
Die Oktoberrevolution 1917 fand in der Schweiz nicht die gleiche Zustimmung wie der Sturz der Zarenherrschaft acht Monate zuvor.1 Die sowjetische Regierung wurde zwar offiziell nicht anerkannt, aber eine diplomatische Mission im Mai 1918 in Bern empfangen. Damit nahm die Schweiz de facto Beziehungen zu Sowjetrussland auf und war zu diesem Zeitpunkt neben Deutschland das einzige Land mit diplomatischen Beziehungen zur neuen sowjetischen Regierung.2 Unter aussenund innenpolitischem Druck brach der Bundesrat allerdings bereits im November 1918 die diplomatischen Kontakte wieder ab und die sowjetische Vertretung wurde unter Militäraufsicht aus der Schweiz ausgewiesen.3 Obwohl beide Seiten zu verschiedenen Zeitpunkten an der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen interessiert waren, kam es erst nach ungefähr dreissigjährigem Unterbruch, am 18. März 1946, in Belgrad wieder zum Austausch diplomatischer Noten. Es handelte sich dabei um den ersten offiziellen diplomatischen Kontakt zwischen den beiden Ländern.4 Deswegen spricht Christine Gehrig-Straube in ihrer 1997 erschienenen Dissertation für die angesprochene Periode von den Beziehungslosen Zeiten.5 Während die diplomatischen Beziehungen unterbrochen waren, war das allgemein für die Kommunikation zwischen den beiden Ländern nicht der Fall und private sowie wirtschaftliche Verbindungen hatten weiterhin Bestand, worauf auch Gehrig-Straube bereits hinwies.6 Weitere Untersuchungen aus der Schweiz belegen den anhaltenden Kontakt von Privatpersonen und offiziellen Stellen beider Länder auch in den Beziehungslosen Zeiten, wobei insbesondere Auswanderungen von einem Land ins andere, Reisen von Politikern, Personen der politischen Linken und der Presse, das IKRK und kulturelle Beziehungen untersucht wurden.7 Wissenschaftliche Kontakte und der Austausch zwischen
Until World War I, many cultural ideas travelled from dominant Europe to the «New World». As the United States rose to become the leading world power in the 20 century, the main direction of transatlantic exchange reversed itself. The American idea of wilderness, at first romantically and religiously charged, found its way to Europe, as linguistic and other indicators have shown since the 1980s. The idea of the modern wolf, ecologically valuable and worthy of protection, emerged in the early postwar period, primarily in North America. The association of the two was the result of a historical coincidence; together, wolf and wilderness gained importance. In the cultural sphere of Europe, the association of wolf and wilderness was largely maintained. In the political sphere, on the other hand, various changes occurred.
This article focuses on martial contests (that is competitive activities involving the handling of weapons) in the city of Solothurn in the fifteenth and sixteenth century. The case study demonstrates how martial displays are connected with associations of citizens and networks of urban competitors, and how they play an essential role within the formation of town identity and of «martial ethics» (Ann Tlusty). It examines fencing and shooting contests based on regulations and documents from the city authorities. It then shows where and how they took place in urban spaces. Finally, it showcases a few examples of its extant material culture.