
Gluteal augmentation with autologous fat, the so-called Brazilian butt lift (BBL), is the esthetic plastic surgery with the highest increase in demand in recent years. Simultaneously, there are many concerns and disinformation regarding the risk profile and safety of the intervention. Both in the lay press as well as in scientific publications, outdated statistics on the risk profile of BBL have regularly been quoted, without sufficient consideration of the recommendations of the international societies on the risk reduction of BBL published in 2018 and 2019. Firstly, the article puts new data and recent publications into context and shows the shortcomings of the still widely quoted outdated study. Secondly, the article presents the author's approach of a safe BBL. Having more than ten years' experience in BBL surgeries of which six have been after implementing the worldwide recommendations for risk reduction in BBL surgeries, the author gives tips and tricks how to perform a safe BBL, both to experienced BBL surgeons as well as new colleagues.
In recent years gluteal augmentation has gained in popularity in plastic surgery. The two currently used techniques are placement of silicone implants and adipose tissue transplantation. The combination of fat transplantation and silicone implants provides a multitude of advantages. The injection of autologous fat in the superficial subcutaneous layer avoids the visibility of implant contours, especially in slender patients. When sufficient fat transplant and recipient tissue are available it can achieve an esthetically very appealing additive volume in the area of the trochanter recess, especially in combination with a gluteal implant.
In recent years, the number of gluteal augmentations carried out worldwide has steadily grown. In addition to surgical gluteal augmentations the demand for nonsurgical augmentation options is also increasing. Injectable fillers, such as hyaluronic acid, polylactic acid or a polyamide gel are used. Different effects can be achieved depending on the product. Polyamide gel and hyaluronic acid fillers are used for a larger volume augmentation. In contrast, an improvement in skin quality or small indentations can be achieved by treatment with polylactic acid products; however, using nonsurgical gluteal augmentations also involves risks that should not be ignored.
Im Rahmen von Untersuchungen im Bereich der Attraktivitätsforschung lässt sich mithilfe von Morphing-Software ein Prototyp des attraktiven Frauengesichts erstellen. Dieses Gesicht ist das Ergebnis eines Konsens bezüglich bestimmter Attraktivitätsmerkmale wie braunere Haut, schmaleres Gesicht, längere Wimpern, höhere Wangenknochen, schmalere Nase, vollere Lippen etc., die „harmonisch“ zusammenspielen. Als besonders attraktiv bewertete Frauengesichter folgen dem sog. Kindchenschema. Diese Phänomene können mit der Entwicklungsgeschichte des Menschen erklärt werden: Jugendliche und gesunde Frauen wurden von Männern schon immer als für die Fortpflanzung besonders geeignete Partnerinnen bevorzugt. Seit Jahrtausenden versuchen Frauen deshalb, diese Jugendmerkmale zu betonen: sei es durch das Färben der Haare, Verlängern der Wimpern, Betonen der Augen, Zupfen der Augenbrauen oder Entfernung der Körperbehaarung. Die ästhetische Chirurgie eröffnet seit einiger Zeit immer mehr Möglichkeiten in diesem Sinn; sie wird zunehmend genutzt und akzeptiert. Es findet ein Normen- und Wertewandel statt, der in Zukunft dazu führen wird, dass chirurgische Schönheitsmaßnahmen als selbstverständlich angesehen und ihre Nutzung mit einem höheren Sozialprestige verbunden sein werden.
Medical peeling necessitates an exact knowledge of the legal provisions for the application as well as the necessary specialist knowledge about the magistral substances used. Phenol and croton oil are often used in formulations as medical peels; however, in Germany they are classified as questionable by the Pharmaceutical Committee. According to 5 sect. 1 of the Medicinal Products Act it is forbidden to place questionable pharmaceutical on the market or to use them on people; however, for phenol there are explicitly mentioned exceptions to this rule: special applications in which phenol is only used once or in small amounts, e.g. sclerosing, peeling and nail extraction. More recent classifications or appraisals with respect to the application in magistral preparations are not known for phenol and croton oil and are also not to be expected. It is beyond dispute that treatment with phenol and croton oil is a treatment on a healthy person, which must always be carried out by assessment of the individual case. The current legal situation on the use of the substances phenol and croton oil in medical peeling is partially confusing. There is no clear and binding statement by a responsible body and therefore no legal security for pharmacies. Healthcare professionals are required to act in an evidence-based manner and on their own responsibility. In this respect there is perhaps the possibility to stimulate new studies and data collection by enquiries to the Federal Institute for Drugs and Medical Devices (BfArM), as a critical examination of this topic will presumably be guided mainly due to necessity or an increased demand. In this context, especially users like the interested medical profession would be considered as duty bound.
