
Herzklappenerkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität. Die Prävalenz der meisten Herzklappenfehler steigt mit dem Alter an und hat angesichts der demografischen Entwicklung zuletzt stark zugenommen. Viele Patienten sind aufgrund ihres hohen Alters oder bestehender Grunderkrankungen nicht konventionell operabel. Während früher daher oft lediglich eine medikamentöse Therapie zur Verfügung stand, haben kathetergestützte Verfahren die Behandlung von Herzklappenerkrankungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend verändert. Heute existieren für nahezu alle Herzklappenfehler wirksame interventionelle Therapieoptionen. Für die hochgradige symptomatische Aortenklappenstenose ist der prognostische Nutzen des kathetergestützten Klappenersatzes eindeutig belegt. Randomisierte Studien konnten zeigen, dass die Transkatheter-Aortenklappenimplantation dem chirurgischen Klappenersatz bei den meisten Patientengruppen nicht unterlegen ist, sodass sie zunehmend auch bei jüngeren und operablen Patienten eingesetzt wird. Auch bei der Mitral- und Trikuspidalklappeninsuffizienz verbessert die kathetergestützte segelbasierte Rekonstruktion nachweislich Symptome, Lebensqualität und die Rate herzinsuffizienzbedingter Hospitalisierungen. Bei gut ausgewählten Patienten mit sekundärer Mitralklappeninsuffizienz verbessert dieses Verfahren darüber hinaus das Überleben. Speziell entwickelte Transkatheterprothesen eröffnen zudem erstmals vielversprechende Behandlungsmöglichkeiten für die Aortenklappeninsuffizienz. Angesichts der rasanten Entwicklung neuer Verfahren liegt der Schwerpunkt der aktuellen Bemühungen besonders auf der Auswahl der individuell besten Behandlungsstrategie sowie des optimalen Interventionszeitpunkts.
Eine 61-jährige Patientin wurde aufgrund von rezidivierenden Bewusstseinsstörungen innerhalb von kürzester Zeit zweimal in unserem Haus vorstellig. Zunächst kam es synkopenbedingt nach einem Work-out zu einer traumatischen trimalleolären Fraktur. Als die Patientin dann mit einem tonisch-klonischen Krampfanfall notfallmäßig in unserer internistischen Klinik zur weiteren Abklärung vorstellig wurde, konnte als Ursache der Bewusstseinsstörungen ein Insulinom diagnostiziert werden. Unser Fallbericht zeigt die essenzielle Bedeutung der Anamnese wie auch der diagnostischen Aufarbeitung nach Synkopen.
Die moderne Diabetologie vollzieht einen Paradigmenwechsel von der glukozentrischen hin zur risikoadaptierten Präzisionsmedizin. Durch eine differenzierte klinische Subphänotypisierung können organspezifische Risiken frühzeitig adressiert werden. Im Zentrum der Pharmakotherapie steht die kardiorenale Organprotektion mit Natrium-Glukose-Kotransporter-2(SGLT2)-Inhibitoren, Glucagon-like-peptide-1(GLP-1)-Rezeptor-Agonisten und nichtsteroidalen Mineralokortikoidrezeptorantagonisten (nsMRA; Finerenon), die über die reine Hämoglobin-A1c(HbA1c)-Senkung hinaus vaskuläre Ereignisse reduzieren. Technologische Innovationen wie die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) ergänzen die HbA1c-Bestimmung durch dynamische Parameter wie die „time in range“. Ein neues, realistisches Therapieziel ist die metabolische Remission, die insbesondere durch potente Inkretinmimetika und frühzeitige Interventionen im Prädiabetesstadium ermöglicht wird. Ziel ist die nachhaltige Wiederherstellung der Normoglykämie und der Schutz vor irreversiblen Endorganschäden.
Die intrakoronare Bildgebung, insbesondere mithilfe optischer Kohärenztomographie und intravaskulärem Ultraschall, ermöglicht ein detailliertes Verständnis der Plaquemorphologie und unterstützt die präzise Planung und Durchführung perkutaner Koronarinterventionen, vor allem bei komplexen Koronarläsionen. Basierend auf den Ergebnissen mehrerer randomisierter Studien wird ihr Einsatz in aktuellen Leitlinien für komplexe Läsionen empfohlen. Die sachgerechte Anwendung beider Verfahren erfordert jedoch ein fundiertes Verständnis ihrer technischen Eigenschaften sowie ihrer jeweiligen Stärken und Limitationen. Das vorliegende Manuskript vermittelt daher die technischen Grundlagen von der optischen Kohärenztomographie und dem intravaskulären Ultraschall, illustriert deren klinische Anwendung anhand ausgewählter Praxisbeispiele und fasst die aktuelle evidenzbasierte Datenlage zusammen.