
Zusammenfassung Die medikamentöse Behandlung der juvenilen Psoriasisarthritis und der Enthesitis-assoziierten Arthritis unterscheidet sich teilweise von der anderer Formen der juvenilen idiopathischen Arthritis. Standen bisher vor allem als biologische „disease modifying antirheumatic drugs“ (bDMARD) v. a. Tumornekrosefaktor-α Inhibitoren zur Verfügung, gab es in den letzten Jahren einige vielversprechende Entwicklungen, die teilweise auch die Zulassung in diesen Indikationen erreicht haben. Der Fokus dieses Artikels liegt auf den neueren Biologika – Hemmer von Interleukin (IL) 17 und IL 12/23 bzw. IL23, sowie der small molecules mit Inhibition von Januskinasen, Tyrosinkinase 2 und Phosphodiestase-4 und was bei deren Einsatz zu beachten ist. Der Einsatz der Medikamente bringt für mehr Patienten das Therapieziel Remission in erreichbare Nähe. Register unterstützen beim Erkenntnisgewinn bei der Langzeitbehandlung.
Zusammenfassung Die Arthroskopie des oberen Sprunggelenks im Zusammenhang mit der Behandlung entzündlich-rheumatischer Erkrankungen, hat sich in den vergangenen Jahrzehnten als etabliertes minimal-invasives Verfahren zur Diagnostik und Therapie intraartikulärer Pathologien entwickelt. Durch die Möglichkeit der direkten visuellen Beurteilung der Gelenkstrukturen sowie der simultanen Durchführung therapeutischer Maßnahmen – sei es durch eine Synovialektomie oder Arthrolyse bis hin zur kompletten arthroskopisch assistieren Arthrodese – stellt sie eine wertvolle Ergänzung in der Behandlung des Patienten mit Rheuma dar. Insbesondere bei persistierenden Beschwerden unklarer Genese oder bei therapieresistenten intraartikulären Veränderungen kann sie entscheidende diagnostische und therapeutische Vorteile bieten. Die Sprunggelenkarthroskopie ist auch im Zeitalter moderner Systemtherapien ein wichtiger Bestandteil des therapeutischen Spektrums bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Voraussetzung hierfür ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen dem internistischen Rheumatologen und speziell rheumaorthopädisch weitergebildeten Orthopäden sowie eine sorgfältige patientenindividuelle Indikationsstellung.
Zusammenfassung Der Einsatz von Knochenzementen an der osteoporotischen Wirbelsäule hat sich zu einem gut validierten Standardverfahren entwickelt, mit dem sowohl frakturierte Wirbel an sich als auch Implantate durch Knochenzement stabilisiert werden. Dabei kommen verschiedene Zemente zum Einsatz, die sich hinsichtlich ihrer mechanischen und biologischen Eigenschaften unterscheiden. In diesem Beitrag wird auf operative Techniken der Zementaugmentation bei Osteoporose und die verschiedenen Zemente eingegangen. Im Vordergrund der Betrachtung steht erstens die Optimierung der operativen Verfahren, um die Rate an möglichen Zementextrusionen als Hauptkomplikation dieser Verfahren, zu vermindern. Zweitens wird die Weiterentwicklung der Knochenzemente mit dem Ziel sowohl der mechanischen als auch der biologischen Verbesserung diskutiert.
