
Im Rahmen einer Gala in Berlin ist der von Springer Medizin gestiftete Galenus-von-Pergamon-Preis für pharmazeutische Innovationen verliehen worden. Mit dem CharityAward wurde außerdem ehrenamtliches Engagement gewürdigt.
Die Bedeutung der minimalen Resterkrankung (MRD) wird noch weiter steigen, etwa für die Bewertung der Therapiewirksamkeit
Die Europäische Kommission hat für Blinatumomab (Blincyto®) eine Zulassungserweiterung erteilt. Das teilte Amgen mit. Blincyto® ist nun als Monotherapie zur Behandlung von Kindern im Alter von ≥ 1 Jahr mit PhiladelphiaChromosomnegativer, CD19-positiver B-Zell-Vorläufer-ALL(akuter lymphatischer Leukämie) zugelassen. Die Zulassung gilt für Patienten, deren ALL refraktär oder rezidiviert ist, nach ≥ 2 vorherigen erapien oder einer vorherigen allogenen Stammzelltransplantation. Grundlage der Zulassungserweiterung sind Daten der einarmigen, oenen Phase-I/II-Studie 205. In dieser Studie hätten 27/70 Patienten (39 %) eine komplette Remission bzw. ein komplettes Ansprechen mit partieller hämatologischer Erholung binnen zwei Behandlungszyklen erreicht. 14/27 Patienten (52 %) erfuhren eine komplette molekulare Remission (MRD-Negativität). red.
Ergebnisse der Phase-III-Studie MURANO belegen den Nutzen von Venetoclax kombiniert mit Rituximab in der Behandlung der rezidivierenden/refraktären chronischen lymphatischen Leukämie.
Niraparib (Zejula®) sei der erste orale, einmal täglich einzunehmende PARP („poly-(ADP-ribose) polymerase“)-Inhibitor für die erapie von Patientinnen mit rezidiviertem, platinsensitivem Ovarialkarzinom, der gemäß Phase-IIIStudiendaten unabhängig vom BRCAMutationsstatus wirksam sei und Biomarker-unabhängig eingesetzt werden könne. Das teilte Tesaro mit. Basierend auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie NOVA [Mirza MR et al. N Engl J Med. 2016;375(22):21542164] ist Niraparib seit November 2017 durch die Europäische ArzneimittelAgentur EMA zugelassen. Die Zulassung bezieht sich auf Patientinnen, die an einem gering di¡erenzierten serösen Karzinom der Ovarien, der Tuben oder einer primären Peritonealkarzinose leiden und deren Erkrankung nach Ansprechen auf eine platinbasierte erapie rezidiviert ist. red.
Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) war unter Pembrolizumab (Keytruda®) länger (10,3 vs. 6 Monate; Hazard Ratio [HR] 0,5) und die Gesamtansprechrate (ORR) höher als in der Chemotherapiegruppe (ORR 45 vs. 29 %). Zudem war das Gesamtüberleben unter der Pembrolizumab-erapie um mehr als ein Jahr länger (30,0 vs. 14,2 Monate) [Brahmer JR et al. WCLC. 2017;Abstr OA 17.06]. erapiebezogene Nebenwirkungen traten laut Jürgen Wolf, Köln, trotz der längeren Expositionsdauer unter Pembrolizumab (7 vs. 3,5 Monate) deutlich seltener auf als im Chemotherapiearm. Die erapie sollte mit Pembrolizumab gestartet und ggf. später eine Chemotherapie angeschlossen werden – diese Reihenfolge sei günstiger, wie Auswertungen des GesamtPFS belegten: Bei Beginn mit Pembrolizumab konnte ein PFS von 18,3 Monaten erreicht werden, während bei Umkehr der Sequenz nur 8,4 Monate erzielt wurden. Wolf unterstrich die Bedeutung einer frühen PD-L1-Testung und bedauerte, dass noch immer etwa ein Drittel der Patienten nicht getestet würden. Susanne Pickl
Auf dem ASH 2017 wurden die neuen Daten von drei gepoolten Langzeitstudien zu Patienten mit rezidiviertem/refraktärem Mantelzelllymphom (rrMCL) präsentiert [Rule S et al. ASH. 2017; Abstr 151]. Zusammen analysiert wurden Daten der Phase-II-Studien PCYC1104 und SPARK sowie der Phase-IIIStudie RAY. Die mediane Beobachtungszeit betrug 3,5 Jahre. Die Ergebnisse konnten die Eektivität von Ibrutinib (Imbruvica®) bei rrMCLPatienten untermauern: Die IbrutinibGabe in der Zweitlinie war mit einem 4-mal längeren medianen progressionsfreien Überleben assoziiert als ab der Drittlinie (33,6 vs. 8,4 Monate, p-Wert: k. A.). Auch lebten Patienten in der Zweitlinie im Median über 13 Monate länger als jene in späteren ¢erapielinien (36,0 vs. 22,5 Monate, p-Wert: k. A.). Gleichzeitig war die ¢erapie gut verträglich. red.
Die Europäische Kommission hat für Blinatumomab (Blincyto®) eine Zulassungserweiterung erteilt. Das teilte Amgen mit. Blincyto® ist nun als Monotherapie zur Behandlung von Kindern im Alter von ≥ 1 Jahr mit PhiladelphiaChromosomnegativer, CD19-positiver B-Zell-Vorläufer-ALL(akuter lymphatischer Leukämie) zugelassen. Die Zulassung gilt für Patienten, deren ALL refraktär oder rezidiviert ist, nach ≥ 2 vorherigen erapien oder einer vorherigen allogenen Stammzelltransplantation. Grundlage der Zulassungserweiterung sind Daten der einarmigen, oenen Phase-I/II-Studie 205. In dieser Studie hätten 27/70 Patienten (39 %) eine komplette Remission bzw. ein komplettes Ansprechen mit partieller hämatologischer Erholung binnen zwei Behandlungszyklen erreicht. 14/27 Patienten (52 %) erfuhren eine komplette molekulare Remission (MRD-Negativität). red.
Ergebnisse der laufenden Phase-II-Studien ENESTfreedom und ENESTop weisen darauf hin, dass sich ein Absetzen des Tyrosinkinaseinhibitors Nilotinib (Tasigna®) auf den langfristigen Erkrankungsverlauf bei Patienten mit chronisch myeloischer Leukämie (CML) in chronischer Phase günstig auswirkt. Voraussetzung ist eine anhaltende tiefe molekulare Remission (MR4,5) [Saglio G et al. ASH. 2017;Abstr 1598]. Bei Verlust des Ansprechens nach dem Absetzen war die erneute Nilotinib-erapie erfolgreich: Nahezu alle Patienten erreichten wieder eine MMR („major molecular response“) und fast 90 % eine MR4,5. Die Raten unerwünschter Ereignisse waren vergleichbar oder niedriger während der therapiefreien Remission (TFR) versus Konsolidierungsphase, abgesehen von vorübergehenden muskuloskeletalen Schmerzen, die mit nichtsteroidalen Antiphlogistika beherrschbar waren. red.
Ex vivo modifizierte und expandierte T-Zellen sind bei hämatologischen Neoplasien durchaus erfolgreich. Verschiedene Ansätze stehen dabei zur Verfügung.