Thematik der kulturellen Integration im Bereich der Erhaltung des Kulturerbes, der Kultur und der Informationswissenschaften am Beispiel des barrierefreien Zugangs, befasst sich also insbesondere mit der Frage, wie Archive, Bibliotheken und Museen in der Westschweiz für Menschen mit Behinderungen zugänglich gemacht werden können. Zunächst bietet der Artikel eine Bestandsaufnahme der aktuellen rechtlichen und politischen Situation in der Schweiz rund um die Themen Behinderung, Barrierefreiheit und kulturelle Integration. Anschließend werden wesentliche Elemente der Barrierefreiheit erörtert, die Archiven, Bibliotheken und Museen gemeinsam sind, und die spezifischen Aspekte der einzelnen Institutionen und ihrer Aufgaben beleuchtet. Eine Umfrage und ein Interview identifizieren die praktischen Erfahrungen einiger Archive, Bibliotheken und Museen in der Westschweiz mit dem Thema Barrierefreiheit. Schließlich unterstreicht dieser Artikel die entscheidende Rolle, die Archive, Bibliotheken und Museen bei der Integration von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft und bei der Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit für die Themen Behinderung, Barrierefreiheit und kulturelle Integration spielen. Sein Ziel ist es, die Diskussion zu eröffnen und einen ersten Beitrag zur Forschung über die Thematik der kulturellen Integration im Bereich der Informationswissenschaften und der Erhaltung des Kulturerbes in der Schweiz zu leisten.
Lange war die inhaltliche Erschliessung (Klassifizierung, Sichtung, Analyse, Beschreibung) von archivischen Altbeständen bevorzugte Tätigkeit von Archivaren. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Lage geändert. Der Beruf hat sich gewandelt, um den vielfältigen Herausforderungen einer digitalen und informationsbasierten Gesellschaft gerecht zu werden. Die Tätigkeiten haben sich diversifiziert und neue Anforderungen sind entstanden. Was ist aus dieser traditionellen Aufgabe in diesem grossen und notwendigen Umbruch geworden? Ist sie noch eine zeitgemässe Aufgabe der Archive? Wenn ja, sind die Archive noch in der Lage, diese zu übernehmen? In der Tat erfordert die Übernahme von Archiven, die grosso modo vor 1850 entstanden sind, spezifische Kompetenzen, da diese Dokumente Schwierigkeiten aufweisen, die ihr Verständnis erschweren (alte Schriften und Sprachen, historischer Kontext usw.). Mehrere Signale deuten jedoch darauf hin, dass diese Kompetenzen heute immer seltener werden, mit dem damit verbundenen Risiko, dass unsere Gesellschaft allmählich den Zugang zu einem sehr wertvollen Erbe verliert, das zugleich ein einzigartiger Schlüssel zu unserer Vergangenheit und Garant für die Verbindungen zwischen den Männern und Frauen von gestern, heute und morgen ist.Um diese Fragen zu beantworten, wurde eine qualitative Umfrage bei den Verantwortlichen der Staatsarchive der Welschschweiz und bei drei weiteren Institutionen durchgeführt, die alte Dokumente aufbewahren und die von der intellektuellen Bearbeitung derartiger Altbestände betroffen sein könnten. Die in semistrukturierten Interviews gewonnenen Daten ermöglichten es, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Praxis in der Suisse romande vorzunehmen und Aspekte hervorzuheben, die für eine Verbesserung des Ist-Zustands berücksichtigt werden sollten. Auf dieser Grundlage wurde eine persönliche Reflexion entwickelt, die in erster Linie als Vorschlag für eine neue Geisteshaltung gedacht ist, die eine erneuerte Herangehensweise an den Themenbereich bilden sowie als Grundlage für ein gemeinsames und kollaboratives Handeln dienen kann.