Zusammenfassung Die Osteoarthritis (OA) wird heute nicht mehr ausschließlich als degenerative Knorpelerkrankung verstanden, sondern als komplexe, multifaktorielle Erkrankung des gesamten Gelenks („whole joint disease“). Diese konzeptionelle Erweiterung hat zu einem grundlegenden Wandel in der diagnostischen und therapeutischen Herangehensweise geführt. Insbesondere die begrenzte Aussagekraft konventioneller radiologischer Verfahren in frühen Krankheitsstadien hat den Bedarf an sensitiveren, multimodalen Diagnosestrategien verdeutlicht. Vor diesem Hintergrund kommt der frühen und differenzierten Diagnostik eine zentrale Bedeutung zu. Neben der klinischen Untersuchung gewinnen moderne bildgebende Verfahren, molekulare Biomarker und KI-gestützte Auswertungsmethoden zunehmend an Relevanz, da sie strukturelle, funktionelle und biochemische Veränderungen des Gelenks bereits vor dem Auftreten irreversibler Schäden erfassen können. Die Identifikation klinischer Phänotypen und molekularer Endotypen bildet dabei die Grundlage für eine präzisere Risikostratifizierung und die Entwicklung personalisierter Therapieansätze. Der erste Teil dieses Beitrags widmet sich der modernen Diagnostik der Osteoarthritis. Im Fokus stehen aktuelle Stadienkonzepte, die klinisch-funktionelle Untersuchung sowie moderne bildgebende Verfahren einschließlich quantitativer MRT-Techniken, CT-basierter Methoden und Ultraschallverfahren. Ergänzend werden neue Ansätze der Phänotypisierung, der Einsatz von Biomarkern sowie KI-basierte Analyseverfahren diskutiert. Aufbauend auf diesen diagnostischen Grundlagen behandelt der zweite Teil therapeutische Strategien der Osteoarthritis. Dabei werden konservative, interventionelle und operative Behandlungsoptionen im Kontext einer zunehmend personalisierten und krankheitsmodifizierenden Therapie eingeordnet. Wichtige von uns verwendete Quellen sind neben Einzelanalysen und Cochrane-Untersuchungen die Empfehlungen der European against Rheumatism (EULAR), des American College of Rheumatology, die AWMF-Leitlinie zur Gonarthrose sowie Empfehlung der Osteoarthritis Research Society International (OARSI) und der American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS).
Zusammenfassung Die vorgelegte Übersichtsarbeit soll in kurzer und prägnanter Form die klinisch relevanten Aspekte der Synovialektomie des rheumatischen Kniegelenkes sowie die therapeutischen Optionen bei einer poplitealen Zyste darstellen.
Zusammenfassung Wenn die spezifische medikamentöse Therapie nach einer osteoporotischen Fraktur zu spät beginnt, erhöht sich das Risiko für eine Folgefraktur. Begründet ist der verzögerte Einsatz einer adäquaten Osteoporosetherapie durch die Vorstellung, dass damit die Frakturheilung negativ beeinflusst wird. Inzwischen ist bekannt, dass die frühzeitige Gabe von Bisphosphonaten, Denosumab oder osteoanabolen Substanzen (Teriparatid, Romosozumab) keinen negativen Einfluss auf die Frakturheilung hat. Die Fortsetzung einer laufenden Therapie oder ein zeitnaher Beginn nach der Fraktur gilt inzwischen als sicher und wird z. B. in allen Leitlinien empfohlen. Bei der indirekten (sekundären) Frakturheilung ist am ehesten die letzte Remodeling-Phase, die Monate bis Jahre dauert, anfällig für antiresorptive Medikamente. Der Effekt ist jedoch sehr gering ausgeprägt. Antiresorptive und osteoanabole Substanzen fördern hingegen die Kallusbildung. Für Bisphosphonate wurde bei frühzeitiger Gabe innerhalb von ein bis zwölf Wochen kein negativer Einfluss auf die Heilungszeit von Frakturen oder Komplikationen gefunden. Vielmehr reduziert sich die Re-Frakturrate. Auch Denosumab ist sicher und kann unmittelbar nach einer Fraktur gegeben werden bzw. eine laufende Therapie muss nicht unterbrochen werden. Die osteoanabole Therapie durch Teriparatid verkürzt die Heilungszeit insbesondere bei Wirbel- und Beckenfrakturen und hat positive Effekte auf atypische Femurfrakturen unter Bisphosphonat-Therapie. Auch Romosozumab zeigt keine verzögerte Frakturheilung und hat potenziell einen günstigen Effekt auf die frühe Kallusmineralisation. Somit ergeben sich klinische Vorteile für osteoporosetypische Frakturen unter einer Osteoporosetherapie. In einschlägigen Literaturstellen sowie in nationalen und internationalen Leitlinien finden sich klare Empfehlungen zum zeitnahen Beginn der Therapie nach einer Fraktur. Im vorliegenden Artikel werden die wissenschaftlichen Grundlagen und die daraus abgeleiteten Empfehlungen zur Therapie nach einer osteoporotischen Fraktur dargestellt.
