Extracorporeal cardiopulmonary resuscitation (ECPR) is a potential treatment for selected patients with refractory out-of-hospital cardiac arrest (OHCA). Randomized controlled trials (RCTs) emphasize the importance of appropriate patient selection. Expert consensus statements recommend six criteria for ECPR suitability: age ≤ 75 years, witnessed OHCA, bystander cardiopulmonary resuscitation (CPR), no-flow time ≤ 5 min (min), low-flow time ≤ 60 min, and an initial shockable rhythm. Although widely accepted, these items are not supported by robust data and adherence varies greatly. We present an analysis from the German Cardiac Arrest Registry (G-CAR) describing the current state of ECPR across participating centers. Of 1,644 patients in G-CAR, 576 patients (34.6
Chronische Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland. Vielfach findet sich keine morphologisch fassbare Veränderung, sodass die Genese bei über 90% der Patienten unspezifisch bleibt. Der vorliegende Artikel soll eine Übersicht über die medikamentöse Therapie wie auch die nicht-medikamentösen Maßnahmen geben und fasst die entsprechenden Leitlinienempfehlungen zusammen.
Notfallmedizinisches Handeln steht unter hohem Zeitdruck bei oft fehlender Patientenkenntnis und mit unvollständiger Informationslage. Diese Rahmenbedingungen erschweren ethisch reflektierte Entscheidungen – machen sie aber nicht unmöglich. Die vorliegende Handlungsempfehlung zeigt auf, dass auch im Rettungsdienst ethisch legitimierte Entscheidungen zur Therapiebegrenzung, zum Nichttransport sowie zur palliativen Zielsetzung möglich und notwendig sind. Zentrales Fundament ist das medizinethische Zwei-Säulen-Modell aus Indikation und Patientenwille. Die Beurteilung der Einwilligungsfähigkeit, insbesondere bei Transportverzicht oder Therapieverweigerung, erfordert ein strukturiertes Vorgehen. Rechtlich relevante Grundlagen wie Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und das Notfallsanitätergesetz (NotSanG) werden erläutert. Herausforderungen ergeben sich besonders bei psychischen Erkrankungen mit möglicher Unterbringungsbedürftigkeit, Reanimationsentscheidungen und Patienten mit fortgeschrittener, unheilbarer Erkrankung. Diese Handlungsempfehlung fordert ein erweitertes ethisches Bewusstsein im präklinischen Setting für das gesamte Rettungsdienstpersonal und betont die Bedeutung notärztlicher Entscheidungskompetenz in ethisch komplexen Situationen. Ziel ist es, Handlungssicherheit im Rahmen der jeweiligen medizinischen Möglichkeiten zu schaffen sowie bestmögliche prognostische Sicherheit unter den gegebenen Voraussetzungen und eine angemessene Berücksichtigung der Patientenautonomie zu gewährleisten – auch unter Einsatzbedingungen.