In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren begann die Forschungsabteilung des Ministeriums für öffentliche Sicherheit in China mit einem umfangreichen historisch-ethnographischen Forschungsprogramm. Die Provinzbehörden sollten die Archive durchforsten und historisches Material zu Fragen der öffentlichen Sicherheit zusammenstellen. Polizeiverordnungen und andere Anordnungen, aber auch Parteiberichte wurden gesammelt, hinzu kamen Reden und Äußerungen der lokalen Partei- und Polizeigewaltigen. Außerdem kontaktierte man ehemalige Mitglieder der Behörden und Parteistellen und ermunterte sie, ihre Erinnerungen aufzuschreiben oder zu erzählen. Solche Erinnerungstexte wurden vorliegenden Biographien angefügt – das unsystematische Tagebuch, das daraus entstand, war der Grundstock für das umfassende Archiv der Polizei und des polizeilichen Handelns im revolutionären China.