Zusammenfassung Der Beitrag untersucht den Einsatz von User Story Mapping in der Entwicklung digitaler Projekte im Bibliotheksbetrieb, basierend auf einem Workshop der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB). Die Methode, die Nutzer*innenbedürfnisse in den Fokus stellt, erleichtert die Priorisierung, fördert die Teamkommunikation und ermöglicht flexible Anpassungen. Der Workshop zeigte, dass User Story Mapping Projekte effizienter gestaltet und ein agiles Mindset etabliert. Potenziale bestehen besonders in der Ressourcenoptimierung und der nutzer*innenorientierten Weiterentwicklung digitaler Angebote.
Die jüngste Phase der Digitalisierung – insbesondere vor dem Hintergrund rasanter KI-Entwicklungen – stellt Hochschulbibliotheken vor die Aufgabe, ihre forschungsunterstützenden Services sowohl zu konsolidieren als auch strategisch weiterzuentwickeln. Der Artikel stellt das Konzept des Agilen Service Engineerings vor, das als methodischer Ordnungsrahmen die strukturierte Entwicklung digitaler Produkte und begleitender Dienstleistungen unterstützt. Am Beispiel der Einführung eines webbasierten elektronischen Laborbuchs ("eLab") an der Universität Münster wird gezeigt, wie Services nutzerzentriert, nachhaltig und ressourcenschonend gestaltet werden können. Der Beitrag fasst Erfahrungen zusammen und präsentiert ein übertragbares Framework für resilient gestaltete, digitale Forschungsservices.
Der Austausch des zentralen Bibliotheksmanagementsystems ist für jede Bibliothek ein komplexes Projekt, bei dem es nicht nur um Medien und Metadaten, sondern auch und vor allem um Menschen geht, die den Wechsel vorbereiten und durchführen müssen. Mit einem Abstand von drei Jahren werfen die Autorinnen einen Blick zurück auf die Einführung des cloudbasierten Bibliotheksmanagementsystems Alma an der Universität Münster. Ziel ist es, zu eruieren, welche Maßnahmen damals wirklich hilfreich waren, was sich im Routinebetrieb etabliert hat und was damit für ein nächstes Projekt in Münster oder anderswo hilfreich sein kann.