Physikalische Chemie II Department Chemie und Pharmazie Friedrich‐Alexander‐Universität Erlangen‐Nürnberg Erlangen Deutschland
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摘要
ZUSAMMENFASSUNG Die intrinsische Empfindlichkeit von organischen n‐Halbleitern gegenüber molekularem Sauerstoff (O 2 ) führt zu Elektroneneinfang oder zu unbeabsichtigter p‐Dotierung, welches wiederum die Elektronenmobilität verringert. Dieser Grundsatz wird mit der vorliegenden Studie herausgefordert, in der die Wechselwirkung von O 2 mit organischen Ladungstransferkomplexen (CTCs) untersucht wird, bei denen Elektronendonor‐Akzeptor‐Wechselwirkungen teilweise delokalisierte elektronische Zustände erzeugen. Am Beispiel eines CTCs aus Phenazin als Elektronendonor und TCNQ als Elektronenakzeptor wird aufgezeigt, dass die Zugabe von O 2 nicht zum Elektroneneinfang führt , sondern stattdessen die Ladungstransferaktivität verstärkt. Die erhöhte Elektronendichte am TCNQ‐Akzeptor bei Exposition des CTC mit O 2 wird auf die Passivierung der für den Elektroneneinfang verantwortlichen Defekte durch O 2 zurückgeführt, ohne dass Anzeichen für eine chemisorptive Wechselwirkung vorliegen. Diese Passivierung mindert Rekombinationsverluste, was zur Verdreifachung der Photolumineszenz‐Quantenausbeute, einer erhöhten elektrischen Leitfähigkeit und einer verbesserten Effizienz des Ladungstransferzustandes führt. Ähnliche O 2 ‐vermittelte Leitfähigkeitssteigerungen werden auch bei weiteren Donor‐Akzeptor‐Paaren beobachtet, was die breitere Anwendbarkeit dieses Effekts belegt und den Weg ebnet zur Entwicklung von verbesserten Materialien im Bereich organische Elektronik, deren Leistungsparameter durch O 2 erhöht werden.