
Zusammenfassung Das prämenstruelle Syndrom (PMS) stellt eine weit verbreitete gesundheitliche Herausforderung für Frauen im gebärfähigen Alter dar. Es ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl physischer, psychischer und sozialer Beschwerden, die sich insbesondere in der Lutealphase manifestieren. Neben hormonellen Schwankungen wird zunehmend die Rolle der Ernährung als potenzieller Einflussfaktor für die Intensität und Wahrnehmung von prämenstruellen Symptomen untersucht. Unklar ist allerdings, wie viele Frauen ernährungsbezogene Beschwerden haben und welche Nahrungsfaktoren hierbei eine Rolle spielen. Mithilfe einer systematischen Befragung von 368 Frauen sollten die Prävalenz und die häufigsten prämenstruellen Symptome erfasst werden. Zudem wurden Veränderungen im Ernährungsverhalten während der Menstruation und Lutealphase analysiert, um mögliche Zusammenhänge zu identifizieren. Die Auswertung der Umfrage zeigte, dass über 90% der Frauen von prämenstruellen Beschwerden betroffen sind, die häufig zu sozialen und beruflichen Beeinträchtigungen führen. Die am häufigsten genannten Symptome waren Verdauungsprobleme, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Zudem berichteten 81% der Frauen, ihr Ernährungsverhalten zu verändern, insbesondere durch einen erhöhten Konsum zuckerhaltiger, kohlenhydratreicher und fettreicher Lebensmittel. Zusammenfassend zeigt die Studie, dass vier Fünftel der befragten Frauen, überwiegend jüngere Teilnehmerinnen, unter zyklusabhängigen Beschwerden mit negativen Auswirkungen auf das Ernährungsverhalten leiden. Die Daten unterstreichen den Bedarf an spezifischen Ernährungsinterventionen beim prämenstruellen Syndrom, um zyklusabhängige Ernährungsungleichgewichte zu reduzieren und das Wohlbefinden zu verbessern. Die Ergebnisse liefern erste Hinweise auf zyklusabhängige Veränderungen des Ernährungsverhaltens und verdeutlichen den Bedarf an weiteren analytischen Untersuchungen, um die Rolle der Ernährung bei PMS-bedingten Beschwerden gezielter zu verstehen.
Zusammenfassung Bei Menschen mit Adipositas besteht sehr häufig eine Metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD). Diese kann über eine Steatohepatitis (MASH) und die Entwicklung einer Leberfibrose zur Leberzirrhose und ihren Komplikationen, wie etwa Leberdekompensation oder Leberzellkrebs, fortschreiten und ist weiterhin mit einer Risikoerhöhung für kardiovaskuläre, metabolische und renale Folgeerkrankungen sowie für extrahepatische Malignome assoziiert. Neben der Lebensstilintervention stehen mittlerweile mit Resmetirom, medikamentösen Therapien zur Gewichtsreduktion und der bariatrischen Chirurgie effektive Therapieoptionen der MASH zur Verfügung, weshalb Risikopersonen mittels nicht-invasiver Tests frühzeitig identifiziert werden sollten, um sie einer effektiven Therapie zuzuführen. In dieser Übersicht fassen wir die aktuelle Evidenz zum diagnostischen und therapeutischen Management der MASLD zusammen.
Zusammenfassung Das Dumping-Syndrom ist eine häufige Komplikation nach chirurgischen Eingriffen am oberen Gastrointestinaltrakt und kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken. Die Prävalenz ist abhängig von Art und Umfang der zugrunde liegenden Operation. In der Literatur variieren die Angaben zur Prävalenz aufgrund uneinheitlicher Definitionen. Beim Dumping-Syndrom handelt es sich um ein Cluster von verschiedenen Symptomen, die alle ausschließlich nach Nahrungsaufnahme auftreten. Je nach Zeitspanne bis zum Eintritt der Symptome wird zwischen Frühdumping und Spätdumping unterschieden. Die Symptome reichen von gastrointestinalen Beschwerden wie Meteorismus und Diarrhö, über kardiovaskuläre Beschwerden wie Tachykardie bis hin zur sogenannten reaktiven Hypoglykämie. Zur Diagnostik stehen neben dem zentralen Anamnesegespräch noch weitere Optionen wie symptombasierte Fragebögen oder Funktionstests zur Verfügung, die allerdings bisher unzureichend validiert sind. Die Grundlage der therapeutischen Maßnahmen ist immer eine umfassende Ernährungsberatung/ -schulung. Die diätetischen Maßnahmen können bei Bedarf um Ballaststoffpräparate und weitere pharmakologische Therapien erweitert werden. Hierzu zählen u.a. Acarbose oder Somatostatin-Analoga. Weitere medikamentöse Ansätze sind bisher noch nicht ausreichend erforscht und haben experimentellen Charakter. Eine chirurgische Revision oder eine kontinuierliche enterale Ernährung stellen die Ultima Ratio bei therapierefraktärem Dumping-Syndrom dar. Dieser Beitrag möchte eine Übersicht über die Klinik des Dumping-Syndroms und dessen Therapieoptionen liefern.