Zusammenfassung Basierend auf dem in der 2023 aktualisierten Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und bei Männern ab dem 50. Lebensjahr abgebildeten Frakturrisikomodell des Dachverbands der Deutschsprachigen Wissenschaftlichen Osteologischen Gesellschaften (DVO) wird das Risiko für vertebrale Frakturen und proximale Femurfrakturen innerhalb der nächsten 3 Jahre ermittelt. Das Frakturrisikomodell basiert zunächst auf Alter, Geschlecht sowie dem mittels dualer X-ray-Absorptiometrie (DXA) ermittelten niedrigsten T-Score des Gesamtfemur und wird durch eine Vielzahl klinischer Risikofaktoren ergänzt. In Abhängigkeit davon, ob das Frakturrisiko innerhalb der nächsten 3 Jahre 3 –<5%, 5 –<10% oder mehr als 10% beträgt, wird eine differenzierte Empfehlung für die spezifische osteologische Pharmakotherapie abgeleitet. Osteoporose und Frakturen zählen zu den wichtigsten Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Im DVO-Frakturrisikomodell nehmen die hochdosierte prolongierte Therapie mit Glukokortikoiden (GK) und die Rheumatoide Arthritis einen sehr hohen Stellenwert ein. Nach den aktuellen Leitlinien zur Therapie entzündlich-rheumatischer Systemerkrankungen erfolgt bei Patienten mit ANCA-assoziierten Vaskulitiden, Riesenzellarteriitis, Polymyalgia rheumatica, schweren Verläufen des systemischen Lupus erythematodes (SLE) und inflammatorischen Myopathien in der Regel die Einleitung einer GK-Therapie mit GK-Dosen von mindestens 7,5 mg Prednisolonäquivalent/Tag über mehr als 3 Monate. Diese Patienten haben aufgrund der neu eingeleiteten, hoch dosierten und längerfristigen GK-Therapie nicht nur ein deutlich erhöhtes 3-Jahres-Frakturrisiko, sondern auch ein erhöhtes Frakturrisiko innerhalb des Folgejahres. Von allen im DVO-Risikomodell abgebildeten Erkrankungen ist der Rheumatoiden Arthritis (RA) der höchste Risikogradient zugeordnet. Die Diagnose einer RA insbesondere in Kombination mit weiteren Risikofaktoren ist daher ebenfalls mit einem sehr hohen Frakturrisiko assoziiert. Weitere im Risikomodell abgebildete entzündlich-rheumatische Erkrankungen sind der systemische Lupus erythematodes (SLE) und die Ankylosierende Spondylitis (AS). Beide Erkrankungen manifestieren sich typischerweise im jüngeren Erwachsenenalter. Somit sind nicht alle Patienten mit SLE und AS im DVO-Risikomodell abgebildet. Die 2022 aktualisierte Leitlinie zur Prophylaxe und Behandlung der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose des American College of Rheumatology (ACR) bildet auch jüngere Patienten mit GK-Therapie ab und kann zur Kalkulation des Frakturrisikos genutzt werden. Bei AS ist durch osteoproliferative Veränderungen die Wertigkeit der DXA eingeschränkt, und der Trabecular Bone Score zeigt eine bessere Assoziation mit dem Frakturrisiko. Verschiedene Komorbiditäten entzündlich-rheumatischer Erkrankungen sind ebenfalls als Risikofaktoren für Frakturen in der DVO-Leitlinie abgebildet und können das Frakturrisiko bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen weiter erhöhen. Zu diesen osteologisch relevanten Komorbiditäten zählen Diabetes mellitus, chronische Niereninsuffizienz CKD 3a, 3b und 4, chronische Herzinsuffizienz, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung und Depression bzw. die Behandlung mit Antidepressiva. Zur optimalen Prophylaxe von Frakturen ist zudem eine frühzeitige osteologische Diagnostik bereits zum Zeitpunkt der Diagnose der entzündlich-rheumatischen Erkrankung erforderlich. Die folgende Übersicht zeigt Möglichkeiten der praktischen Anwendung der DVO-Leitlinie und anderer Leitlinien zur Osteoprotektion bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen auf. Ferner werden epidemiologische Aspekte von Osteoporose und Frakturen sowie osteologisch relevante Komorbiditäten bei den verschiedenen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen dargestellt.
