
Erdmandelgras (Cyperus esculentus L.) zählt aufgrund seiner ausgeprägten vegetativen Vermehrung über langlebige Knollen sowie seiner hohen Regenerations- und Konkurrenzfähigkeit zu den problematischen Unkräutern in landwirtschaftlichen Produktionssystemen. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, den Einfluss unterschiedlicher Schnittintervalle auf die Biomasseentwicklung, Neuaustriebsbildung und Knollenproduktion von C. esculentus zu untersuchen. Aus Knollen vorgezogene Jungpflanzen wurden unter kontrollierten Gewächshausbedingungen in einem randomisierten Versuchsdesign kultiviert. Verglichen wurden eine ungeschnittene Kontrolle sowie wiederholte Schnittmaßnahmen im 7- bzw. 14-Tage-Intervall. Während der 98-tägigen Versuchsdauer wurde die kumulierte Neuaustriebsbildung erfasst. Am Versuchsende wurden die Gesamt-Trockenbiomasse und anschließend die Anzahl neu gebildeter Knollen bestimmt. Die ungeschnittene Kontrolle erreichte eine mittlere Gesamt- Trockenbiomasse von 5,29 ± 0,48 g/Topf und bildete durchschnittlich 13,4 ± 3,36 Knollen pro Topf. Wiederholte Schnittmaßnahmen reduzierten die Biomasseentwicklung und Neuaustriebsbildung deutlich. Im 7-Tage-Intervall betrug die Gesamt-Trockenbiomasse 0,10 ± 0,04 g/Topf, im 14-Tage- Intervall 0,32 ± 0,05 g/Topf. Die kumulierte Zahl der Neuaustriebe lag nach 98 Tagen bei 0,8 ± 0,84 bzw. 2,8 ± 0,84 pro Pflanze im 7- bzw. 14-Tage-Intervall. In beiden Schnittvarianten wurde keine Neubildung von Knollen festgestellt, während die Kontrolle durchschnittlich 13,4 Knollen pro Topf bildete. Die Gesamt-Trockenbiomasse unterschied sich signifikant zwischen allen drei Behandlungen; bei der Knollenbildung unterschieden sich beide Schnittvarianten signifikant von der Kontrolle, nicht jedoch voneinander. Die Ergebnisse zeigen, dass wiederholte Schnittmaßnahmen unter den Bedingungen des vorliegenden Gefäßversuchs die vegetative Entwicklung und insbesondere die Neubildung von Knollen bei C. esculentus deutlich einschränken. Das kürzere 7-Tage-Intervall führte zu einer stärkeren Reduktion der Gesamt-Trockenbiomasse und der Neuaustriebsbildung, während bereits das 14-Tage-Intervall ausreichte, um die Knollenbildung vollständig zu unterdrücken. Die Übertragbarkeit dieser Ergebnisse auf Freilandbedingungen und die langfristige Wirksamkeit wiederholter Schnittmaßnahmen sollten in weiterführenden Untersuchungen geprüft werden.
