
Sterile Organnekrosen, Terpentinabscesse und Granulome nach Freunds Adjuvans lieferten kein Amyloid. Erfolglos blieben auch intravenöse Staphylokokkeninjektionen zur Erzeugung eines „Minutenamyloids“. Spontanamyloid wurde nicht beobachtet. Bakteriell infizierte Organnekrosen und Terpentinabscesse hatten in 59% eine Amyloidose meist starker Ausprägung zur Folge. In jedem Versuch mit Casein ließ sich eine Amyloidose erzeugen, die allerdings nur mit schwachem Organbefall einherging. Die Kombination mit Freunds Adjuvans verstärkte die Amyloidausprägung. Die artifizielle, chronisch fistelnde Osteomyelitides Mäusefemurs ist eine neue Methode, um eine starke Amyloidose zu erzeugen. Gegenüber der Caseininjektion hat sie den Vorteil der örtlichen Begrenzung der Eiterung und der Einzeitigkeit. Ihre technische Schwierigkeit liegt in der sicheren Applikation der Infektion.
Von 8 klinisch gesunden Hunden wurde durch Drainage des Ductus thoracicus Lymphe gewonnen und nach einer früher beschriebenen Methode (Hebel u. Liebich, 1969) für die elektronenmikroskopische Präparation eingebettet. Etwa in dem aus lichtmikroskopischen Untersuchungen bekannten Verhältnis traten kleine Lymphocyten (88%), mittlere und gro\e Lymphocyten, Plasmocyten und granulocytäre Elemente auf. Die morphologischen Eigenschaften der Zellen werden beschrieben und durch planimetrische Verfahren in Grö\e und Kernplasmarelation ermittelt. Die kleinen Lymphocyten aus dem Ductus thoracicus des Hundes stimmen in Form und Bau weitgehend mit den Untersuchungsergebnissen an anderen Tierarten überein. Au\er den bekannten Zellorganellen und Zelleinschlüssen treten bei einer kleinen Anzahl von Zellen elektronenoptisch dichte Granula auf, die als Lysosomen gedeutet werden. Die Bedeutung von kleineren und wesentlich zahlreicher auftretenden, granulierten oder lamellären Körperchen konnte nicht geklärt werden. In keinem Schnittbild konnte ein Centriol beobachtet werden. Die Zelldurchmesser kleiner Lymphocyten liegen im Durchschnitt bei 4,1Μ. Bei einem durchschnittlichen Kerndurchmesser von 3,0Μ ergibt sich für die Kernplasmarelation ein Mittelwert von 1,51. Die kleinen Lymphocyten weisen ein nahezu uniformes Zellbild auf. Der einzige Hinweis auf einen eventuellen Alterungsbzw. Spezialisierungsproze\ besteht in der Beobachtung, da\ Zellen mit niedriger Kernplasmarelation in der Regel mehr Zellorganellen (Mitochondrien, Golgifeld, ER) aufweisen und häufiger einen Nucleolus besitzen als solche mit hohem Kernplasmaverhältnis.
Bei 399 gesunden Männern und Frauen verschiedener Altersklassen wurde mit PSP-Dosen von 1–7 mg/kg bzw. 24–400 mg die TC-PSP bestimmt. Für die klinische Anwendung sind PSP-Dosen von 1–3 mg/kg geeignet, die Farbstoffkonzentration liegt dabei in einem günstigen Nachweisbereich von 0,1 bis 1,5 mg%. PSP verteilt sich in einem Volumen von 18–20% des Körpergewichtes. Aus dem PSP-Gesamtvolumen wird der Farbstoff mit einer HWZ von 20,6 bis 23 min oder einer Rate von 3,1–3,4%/min eliminiert. Die mittlere TC-PSP betrug bei einer Dosis von 3 mg/kg bei Männern 380 ± 81 ml/min und 372 ± 72 ml/min bei Frauen. Als unterer Normwert kann eine TC-PSP von 290 ml/min angesehen werden. Die TC-PSP ist um 10–22% größer als die renale PSP-Clearance, da ein Teil des Farbstoffes auch über die Leber ausgeschieden wird. Für die Beurteilung der Nierenfunktion kann auch die PSP-Retention nach 60 min im Blutserum herangezogen werden. Bei einer Dosis von 3 mg/kg ist eine Retention bis 0,4 mg% als normal anzusprechen. Bei niedrigeren Dosen ergeben sich folgende Normwerte für die Farbstoffretention nach 60 min: 1 mg/kg=0,065±0,016 mg%, 2 mg/kg=0,172 ± 0,049 mg%. Durch die Bestimmung der Totalclearance von PSP oder die alleinige Messung der PSP-Retention nach 60 min ist es möglich, rasch und einfach die Nierenfunktion abzuschätzen.
A 16-year-old euthyroid girl with familial goiter was found to have an elevated uptake of radioactive iodine and 25–40% plasma non-butanol extractable iodine at a time when she was taking thyroxine replacement medication. An analysis of the thyroid disclosed hyperplasia and empty follicular spaces. All of the soluble protein and almost all of the labeled soluble protein had a sedimentation constant of approximately 4S. Approximately half was precipitable with antialbumin serum. No evidence of thyroglobulin was obtained. The findings are interpreted as indicative of severely impaired synthesis of thyroglobulin.