Zusammenfassung Die Janus-Kinasen sind zentrale Vermittler des JAK/STAT-Signalwegs, die vielen Zytokinen, Wachstumsfaktoren und Hormonen als intrazelluläre Signalkaskade dienen. In Knochengewebe beeinflusst dieser Weg sowohl die Osteoklasten- als auch die Osteoblastenfunktion und damit die Knochenmodellierung. Präklinische Daten zeigen, dass eine JAK-Inhibition osteoprotektiv wirkt (verringerte Osteoklastenaktivität, gesteigerte Osteoblastenfunktion), während klinische Daten komplexer sind: Studien mit JAK-Inhibitoren (z. B. Tofacitinib, Baricitinib) deuten auf variable Effekte auf den Knochenstoffwechsel hin und es gab fragliche Signale bezüglich Frakturrisiken. Weitere kontrollierte klinische Studien sind nötig, um das langfristige Risiko und den Nutzen für eine Osteoporoseprävention oder -therapie zu klären.
Die Arthrose (englisch: Osteoarthritis/OA) ist durch eine eher langsam verlaufende komplexe degenerative Zerstörung des Gelenkknorpels mit Abbau der Extrazellularmatrix und gestörter Zellregeneration unter enger Einbeziehung der subchondralen Region und Beeinträchtigung der angrenzenden Strukturen wie Muskeln, Kapseln und Bänder charakterisiert. Dabei steht nicht nur der Abbau (katabole Prozesse) von Knorpelgewebe im Vordergrund, sondern auch anabole Prozesse wie die Gewebefibrosierung und die Osteophytenbildung. Diese Vorgänge werden maßgeblich durch den Wnt-Signal-weg reguliert, der eine Schlüsselrolle bei der Zellproliferation, Differenzierung und Gewebehomöostase spielt. Die Arthrose ist keine Abnutzungserkrankung (wear and tear disaese), sondern das Ergebnis komplexer biologischer Prozesse als eine Erkrankung des gesamten Gelenks (wenn nicht sogar des gesamten Körpers). Die verschiedenen Gewebe im Gelenk tragen nicht nur einzeln zu den degenerativen Prozessen bei, sondern interagieren auch auf vielfältige Weise miteinander. Technische Fortschritte bei methodischen Ansätzen, wie z. B. Deep-Learning-basierte Methoden und Omics-Technologien, haben wichtige zusätz-liche Erkenntnisse geliefert und das Wissen über diese vielfältigen Gewebeinteraktionen erweitert. Die Entzündung bei Arthrose (OA) unterscheidet sich von der bei rheumatoider Arthritis und anderen Autoimmunerkrankungen: Sie ist chronisch, vergleichsweise mild und wird hauptsächlich durch das angeborene Immunsystem vermittelt.
Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung und stellt einen wesentlichen Faktor für Schmerzen, funktionelle Einschränkungen und die Inanspruchnahme gesundheitlicher Leistungen dar. Die Erkrankung ist durch den fortschreitenden Abbau von Gelenkknorpel und strukturelle Veränderungen des subchondralen Knochens, der Synovialmembran und periartikulärer Gewebe gekennzeichnet. Ihre Ätiologie ist multifaktoriell und umfasst mechanische, metabolische, inflammatorische sowie genetische Faktoren. Das therapeutische Vorgehen verfolgt primär das Ziel, Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion zu verbessern. Nicht-pharmakologische Maßnahmen sind Bewegungstherapie, Gewichtsreduktion und Patientenschulung, die individuell an die Bedürfnisse der Betroffenen angepasst werden sollten. Pharmakologisch stellen topische nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) die Therapie erster Wahl dar. Substanzen zur zentralen Schmerzmodulation oder systemische Therapien spielen nur in ausgewählten Fällen eine Rolle. Intraartikuläre Anwendungen können kurz- bis mittelfristig wirksam sein, ihre Langzeiteffekte sind jedoch begrenzt. Der aktuelle Forschungsfokus liegt auf krankheitsmodifizierenden und regenerativen Therapieansätzen, die auf eine Beeinflussung der strukturellen Progression und der zugrunde liegenden molekularen Mechanismen abzielen. Disease-Modifying Osteoarthritis Drugs (DMOADs) wie Sprifermin, Lorecivivint oder ADAMTS-5-Inhibitoren werden hinsichtlich ihrer Fähigkeit untersucht, Knorpelregeneration zu fördern, subchondrale Umbauprozesse zu modulieren und Entzündungsreaktionen zu hemmen. Trotz vielversprechender präklinischer Ergebnisse konnte bislang jedoch kein Wirkstoff in klinischen Studien einen konsistenten strukturellen oder symptomatischen Nutzen nachweisen. Biologische Verfahren wie Stammzelltherapien mit mesenchymalen Stammzellen (MSCs) führen in Studien zu funktionellen Verbesserungen, während der strukturelle Nutzen noch unklar ist. Innovative Materialien wie injizierbare Hydrogele und Methoden des Knorpelgewebe-Engineerings schaffen neue Perspektiven für die Regeneration, stoßen jedoch auf Herausforderungen hinsichtlich Langzeitstabilität, biologischer Integration und kontrollierter Wirkstofffreisetzung. Gentherapeutische Ansätze, die eine lokale Expression antiinflammatorischer oder regenerativer Faktoren ermöglichen, gelten als vielversprechend, erfordern aber weitere Sicherheitsprüfungen. Insgesamt bleibt die Arthrose ein komplexes, multifaktorielles Krankheitsbild, das einen multimodalen und endotypbasierten Therapieansatz erfordert. Während konservative Maßnahmen weiterhin den Grundpfeiler der Behandlung darstellen, eröffnen neuartige molekulare, zellbasierte und biomaterialgestützte Therapien neue Perspektiven für eine kausale, regenerative Gelenkbehandlung. Zukünftige Fortschritte hängen maßgeblich von interdisziplinären, translationalen Forschungsstrategien ab, die biotechnologische Innovationen mit klinischer Evidenz verknüpfen. Langfristig könnte dies den Übergang von einer rein symptomorientierten zu einer strukturerhaltenden und krankheitsmodifizierenden Arthrosetherapie ermöglichen.
Die Handgelenkarthroskopie hat in den letzten Jahren durch die Veränderung des Krankheitsverlaufes entzündlich-rheumatischer Erkrankungen an Bedeutung gewonnen. Neben der Synovialektomie haben auch gelenkerhaltende Eingriffe, wie die Frakturversorgung am distalen Radius und die Reinsertion des trianguläre fibrokartilaginären Komplexes in dieser Klientel zugenommen. Die Teilarthrodesen des Handgelenkes können heute häufig arthroskopisch kontrolliert perkutan erfolgen und führen zu einer geringeren Kapselvernarbung mit geringerer postoperativer Einschränkung insbesondere der Handgelenkflexion.
Der Zusammenhang zwischen immunvermittelten Entz & uuml;ndungskrankheiten (IMIDs) und dem & Uuml;berleben von Krebserkrankungen ist uneinheitlich und komplex. Der Einfluss von IMIDs vor bzw. nach Ausbruch der Krebserkrankung auf das & Uuml;berleben der Patienten ist noch nicht eindeutig gekl & auml;rt. Deng et al. untersuchten den Zusammenhang zwischen IMIDs, die vor oder nach Ausbruch der Krebserkrankung diagnostiziert wurden, und der Gesamtmortalit & auml;t.