Captan ist ein im Obstbau breit eingesetztes Kontaktfungizid, das in der Regel nach der Blüte appliziert wird. Unklar ist, ob Captan unter Praxisbedingungen durch Abdrift oder Ablagerung auf blühender Nichtzielvegetation in die Pollennahrung von Bestäubern gelangen kann. Ziel dieser praxisnahen Begleituntersuchung war es daher, Captan und sein relevantes Abbauprodukt Tetrahydrophthalimid (THPI) im tatsächlich von Hummeln eingetragenen Pollen nach kommerziellen Anwendungen zu untersuchen. Im Sommer 2025 wurden in zwei Obstanlagen in Süddeutschland jeweils vier Völker von Bombus terrestris mit JKI-Pollenfallen eingesetzt. Insgesamt wurden 24 Pollenproben analysiert, davon fünf vor und 19 während definierter Sammelintervalle nach der jeweiligen Hauptapplikation. Drei Spritzbrühenproben bestätigten analytisch, dass Captan in den eingesetzten Tankmischungen enthalten war. Weder Captan noch THPI waren in einer der 24 Pollenproben oberhalb der Bestimmungsgrenzen von 1.000 beziehungsweise 2.000 μg kg⁻¹ quantifizierbar. Demgegenüber enthielten zehn Pollenproben insgesamt 31 bestätigte Signale von elf weiteren Pflanzenschutzmittelwirkstoffen; 26 Befunde lagen oberhalb der jeweiligen wirkstoff- und probenspezifischen Bestimmungsgrenze. Die Pollenfallen erfassten somit eine reale, analytisch auswertbare Expositionsmatrix aus dem bewirtschafteten Sammelumfeld der Völker. Trotz bestätigter Captan-Anwendungen und erfolgreicher Pollensammlung wurde kein quantifizierbarer Captan- oder THPI-Eintrag in den von den Hummeln eingebrachten Pollen festgestellt. Da die botanische Herkunft der Pollenproben nicht bestimmt wurde, lässt sich nicht unterscheiden, ob potenziell exponierte Vegetation nicht oder nur in geringem Umfang genutzt wurde, ob Captan vor dem Eintrag bereits abgebaut war oder ob Rückstände unterhalb der analytischen Bestimmungsgrenzen vorlagen.
In Germany, interest in hazelnut cultivation has grown in recent years among farmers in various sectors of agriculture and horticulture. This has led to the establishment of new orchards, which vary greatly in terms of cultivars and planting distances. Compared to other crops, little experimental research has been conducted on hazelnuts in Germany to date. In order to identify open questions regarding planting systems, a study was conducted among hazelnut growers in Germany in the time between August 2025 and March 2026 to determine the structure of their orchards. A total of 49 farms representing 191 hectares of hazelnut orchards were surveyed, accounting for 37% of the 521 hectares of hazelnut orchards in Germany. The farm with the oldest orchards started planting hazelnuts in 1999, while half of the farms planted their first orchards after 2020. The average size of a hazelnut orchard is 4 hectares. Most farms cultivate four different cultivars. However, some grow only one or two, which can result in low yields due to insufficient pollination. The most widely planted cultivars are 'Hall’s Giant', 'Katalonski' and 'Emoa 1'. The majority of the participating farms irrigate their orchards and use plants grafted onto Corylus colurna L. The minimum planting distance is 4.0 × 2.0 m, allowing for 1,125 trees per ha, while the maximum distance is 11.0 × 5.0 m, allowing for 164 trees per ha. The wide range of planting distances shows potential for improvement, as does pollination and irrigation, in order to support the hazelnut sector as a whole.
Im Sommer 2026 wurden in zwei Kleingärten des 15. Wiener Bezirks an Apfel (Malus spp.) und an Wein (Vitis spp.) Eigelege der Marmorierten Baumwanze (Halyomorpha halys) entdeckt. Die Untersuchungen ergaben eine Parasitierung durch die Samuraiwespe (Trissolcus japonicus). Dies ist der erste Nachweis von T. japonicus in Österreich.
Am 29. August 2026 fand an der Technischen Universität Braunschweig der 5. Braunschweiger Stadtgrüntag unter dem Leitthema „Gesunde Gartenböden – wir stehen drauf!“ statt. Die vom Gartennetzwerk Braunschweig organisierte und wissenschaftlich wie kommunal unterstützte Tagung führte über 40 Engagierte aus Kleingärten, Wissenschaft, Stadtverwaltung und Bürgerschaft zusammen, um bodenkundliches Wissen für den urbanen Raum zu vermitteln und praxisnah vertiefen zu können. Das Fachprogramm gliederte sich in vier Impulsvorträge, eine Postersession, einen interaktiven Teilnehmenden-Workshop sowie eine abschließende Fahrradexkursion.