▶ Rückblickend auf den Zeitraum seit Pandemiebeginn betrachtend, gaben von den im Juli Befragten insgesamt 46,7 % für eine anstehende Krebsvor sorgeuntersuchung, 41,4 % für einen anstehenden Gesundheits-Check-up und 43,3 % für eine geplante Untersuchung beim Zahnarzt an, den Termin wegen der CoronaSituation aufgeschoben zu haben. Einleitung Um die Verbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen und die individuellen und gesundheitssystembezogenen COVID-19-Folgen zu begrenzen, wurden deutschlandweit nicht-pharmazeutische Maßnahmen zur Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie von Bund und Ländern beschlossen. So wurden ab Mitte März Schulen und Kindertagesstätten1 sowie Restaurants bundesweit geschlossen und allgemeine Kontaktbeschränkungen verabschiedet.2 Gleichzeitig wurden Krankenhäuser angewiesen, planbare Operationen und Behandlungen aufzuschieben, um Kapazitäten zur Behandlung von schweren COVID-19-Erkrankungen bereitzustellen.3,4 Ab Ende April wurden die Maßnahmen stückweise gelockert, sodass im Mai in vielen Bundesländern Restaurants und Schulen wieder geöffnet werden konnten. Inwieweit diese Maßnahmen aus Sicht der Bevölkerung Auswirkung auf die medizinische Versorgung in diesem Zeitraum hatten, ist bisher wenig untersucht.