Objective Medication and exercise adherence are critical yet frequently underrecognized aspects of rheumatoid arthritis (RA) management. Recent literature has highlighted the need for further investigation in this area. This study aimed to evaluate medication adherence and associated factors in patients with RA and to assess adherence to prescribed home exercise programs as a component of nonpharmacological treatment. Methods This cross-sectional study included 125 RA patients (mean age: 56.5 +/- 11.4 years) recruited between February 2024 and July 2025. Medication adherence was assessed using the Medical Adherence Report Scale (MARS) and the Morisky Medication Adherence Scale (MMAS), while exercise adherence was evaluated with the Exercise Adherence Rating Scale (EARS). Clinical, functional, and psychological variables were analyzed using correlation and regression analyses. Results High medication adherence was observed in 79% of patients based on MARS and 64% based on MMAS. Depressive symptoms (BDI >= 17) were present in 30%, and HAQ scores indicated moderate disability. Regression analysis demonstrated that higher pain levels, greater fatigue, increased disability, and the presence of active arthritis were independently associated with lower medication adherence (p<0.05). Only 10% had a prescribed home exercise program, and adherence to these programs, as measured by EARS, was low. No significant associations were found between exercise adherence and clinical or demographic factors. Conclusions Fatigue, functional limitation, and active arthritis are major barriers to medication adherence in RA. Despite the recognized benefits of exercise therapy as an integral component of nonpharmacologic treatment, its low prescription and adherence rates highlight the need for greater emphasis on nonpharmacologic strategies in RA management.
Background Atlantoaxial involvement is a well-recognized but typically late complication of rheumatoid arthritis (RA). Early cervical spine inflammation at disease onset is uncommon and may pose diagnostic and therapeutic challenges. Case Presentation A 74-year-old man presented with inflammatory polyarthritis and was diagnosed with seropositive RA based on elevated anti-cyclic citrullinated peptide antibodies (>500 U/mL) and compatible clinical findings. Initial treatment with prednisolone and leflunomide resulted in clinical improvement. Two months later, he developed severe neck pain with marked restriction of cervical motion and a significant rise in inflammatory markers (ESR 96 mm/h, CRP 68 mg/L). Infectious and malignant causes were excluded. Owing to underlying chronic renal failure, contrast-enhanced imaging was avoided. Positron emission tomography-computed tomography (PET-CT) demonstrated increased fluorodeoxyglucose (FDG) uptake at the C1-C2 level and in both glenohumeral joints, consistent with inflammatory involvement. Treatment with tocilizumab was initiated, leading to rapid clinical and laboratory remission. Follow-up cervical magnetic resonance imaging (MRI) confirmed complete resolution of inflammation. Conclusion This case underscores that atlantoaxial involvement may occur early in the course of seropositive RA. PET-CT can be a valuable diagnostic modality when conventional imaging options are limited. Early recognition and targeted biologic therapy can lead to rapid remission and prevent complications.
Osteoarthritis (OA) is no longer regarded solely as a degenerative cartilage disorder but rather as a complex, multifactorial disease affecting the entire joint ("whole joint disease"). This conceptual expansion has led to fundamental changes in both diagnostic and therapeutic approaches. In particular, the limited diagnostic yield of conventional radiographic techniques in early disease stages has highlighted the need for more sensitive, multimodal diagnostic strategies. Early and differentiated diagnosis therefore plays a central role in contemporary OA management. In addition to clinical assessment, advanced imaging modalities, molecular biomarkers, and AI-based analytical methods are gaining increasing relevance, as they enable the detection of structural, functional, and biochemical alterations of the joint prior to the occurrence of irreversible damage. The identification of clinical phenotypes and molecular endotypes constitutes the basis for more precise risk stratification and for the development of personalized therapeutic strategies. The first part of this review focuses on modern diagnostic concepts in osteoarthritis, including current staging models, clinical and functional assessment, and advanced imaging techniques such as quantitative magnetic resonance imaging, computed tomography-based methods, and ultrasound. In addition, emerging approaches to phenotyping, biomarker application, and AI-supported image and data analysis are discussed. Building on these diagnostic foundations, the second part addresses therapeutic strategies for osteoarthritis. Conservative, interventional, and surgical treatment options are reviewed in the context of an increasingly personalized and disease-modifying therapeutic paradigm. In addition to individual clinical studies and Cochrane reviews, key sources used by us include the recommendations from the European League Against Rheumatism (EULAR), the American College of Rheumatology, the German AWMF guideline on knee osteoarthritis, the Osteoarthritis Research Society International (OARSI), and the American Academy of Orthopedic Surgeons (AAOS).