Archive engagieren sich heute auf vielfältige Art und Weise auch jenseits der «archivischen Schwelle», etwa als Fachorgane im Bereich Aktenführung oder bei der Vermittlung ihrer Bestände. Fallweise kann es auch zu Herausforderungen bei der archivischen Sicherung von Unterlagen kommen, die während längerer Zeit von Dienststellen benötigt werden oder aufgrund rechtlicher Bestimmungen mit längerfristigen Aufbewahrungsfristen belegt sind. Unter dem Paradigma des «Postkustodialismus» hat sich auch die archivtheoretische Diskussion mit der Frage beschäftigt, ob und wie im Zeitalter von (zunehmend elektronischen) Massenakten eine Archivpraxis «jenseits der Schwelle» aussehen könnte.Dieser Artikel geht anhand der rechtlichen Grundlagen und des mündlichen und schriftlichen Austauschs mit Staats- und «Amtsarchiven» der Frage nach, wie sich die diesbezügliche archivische Sicherung in den Kantonen St. Gallen, Basel-Stadt, Zürich und Wallis zwischen Theorie, Recht und Praxis gestaltet. Dabei zeigt sich, dass Archive als Orte des Zugangs zur Überlieferung keineswegs grundsätzlich an Bedeutung eingebüsst haben. Vielmehr müssen die bewährten Grundsätze archivischer Überlieferungsbildung in gewissen Fällen immer wieder neuen Gegebenheiten angepasst werden, ohne dabei das übergeordnete Ziel der Sicherstellung einer authentischen, integren und zugänglichen Überlieferung aus den Augen zu verlieren.
Die Arbeiten, die hier vorgestellt werden, sind Beispiele für die unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen und Erstausbildungen der Absolvent:innen des CAS/MAS ALIS und die grosse Breite ihrer Interessen und beruflichen Schwerpunkte.
Dans le sillage de l’affaire des adoptions illégales au Sri Lanka, éclaté au grand jour en décembre 2020, le Conseil fédéral a reconnu la gravité des faits au point de prendre la décision de principe du 29 janvier 2025 d’arrêter les adoptions internationales à l’avenir. De manière annexe, mais non moins cruciale, ces scandales posent urgemment la question de la gestion des dossiers générés pendant les procédures d’adoption. Si un accord unanime existe sur la centralité du dossier pour faire valoir un droit en lien avec l’identité, entamer une recherche d’origines et (re)constituer le récit des trajectoires de vie, force est de constater qu’il n’existe pas d’orientation claire en ce qui concerne leur gestion. En effet, la documentation rassemblée dans le cadre des procédures d’adoption internationale se hisse en vrai défi archivistique dès qu’on considère certaines problématiques telles que le repérage des dossiers, la conformité aux références légales ‒ parfois contradictoires – dans le domaine, les enjeux de la conservation et de l’accessibilité sur plusieurs générations ainsi que les compétences spécifiques à maîtriser en matière de communication lors des consultations. A cette complexité de base s’ajoute le système fédéral suisse, qui attribue la mise en œuvre des politiques publiques de l’adoption aux cantons, avec pour corollaire un foisonnement de configurations organisationnelles, de standards et de pratiques. Cet article s’attaque ainsi à cartographier, en guise de velléité nécessaire, ces multiples dimensions de complexité à l’échelle suisse. En prenant comme exemple le dispositif déployé pour répondre aux demandes des victimes de mesures de coercition à des fin d’assistance (MCFA) et de placements extrafamiliaux, une ouverture sur un modèle de gouvernance des dossiers l’adoption internationale est proposé en conclusion.
Der Artikel untersucht die aktuelle Situation der digitalen Archivierung in Kommunalarchiven der Schweiz und zeigt auf, vor welchen Herausforderungen vor allem kleinere Gemeinden stehen. Während viele kantonale Archive schon entsprechende Infrastrukturen haben oder dabei sind, diese einzuführen, fehlt es auf kommunaler Ebene häufig an Fachpersonal, finanziellen Mitteln und politischer Unterstützung. Die Untersuchung zeigt, dass eine einheitliche Lösung nicht realistisch ist. Vielmehr müssen digitale Archivierungsstrategien an die jeweiligen kommunalen Gegebenheiten angepasst werden. Vor diesem Hintergrund werden vier Szenarien für die digitale Archivierung in politischen Gemeinden vorgestellt: eigenständige Lösungen, Anbindung an Staatsarchive, kommunale Verbundmodelle sowie Kooperationen mit privatwirtschaftlichen Anbietern. Die Analyse vergleicht diese Ansätze hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit sowie ihrer organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Schweizer Gedächtnisinstitutionen bewahren in ihren Beständen Fotografien, die in kolonialen Kontexten entstanden sind und zu deren Legitimierung und Aufrechterhaltung beigetragen haben. Der vorliegende Artikel fragt nach der archivethischen Verantwortung, die mit der Zugänglichmachung dieses sensiblen Kulturerbes über Online-Kataloge, virtuelle Lesesäle und Portale einhergeht. Anlehnend an Ansätze einer postkolonialen Care-Ethik werden ethische Fragen zur Online-Präsentation kolonialer Fotografien anhand der archivethischen Verantwortung von Archivar:innen gegenüber Fotograf:innen, Fotografierten, Nutzer:innen und der Gesellschaft beleuchtet. Daran anschliessend werden konkrete Praktiken und Strategien für eine möglichst ethische und dekoloniale Gestaltung von Online-Zugängen zu kolonialen Fotografiebeständen in Schweizer Gedächtnisinstitutionen vorgeschlagen.
