
Nach dem Modell der Salutogenese hängt die Gesundheit eines Menschen wesentlich davon ab, inwieweit er in der Lage ist, seine ureigenen Ressourcen zu nutzen. In der folgenden Ausführung wird dieser Gedanke am Beispiel der Gestaltung des eigenen Wohnraums entwickelt: In gleichem Maße, wie ungünstige Lebensbedingungen Krankheiten begünstigen können, kann die Optimierung des eigenen Zuhauses die Gesunderhaltung fördern.
Teil 1 der Artikelfolge über anthroposophische Medizin erläuterte die historischen Wurzeln, das Menschenverständnis und den Gegenwartsbezug der anthroposophisch-medizinischen Bewegung. Die Aufbau- und Formprozesse des menschlichen Organismus waren das Thema von Teil 2. In diesem Heft schließen Ausführungen zu den Krankheitsursachen, zum Krankheits- und Heilungsbegriff und zum spirituellen Ausbildungsweg des anthroposophischen Arztes die Serie ab.
In den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts starteten groß angelegte internationale Studien, die sich mit der Krankheitsprävention durch gesunde Ernährung befassen – mit neuer Methodik und Standardisierung der Evaluationsprozesse. Für den zweiten Report des World Cancer Research Fund (WCRF) wurden unter strengen Kriterien 7.000 Studien ausgewählt und bewertet. Das Ergebnis sind sehr signifikante evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen.
Patienten mit körperlichen Beschwerden ohne Organbefund machen in der ärztlichen Praxis einen Großteil des Patientenaufkommens aus. Die vorgestellte Neuerscheinung „Somatoforme und funktionelle Störungen” hat die Intention, eine integrative Perspektive auf die Behandlung von Patienten mit solchen somatoformen Symptomen zu vermitteln. Der vorliegende Vorabdruck bezieht sich auf das Kapitel 5.3 „Funktionelle kardiovaskuläre Symptomatik”.
Sonnenlicht hat vielfältige positive Effekte, insbesondere im Zusammenhang mit der Bildung von Vitamin D. Wer hier nachhaltigen Nutzen ziehen will, setzt bisher gleichzeitig die Haut schädlicher UVA-Strahlung aus. UV-Strahlung führt zu einer vermehrten Produktion von Sauerstoffradikalen, die die Haut altern lassen. Hier können UV-Filterfolien helfen, Schädigung durch UVA-Strahlung zu vermindern.
Die Makuladegeneration ist eine der chronischen Zivilisationserkrankungen, die mit zunehmendem Alter häufiger auftritt und die Hauptursache für Erblindungen im hohen Alter ist. Einige Studien weisen darauf hin, dass sich das Fortschreiten der Erkrankung durch Gabe hoch dosierter Antioxidanzien verlangsamen lässt. Durch individuelle Anpassung der Dosierung lässt sich die Zerstörung der Netzhaut in vielen Fällen sogar aufhalten.
Die organbezogene Zuordnung klinischer Symptome kann bei kausaler Betrachtungsweise biochemischer und molekularbiologischer Zusammenhänge nicht mehr aufrechterhalten werden. Prof. Martin L. Pall und Dr. Bodo Kuklinski haben deutlich gemacht, dass chronische Erkrankungen nahezu immer Teil von Multisystemerkrankungen sind, die in ihrer typischen Symptomenvielfalt als Konsequenz von Nitrosativem Stress zu verstehen sind.
Der Morbus Morbihan ist eine Sonderform der Rosacea und kommt gehäuft bei Patienten mit allergischem Hintergrund (häufig Milbenallergie) vor. Die schulmedizinische Behandlung beschränkt sich auf die Gabe von Isotretinoin und ist häufig nicht zufriedenstellend. Der hier vorgestellte Fall verdeutlicht, dass eine kausale Therapie sowohl auf neurovegetativem Wege als auch mittels Immunmodulation effektiv möglich ist.
Seit Jahrhunderten werden Weißdornextrakte zur Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen angewendet. Neuere Studien weisen die kardioprotektive Wirkungen nach, die komplexen Wirkmechanismen sind zum Teil aufgeklärt. So wirkt Weißdorn am Herzen z.B. über einen cAMP-unabhängigen Mechanismus positiv-inotrop. Über eine gesteigerte endotheliale Stickstoffmonoxid-Freisetzung wird die koronare Durchblutung gesteigert.
Der Energiemangel ist nicht nur ein globales Problem, sondern in immer größerem Umfang ein individuelles. Burn-out und Überforderungssyndrom sind mittlerweile in aller Munde. Oftmals ist das Problem ein blockierter Energiehaushalt. Dieser Beitrag stellt einen ganzheitlichen Ansatz vor, um Darmmilieu, Leberstoffwechsel und Säure-Basen-Haushalt nachhaltig zu regenerieren und so Energie zurückzugewinnen. Neben einer gesunden Ernährungs- und Lebensweise spielen dabei Milchsäure-Präbiotika und Citrate eine grundlegende Rolle.
Die anthroposophische Medizin wurde von Rudolf Steiner wissenschaftlich begründet und gemeinsam mit der Ärztin Ita Wegmann in die ärztliche Praxis eingeführt. Aus diesen Anfängen hat sich die heutige anthroposophisch-medizinische Bewegung entwickelt. Sie versteht sich als eine Erweiterung, nicht als eine Alternative zur Schulmedizin. Unsere Artikelfolge gibt einen umrisshaften Überblick über diese besondere Therapierichtung.
