Severe thorax trauma including multiple rib fractures and flail chest deformity are leading causes of death in trauma patients. Increasing evidence supports the use of surgical stabilisation of rib fractures (SSRF) in these patients. However, there is currently a paucity of evidence for its use in non-ventilator-dependent patients. A retrospective propensity-matched analysis of the data of the TraumaRegister DGU® for non-ventilator-dependent patients with severe rib injury (abbreviated injury score ≥ 3) was performed. Subgroup analyses with respect to injury severity score, American society of anaesthesiologists physical status classification and age were performed. Furthermore, the effect of time to surgery was analysed. TR-DGU project ID 2023-007; ClinicalTrials.gov protocol ID: NCT06464289. SSRF led to reduced mortality compared to conservative treatment (1.6
Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh) initiierte 2012 das Studierendenprogramm, um dem Nachwuchsmangel in der Rheumatologie entgegenzuwirken. Aufgrund der geringen Präsenz des Fachs im Medizinstudium und fehlender praktischer Erfahrungen während der Ausbildung war es notwendig, Studierende gezielt für das Fach zu begeistern. Das Programm richtet sich an Medizinstudierende in der zweiten Studienhälfte und im Praktischen Jahr (PJ). Während des Deutschen Rheumatologiekongresses erhalten sie durch Mentoring, interaktive Workshops, Patientengespräche und wissenschaftliche Veranstaltungen einen umfassenden Einblick in das Fach. Besonders beliebt sind das „Speed-Dating“ mit erfahrenen Rheumatolog:innen, die „Hands-on“-Übungen mit bildgebenden Verfahren sowie der direkte Austausch mit Patient:innen. Die Evaluationsergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass das Programm von den Teilnehmenden äußerst positiv bewertet wird. In den Jahren 2022 bis 2024 gaben (fast) alle Studierenden an, dass ihre Erwartungen vollständig erfüllt wurden. Zudem zeigte sich, dass das Interesse an der Rheumatologie durch die Teilnahme erheblich gesteigert wird: Der größte Teil (87–96%) der Studierenden gab an, ihr Interesse sei gewachsen. Auch die Weiterempfehlungsrate des Programms ist konstant hoch. Darüber hinaus zeigte sich ein großer Teil der Studierenden nach dem Programm offen für eine Zukunft in der Rheumatologie: je nach Jahrgang schwankte dieser Anteil zwischen 75 und 86 Prozent. Langfristig bleibt die Herausforderung, das geweckte Interesse bis zur Facharztausbildung aufrechtzuerhalten. Um dies zu unterstützen, setzt die DGRh ergänzend auf Maßnahmen wie die Social-Media-Kampagne rhmtlgy, studentische Gastzugänge und die Einbindung in die AG Junge Rheumatologie. Obwohl der direkte Einfluss auf die Zahl der Facharztanerkennungen schwer nachzuweisen ist, zeigt sich ein positiver Trend: Seit 2018 ist die durchschnittliche Anzahl der Facharztanerkennungen in der Rheumatologie um 16 Prozent gestiegen. Ein weiteres Zeichen für den Erfolg des Programms ist, dass ehemalige Teilnehmende mittlerweile selbst als Mentor:innen aktiv sind.
Die aktive Überwachung („active surveillance“, AS) verfolgt das Ziel, eine Übertherapie klinisch nicht signifikanter Prostatakarzinome (PCa) zu vermeiden. Sie wird für Patienten mit einem lokal begrenzten Niedrigrisiko-PCa stark empfohlen. Außerdem kann sie bei ausgewählten Patienten mit einem lokal begrenzten PCa der ISUP(International Society of Urological Pathology)-Gruppe 2 durchgeführt werden, sofern ein günstiges Risikoprofil vorliegt. Dieses ist histopathologisch durch einen geringen Anteil des Gleason-Musters 4 und das Fehlen cribriformer oder intraduktaler Anteile charakterisiert. Die Rolle der Magnetresonanztomographie (MRT) unter Einbeziehung der PRECISE(Prostate Cancer Radiological Estimation of Change in Sequential Evaluation)-Empfehlungen zur Verlaufsbeurteilung (Monitoring) nimmt zu. Definierte Intervalle für PSA(prostataspezifisches Antigen)-Wert-Kontrollen, Rebiopsien, MRT-Bildgebungen und weitere gezielte und systematische Biopsien unter AS müssen eingehalten werden. Die MRT der Prostata (nach aktuellen Empfehlungen als multiparametrische MRT [mpMRT]) hat als nicht-invasive diagnostische Maßnahme das Potenzial, als Entscheidungshilfe für die Notwendigkeit einer Rebiopsie im Verlauf der AS herangezogen zu werden. Als Trigger für die Entscheidung zu einer aktiven Therapie reicht eine alleinige PSA-Progression nicht aus, sondern es muss eine bioptisch gesicherte Tumorprogression mit einem Upgrading vorliegen. Dieser Fortbildungsartikel fasst die aktuellen Indikationen, Verfahren und Abbruchkriterien für die AS, basierend auf den neuesten Erkenntnissen und einer Adaptation an internationale Leitlinien, zusammen.