Die wissenschaftliche Spezialbibliothek des Gosteli-Archivs zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung, steht, wie andere Bibliotheken, vor Herausforderungen durch den digitalen Wandel und neue Bedürfnisse der Benutzer:innen und muss sich neu orientieren. Viele Bibliotheken wählten in den vergangenen Jahren den Weg der Strategie, um die eigene Situation und das Umfeld zu analysieren und Ziele für die Bewegung in die Zukunft zu definieren. Das Ziel des Artikels ist, eine Teilstrategie für die Gosteli-Bibliothek zu formulieren, die in die Gesamtstrategie der Gosteli-Stiftung eingebettet ist, um die Bibliothek aus ihrer aktuellen, eher passiven Rolle herauszuholen und sie für ein breites Publikum attraktiv zu gestalten.
Der archivische Verzeichnungsstandard RiC-CM ermöglicht die Erfassung eines Archivbestands mittels Wissensgraphen – oder Ontologien. Diese Lösung bedeutet eine deutliche Bereicherung des Verständnisses eines Bestands, und ihre Umsetzung erfordert technische Lösungen. In erster Linie wirft die archivische Verzeichnung in RiC jedoch epistemische Fragen zur Natur der Dokumente und ihrer Produktion auf, die archivwissenschaftlich beantwortet werden müssen. Am Beispiel der Erfassung eines Bestands zeigt der Artikel, wie wichtig es ist, dass sich Archivar*innen das Vokabular von RiC-CM aneignen, um auf diese Fragen antworten zu können, aber vor allem, um die Beschreibung einer Dokumentensammlung in kohärenter Weise konzeptualisieren zu können.
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat verheerende Auswirkungen auf die kulturelle Infrastruktur des Landes, darunter Archive, Bibliotheken und Dokumentationsstellen. ABD-Institutionen sind gezielten Angriffen, Plünderungen und Zerstörungen ausgesetzt. Dieser Artikel analysiert die Herausforderungen und Schutzmassnahmen, mit denen diese Einrichtungen im Krieg konfrontiert sind. Ausgehend von statistischen Daten und dokumentierten Beispielen wird aufgezeigt, wie gezielte Zerstörung von Kulturgut Teil der Kriegsstrategie ist. Die Reaktion der ABD-Institutionen erfolgt entlang drei Hauptstrategien: Evakuation von Beständen, Sicherung vor Ort und Digitalisierung. Der Beitrag diskutiert die Grenzen klassischer Notfallpläne angesichts der Komplexität militärischer Konflikte und hebt die Bedeutung internationaler Unterstützung hervor. Ziel ist es, die Resilienz kultureller Einrichtungen im Katastrophenfall zu stärken und Perspektiven für zukünftige Krisenszenarien aufzuzeigen.
Dieser Beitrag thematisiert die Herausforderungen bei der Sicherung und Finanzierung von Archiven der privaten Wirtschaft in der Schweiz und zeigt mögliche Lösungen auf. Anhand von Fallstudien zu vier Beständen, die im Schweizerischen Wirtschaftsarchiv und im Archiv für Zeitgeschichte liegen, werden verschiedene Finanzierungsmodelle analysiert. Die Studie zeigt, wie öffentliche Institutionen und private Aktenbildner gemeinsam zur Erhaltung und Vermittlung von Verbands- und Unternehmensarchiven beitragen können. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rolle von Public-Private-Partnerships und Crowdfunding als zukunftsträchtige Ansätze. Zudem wird die Bedeutung der Kooperation und Koordination zwischen den verschiedenen Archivinstitutionen betont, die sich für die Sicherung der Wirtschaftsüberlieferung einsetzen.