Im ersten Teil dieses Beitrages wurden erkenntnistheoretische Grundlagen vermittelt, anhand derer ein besseres Verständnis der Konzepte „Adaptation” und „Robustheit” und damit des Wesens therapeutischer Prozesse zu erlangen ist. Teil 2 stellt den Zusammenhang zu einem weiteren Konzept her: dem der Netzwerk-Pathologien. So kann gezeigt werden, dass die heutige Form der Medizin tendenziell die Adaptationsfähigkeit des Organismus vermindert.
Knorpeldegenerationen, auch als Folge von Band- und Meniskusläsionen im Kniegelenk, sind keine Seltenheit und fast immer multifaktoriell bedingt. Die funktionelle Entität aktiver und passiver Strukturen des Stütz- und Bewegungsapparates scheint dabei die entscheidende Rolle bei einer Beschwerdeverbesserung zu spielen. Neben möglichen operativen Interventionen wird u.a. auch die Supplementierung von Hyaluronsäureprodukten als adjuvante Therapie eingesetzt. Dabei besteht Bedarf, die postulierte Wirksamkeit zur unterstützenden Reduktion degenerationsbedingter Gelenkschmerzen zu erforschen. Die vorliegende Studie soll einen dahin gehenden Forschungsbeitrag leisten. Im Rahmen einer Interventionsstudie zur Wirksamkeit des Hyaluronsäure-Chondroitin-Komplexpräparates DuoVital® als adjuvante Therapie wurden Patienten mit Funktionseinschränkungen infolge von Strukturschäden im Knie untersucht. Alle Patienten unterzogen sich einer Arthroskopie. Die Untersuchungen erfolgten im randomisierten Kontrollgruppendesign prä- und postoperativ. Als Assessment-Tool wurde der WOMAC-Schmerzfragebogen eingesetzt. Zum Vergleich der Untersuchungszeitpunkte wurden Summenscores der Punktwerte des WOMAC-Fragebogens berechnet. Im weiteren Auswerteverlauf wurde überprüft, ob sich Punktwerte bezogen auf die Gruppenmittelwerte signifikant verändern. Im Vergleich der Interventionsgruppe zur Kontrollgruppe zeigten sich zu allen Untersuchungszeitpunkten signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen. Die Probanden der Interventionsgruppe, die zusätzlich zur operativen Intervention das Hyaluronsäureprodukt einnahmen, gaben deutlich weniger Funktionseinschränkungen postoperativ an als die Probanden der Kontrollgruppe. Schmerzen konnten innerhalb der Interventionsgruppe häufiger reduziert werden. Die durchgeführten Untersuchungen haben gezeigt, dass es bei den untersuchten Probanden einen statistisch signifikanten Einfluss des Hyaluronsäure-Chondroitin-Komplex-Produktes auf die Reduktion von Schmerzen gibt. Somit kann geschlussfolgert werden, dass durch Therapiekombination aus Arthroskopie und Einnahme des Hyaluronsäure-Chondroitin-Komplex-Produktes positivere Effekte in Bezug auf eine Schmerzlinderung erzielt werden können als bei alleiniger operativer Versorgung. Der Einsatz dieses Produktes kann demnach als sinnvolle Therapieergänzung zur operativen Versorgung betrachtet werden. Cartilage degenerations, also as a possible consequence of lesions of the ligaments and the meniscus in the knee joint, are not rarely to be found and almost always multifactorally caused. Thus the functional entity of active and passive structures of the skeletal and muscle systems seems to play the decisive role in the improvement of discomfort. In addition to possible surgical interventions, the supplementation of hyaluronic acid products is applied as adjuvant therapy. Therefore it is required to do research on the postulated effectiveness in connection with the reduction of arthralgia caused by degeneration. The present study shall contribute to that research. The effectiveness of the hyaluronic acid-chondroitin complex product DuoVital® as an adjuvant therapy in patients with functional restrictions as a result of structural damages in the knee was investigated within the framework of an intervention study. All patients underwent an arthroscopy. The investigations in the randomised control group design were carried out pre- and postoperatively. The pain questionnaire WOMAC was used as an assessment tool. For the purpose of comparison of the several points of time of assessment the sum scores of the point values of the WOMAC questionnaire were calculated. During the course of investigation it was reviewed, whether the point values had significantly changed in comparison to the group average. In comparison to the control group, the intervention group showed significant differences at all times of assessment. The probands of the intervention group who took the hyaluronic acid product in addition to the surgical intervention confirmed considerably less postoperational functional restrictions than those of the control group. Pain could be reduced more frequently within the control group. The investigations carried out have shown that there is a statistically significant influence of the hyaluronic acid product on the probands with respect to pain reduction. Thus it can be concluded that by a therapy combination of arthroscopy and the application of the hyaluronic acid-chondroitin complex product there can be achieved more positive effects with regard to pain reduction in comparison to an exclusively surgical treatment. Consequently the application of the hyaluronic acid-chondroitin complex product can be considered as a reasonable completion of surgical care.
Koetter U, Schrader E, Käufeler R, Brattström A: A randomized, double blind, placebo controlled, prospective clinical study to demonstrate clinical efficacy of a fixed valerian hops extract combination (ZE 91019) in patients suffering from non-organic sleep disorder. Phytother Res 2007; 21: 847-851.