Die Weichteilästhetik und deren Beeinflussung nimmt in der modernen Kiefer- und Gesichtschirurgie bei der Diagnostik und Planung eine zentrale Rolle ein. Die Analyse und korrekte Interpretation der Weichteilbefunde kann bereits die notwendigen skelettalen Bewegungen im Hinblick auf ein ästhetisches Resultat vorgeben. Mit der beschriebenen „Wing-Osteotomie“ des Unterkieferrands steht eine zusätzliche Technik zur Verfügung, welche auch für anspruchsvolle Problemstellungen voraussagbare, wiederholbare und in Bezug auf Funktion und Ästhetik ansprechende Resultate liefert.
In den letzten Jahren hat die Anzahl an weltweit durchgeführten Gesäßvergrößerungen immer mehr zugenommen. Neben den chirurgischen glutealen Augmentationen steigt zunehmend die Nachfrage nach nichtchirurgischen Augmentationsmöglichkeiten. Zum Einsatz kommen dabei injizierbare Füllstoffe wie beispielsweise Hyaluronsäure, Polymilchsäure oder ein Polyamidgel. Je nach Produkt können dabei unterschiedliche Effekte erzielt werden. Das Polyamidgel oder ein Hyaluronsäurefiller werden dabei eher zur Augmentation eines größeren Volumens eingesetzt. Eine Behandlung mit Polymilchsäureprodukten kann hingegen eine Verbesserung der Hautqualität oder kleiner Dellen erzielen. Der Einsatz von nicht chirurgischen glutealen Augmentationen bringt aber auch Risiken mit sich, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.
Zusammenfassung Chirurgische Facelift-Techniken haben seit mehr als 20 Jahren ihren festen Platz in modernen Gesichtsverjüngungskonzepten. Vielfältige Techniken sind beschrieben worden. Die Tendenz der letzten zehn Jahre geht zu weniger invasiven Eingriffen und natürlichen Resultaten, die ein verjüngtes, kein überstrafftes Gesichtsbild vermitteln. Essenzieller Teil einer Gesichtsverjüngung ist die Verjüngung bzw. Erneuerung des Hautbildes, welches entscheidend zum Gesamteindruck beiträgt. Die reine Repositionierung der Gesichtsvolumina und das Straffen einer gealterten Haut können keine umfassende und überzeugende Verjüngung erreichen. Fachübergreifende Kombinationstechniken dienen zur Erweiterung der Indikation des Facelifts und zur Verbesserung des ästhetischen Outcomes. Ziel dieses Artikels ist es, Möglichkeiten und Grenzen von zeitgleich mit einer Gesichtsstraffung durchzuführenden Hautverjüngungstechniken anhand des adjuvanten Einsatzes verschiedener Peelingtechniken und des autologen Fetttransfers im Rahmen unseres P.A.V.E.(„peeling assisted volume enhancing“)-Lift-Konzepts sowie die Effizienz und Sicherheit eines solchermaßen erweiterten Behandlungsansatzes aufzuzeigen.
Chemisches Peeling bewirkt eine gezielte Verletzung der Epidermis oder Dermis mittels einer Säure, eine kontrollierte Exfoliation und Inflammation der Haut sowie anschließende Neokollagenese. Die unterschiedlichen Peelverfahren kommen je nach Indikation, Lokalisation und anatomischen Gegebenheiten sowie benötigter Eindringtiefe zum Einsatz. Die Wirkung lässt sich über die Konzentration und Einwirkzeit einer Lösung steuern. Nach der Behandlung geht die Regeneration der Haut von den Follikeln aus. Deren Dichte bemisst sich an Kopfhaut, Stirn und Wangen auf etwa 500/cm2, am Rücken auf 40–80/cm2, an der Brust auf 15–60/cm2 und an Hals, Armen, Händen und Beinen auf circa 10/cm2. „Je höher die Follikelkonzentration, desto aggressiver können Sie in diesen Regionenpeelen“, so Dr. TorstenWalker, Dermatologemit Privatpraxis in Ludwigshafen. Daraus leiten sich folgende Anwendungsmöglichkeiten ab: Phenollösung ausschließlich für das Gesicht, α-Hydroxysäure, Salizylsäure (β-Hydroxysäure) und Trichloressigsäure (TCA) sowie JessnerLösung und Kombinationen außer für das Gesicht auch für Dekolleté, Hals und Hände sowie außerdem für die Beine, etwa bei Keratosen.