Dieser Artikel behandelt das Thema Pfarrarchive im Kanton Freiburg. Diese werden zur Zeit vollständig verzeichnet. Auch wenn solche Archive heute oft Privatarchiven gleichgestellt werden, haben sie dennoch eine Bedeutung als öffentliche Archive (insbesondere die älteren derartigen Archive), wenn man den Entstehungskontext betrachtet. Vor 1876 galten die Kirchenbücher (Taufen, Ehen, Todesfälle) beispielsweise als Zivilstandsregister und stellen sehr oft die einzigen Spuren des individuellen Lebens dar.Nach einer historischen Einführung in die Pfarrei als Aktenproduzentin durch die Jahrhunderte (strukturelle Entwicklungen, Trennung von Pfarrei und politischer Gemeinde in der Moderne) präsentiert dieser Artikel die Verzeichnung der Pfarreiarchive im Kanton Freiburg. Er beleuchtet die bisherige Verzeichnung, erste Resultate des Projekts 2023-2028, die angewandte Methode und die Grenzen der Nachbearbeitung. Die Phase der Bearbeitung der Pfarreiarchive wird ebenfalls behandelt: gesetzliche Grundlagen und bisherige Richtlinien, traditionelle Etappen des archivischen Lebenszyklus (Ablieferung, Erschliessung, Bewertung, Bearbeitung und Verpackung), aktive Mitarbeit der Pfarreiarchive in diesem Prozess. Der Artikel endet mit einem Blick auf gewisse noch ungeklärte Bereiche, die neue Perspektiven des Projekts eröffnen: audiovisuelle Archive, Bibliotheken des Klerus und der Pfarreien sowie die digitale Archivierung in den Pfarreien.
Die Überlieferungsbildung im Bereich der staatlichen Behörden und öffentlich-rechtlichen Anstalten ist für ein kantonales Archiv der Kern seiner Tätigkeit. Der Beitrag untersucht die Funktion «staatliche Überlieferungsbildung» (ÜB) am Beispiel des Staatsarchivs Graubünden (StAGR) und formuliert Vorschläge für aktuelle Handlungsfelder, die die erfolgreiche Arbeit des StAGR in der staatlichen ÜB in den kommenden Jahren unterstützen sollen. Sie werden in sechs Grundsätzen dargestellt und zur aktuellen offiziellen Strategie des StAGR ins Verhältnis gesetzt. Am Anfang steht die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, wobei unter anderem das Thema Bewertungshoheit und das Verhältnis von Anbietepflicht und gesetzlichen Löschvorgaben behandelt werden. Weitere Kapitel beschäftigen sich mit Vorschlägen zum pragmatischen Vorgehen bei der Abwicklung von Ablieferungen und der Arbeit im vorarchivischen Bereich. Zwei Abschnitte zur Bewertungstheorie thematisieren das Verhältnis von Informations- und Evidenzwert mit Fokus auf digitale Übernahmen und werben für die Konzentration auf die Information im Gegensatz zu ihrer flüchtigen digitalen äusseren Form. Der abschliessende Grundsatz widmet sich dem Thema Evaluation der eigenen Tätigkeit.
Trois contributions viennent clore ce volume de travaux du Certificat/Master en archivistique, bibliothéconomie et sciences de l’information. Toutes trois ont pour ambition de progresser à la fois dans la compréhension théorique des enjeux d’une situation donnée que dans les pratiques déjà existantes ou à élaborer.
Die staatliche Kulturförderung setzt wegen ihrer Subsidiarität per Definition erst im Falle eines Marktversagens ein. Dennoch haben die vom New Public Management inspirierten Leistungsvereinbarungen im vergangenen Jahrzehnt reichlich Eingang in den Bereich der Kulturförderung gefunden. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie eine solche Hochzeit zwischen der betriebswirtschaftlichen Logik und den ideellen sowie immateriellen Werten der Kultur möglich ist, und welchen Rahmenbedingungen dabei Rechnung getragen werden muss.