
Eine 91-jährige Seniorin hat seit sieben Jahren als einzige Ernährungsgrundlage eine vollbilanzierte Sondenkost, hergestellt aus Nahrungsmitteln, mit überraschend gutem Ergebnis. Der Erfolg dieser Ernährungstherapie zeigt sich in einer stabilen Gesundheit, Lebensfreude und der wiedererlangten Mobilität mit der Möglichkeit zur sozialen Teilnahme. Die rechtzeitige Entscheidung zu einer kontinuierlichen non-oralen parenteralen Nahrungs- und Flüssigkeitssubstitution vor Beginn einer Gefährdung der Seniorin durch die Folgen einer katabolen Stoffwechsellage stellt all jene Publikationen und Diskussionsbeiträge in Frage, die sich bei Demenzkranken mit einem Ernährungsrisiko gegen den rechtzeitigen Einsatz einer adäquaten non-oralen enteralen Nahrungsgabe stellen.