Herr Dr. Heppt, Sie sindMitautor der Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“. Dort haben Sie unter anderem das Kapitel zu den chemischen Peelings mitverfasst, wo es heißt, die aktuelle Datenlage lasse keine Empfehlung zum Einsatz der Peelings gegen aktinische Keratosen zu. Da es ja eine Vielzahl anderer bewährter Verfahren gibt: Besteht überhaupt Bedarf für Peelings?
ZusammenfassungDie extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) bedient sich akustischer Wellen, um biologische Wirkungen im Zielgewebe zu erreichen. Seit ihrer ersten klinischen Anwendung im Jahr 1980 ist eine Reihe an biologischen Antworten der ESWT mechanistisch aufgeklärt worden, so u. a. eine Stammzellaktivierung, antifibrotische Effekte, Effekte auf den verbesserten Lymphabfluss und weitere mehr. Zur Cellulite liegen mithin 12 klinische kontrollierte Studien vor, die positive Effekte der ESWT mit radialen wie auch fokussierten ESWT-Technologien bestätigen. Auch die Stimulation von autologem Fettgewebe mit „adipose-derived stem cells“ durch die ESWT ist mit einigen experimentellen Studien belegt. Insofern erscheint die ESWT als nebenwirkungsfreie Therapieform in der Hand des sachkundigen ESWT-Anwenders eine hochattraktive Therapieform zu sein, die auch in der Kombination mit anderen Therapieverfahren sinnvoll ist.
Extracorporeal shock wave therapy (ESWT) uses acoustic waves to elicit a biological cellular response. Since its first clinical application in 1980 several biological responses of a given tissue to ESWT have been elucidated, such as a stem cell activation, antifibrotic effects and enhancement of lymph drainage. As far as cellulitis is concerned 12 clinically controlled studies are available that confirmed the positive effects of both radial and focused ESWT on cellulitis. Stimulation of autologous fatty tissue with adipose-derived stem cells (ASC) by ESWT has recently been shown experimentally. Thus, ESWT appears to be a highly attractive non-invasive therapeutic option without adverse effects when performed by an experienced and certified ESWT therapist.
Eine Vielzahl individueller Faktoren muss bei der Durchführung von Straffungseingriffen in der ästhetischen Medizin bedacht und in das Behandlungskonzept integriert werden. Der Body Mass Index (BMI) sowie dessen dynamischer Verlauf sind von großer Bedeutung bei Planung, Durchführung und Nachsorge in der plastischen Chirurgie. Ziel der Arbeit ist eine kritische Begutachtung des Einflusses von Schwankungen des BMI auf Behandlungen in der ästhetischen Medizin und plastischen Chirurgie. Der vorliegende Beitrag entspricht der Meinung der Autoren und sollte als solche betrachtet werden. Die Berechnung von 3 Faktoren des Body Mass Index in der Patientenhistorie (BMI-Minimum, BMI-Maximum und aktueller BMI) zeigt Relevanz für alle Behandlungen in der ästhetischen Medizin und nimmt Einfluss auf die Behandlungsmethode und das Endergebnis. Neben den bekannten Faktoren wie Alter, Lebensstil, Geschlecht und der schwer einschätzbaren Genetik ist v. a. die Geschichte des mehr oder weniger überdehnten superfiziellen Fasziensystems (SFS) ein ganz entscheidender Faktor für ein mögliches Ergebnis.
Zusammenfassung Das Lipödem ist eine sehr komplexe, unvermutet häufig anzutreffende Erkrankung des Fettsystems der Extremitäten. Es handelt sich hier um ein lymphologisches Krankheitsbild, wobei besonders das Baufett betroffen ist. Nur in wenigen Fällen ist es auch mit metabolischen Symptomen assoziiert. Das Lipödem ist eine Sonderform der Adipositas, die weder in der Medizin noch in der Bevölkerung als bewegungs- und diätresistent wahrgenommen wird. Die betroffenen Patienten sind in ihrem seelischen Gleichgewicht äußerst betroffen. Aufgrund unserer anatomischen Untersuchungen kann man durchaus von einer ernsthaften, progressiven Erkrankung des subkutanen Fettgewebes und der benachbarten, assoziierten Strukturen sprechen. Es ist nicht nur die Klinik, sondern auch die duplexsonographische Evaluierung und impedanzanalytische Exploration sind zur Diagnosefindung und zur postoperativen Verlaufskontrolle notwendig. Auch bestätigt ein besonderes Verhalten der Stammzellen den Pathomechanismus. Durch Ausdünnung der Dermis und Verlust der elastischen Fasern sind dermatologische Problemstellungen wie Trockenheit, Infektneigung, Vulnerabilität und Neigung zu Ekchymosen erklärbar. Hier dürfte v. a. die Funktion des dermalen Fettes beeinträchtigt sein. Aus unseren Beobachtungen geht hervor, dass insbesondere die frühzeitige operative Therapie mittels Liposuktion einen nachhaltigen Wert für Patienten im Frühstadium hat und den Patienten eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität bringt.