Background This multi-center study aimed to investigate the association between the ZJU index, a composite indicator of metabolic disturbance, and the prevalence of osteoarthritis (OA) and rheumatoid arthritis (RA). Methods Clinical data from inpatients in an in-hospital cohort and the NHANES 2005-2018 database were analyzed. The association between the ZJU index and the presence of OA and RA was assessed using multivariate logistic regression models adjusted for demographics, comorbidities, and medication use. Z-score transformation of the ZJU index was applied to estimate odds ratios (OR) per 1-standard deviation (SD) increase. The discriminative performance of the ZJU index was compared with body mass index (BMI) using DeLong's test. Subgroup and dose-response analyses were conducted to assess the robustness and shape of the associations. Results A total of 1,961 participants from the in-hospital cohort and 13,548 eligible participants from the NHANES database were included. In fully adjusted models, each 1-SD increase in the ZJU index was significantly associated with higher odds of OA (in-hospital: OR=1.92, 95% CI: 1.46-2.54; NHANES: OR=1.44, 95% CI: 1.27-1.62) and RA (in-hospital: OR=1.55, 95% CI: 1.17-2.04; NHANES: OR=1.26, 95% CI: 1.04-1.53). The ZJU index demonstrated predictive performance comparable to or exceeding that of BMI. Dose-response analyses revealed continuous linear associations for both OA and RA (P for non-linearity>0.05), with no apparent threshold effects. Robust consistency was observed across subgroups, irrespective of anti-inflammatory medication use. Conclusion This study provides insights into the metabolic-inflammatory link underlying OA and RA and suggests that the ZJU index may serve as a valuable tool for metabolic assessment and phenotyping in the management of joint diseases.
Fibromyalgia and other chronic musculoskeletal pain conditions are increasingly recognized as disorders involving complex interactions among autonomic, inflammatory, metabolic, and neuropsychological systems. Emerging evidence identifies the vagus nerve as a key regulator in these processes due to its extensive bidirectional communication between the brain and visceral organs. This narrative review synthesizes current knowledge on the functional anatomy of the vagus nerve and its role in modulating pain pathways, immune responses, metabolic regulation, circadian rhythms, and gut-brain interactions. Vagus nerve dysfunction has been associated with heightened systemic inflammation, impaired descending pain inhibition, autonomic imbalance, and increased symptom severity in chronic pain conditions. Both invasive and noninvasive vagus nerve stimulation (VNS) techniques have demonstrated therapeutic potential across multiple clinical populations, including patients with fibromyalgia. Mechanistic studies suggest that VNS may reduce the release of pro-inflammatory cytokines, enhance parasympathetic tone, regulate neurotransmitter systems, and restore homeostatic autonomic function. Additionally, behavioral and mind-body interventions that enhance vagal activity - such as diaphragmatic breathing, meditation, and cognitive-behavioral strategies - may offer complementary benefits. While VNS represents a promising therapeutic approach, further large-scale, randomized controlled trials are required to determine long-term efficacy, optimal stimulation parameters, and patient-specific responsiveness. A deeper understanding of vagal mechanisms may ultimately support the development of more personalized and integrative approaches to chronic pain management.
The pharmacological treatment of juvenile psoriatic arthritis and enthesitis-associated arthritis differs in part from that of other forms of juvenile idiopathic arthritis. Whereas biological disease-modifying antirheumatic drugs (bDMARDs), particularly tumor necrosis factor-alpha inhibitors, were historically the main treatment option, recent years have seen several promising developments, some of which have achieved approval for these indications. This article focuses on newer biologics - inhibitors of interleukin (IL) 17 and IL 12/23 or IL23, as well as small molecules inhibiting Janus kinases, tyrosine kinase 2 and phosphodiesterase-4 - and considerations regarding their use. The use of these agents brings the therapeutic goal of remission within reach for an increasing number of patients. Registries contribute to the acquisition of knowledge in long-term treatment.