QR-Codescannen&Beitragonline lesen Anatomie, ein Wort, das „auseinander schneiden“ bedeutet, hat als naturwissenschaftliches Fach die heutige Medizin wie kein anderes Fach geprägt und beeinflusst. In den Anatomievorlesungen wird Medizin nicht selten als angewandte Anatomie beschrieben, um dieser leider aussterbenden Domäne doch noch ein wenig Hoffnung zu verleihen, bevor sie gänzlich von den klinischen Fächern verschluckt und inkorporiert wird. Die Frage, die ich mir als Anatom heutzutage stelle, ist: „Wie konnte es so weit kommen? Wie konnte die Anatomie derart an Wichtigkeit verlieren, dass an vielen internationalen Universitäten und medizinischen Lehreinrichtungen es gar kein Institut für Anatomie mehr gibt?“ Die Antwort darauf ist entweder eine Verleugnung der realen Tatsachen, dass dem nicht so sei, oder, dass die Anatomie sich in der Vergangenheit zu wichtig genommen hat und sich langsam, aber stetig von der klinischen Medizin entfernt hat. Wenn man als Anatom ehrlich und reflektiert genug ist, wird man zustimmen, dass 50% (oder sogar mehr) des anatomischen Curriculums nicht in der Klinik gebraucht werden. (Hierbei sollte angemerkt werden, dass der Verfasser dieses Editorials die unfallchirurgische Schule durchlaufen hat und beide Seiten kennt.) Ob es daran liegt, dass erfolgreiche Absolventen eines Medizinstudiums lieber in die Klinik gehen mit guten Gehältern und langfristigen Arbeitsverträgen, als in kalten Präparationssälen Fragen von unvorbereiteten Studenten zu beantworten, kann ebenfalls dazu geführt haben, dass die Kluft zwischen anatomischer Ausbildung und Klinik immer weiter gewachsen ist. Es können meiner persönlichen Meinung nach viele Gründe angeführt werden und Schuldige an den Pranger gestellt werden, aber eine Lösung wird dadurch auch nicht eher gefunden werden. Von wesentlich größerer Bedeutung hingegen ist, was getan werden muss, damit Anatomie erneut ein klinischer Wegweiser werden kann, der Klinikern die Kompetenz an die Hand gibt, um sicherer und effektiver den Patientenvertrag erfüllen zu können. Der an BedeutunggewinnendeBereich derästhetischenMedizin,dermultidisziplinär sowohl in den chirurgischenund nichtchirurgischen Fächern angesiedelt ist, gilt oftmals als der Wilde Westen der Medizin, und nicht selten wird der Begriff „Ästhetik“ als Unwort verwendet. Der wichtigste Grund hierfür ist meiner persönlichen Meinung nach die eminenzbasierte Herangehensweise an Therapieplanung und Durchführunganstatt einer evidenzbasierten, wie es in allen anderen Fachgebieten der Medizin der Fall ist. Nicht selten wird als Leitlinie die persönliche Meinung einer Prominenz aus den „social medias“ verwendet, willentlich oder unwillentlich vergessend, dass auf der anderen Seite des Skalpells oder der Injektionsnadel sich ein Patient befindet. Dass Leitlinien größtenteils fehlen und dass es kaum Grundlagenforschung in diesem Bereich gibt, sollte nicht an den Behandlern ausgelassen werden. Denn es ist nicht deren primäre Aufgabe,diesesWissenzugenerieren, sondern es anzuwenden. In den letzten Jahren hat glücklicherweise das Fachgebiet der Anatomie eine Renaissance erlebt, besonders wenn es um die Anatomie des Gesichts oder der suprafaszialen Weichteile des Körpers geht. Neue Erkenntnisse sind veröffentlicht worden, worunter die Biomechanik
ZusammenfassungInjektionen mit Soft-Tissue-Fillern, insbesondere Hyaluronsäure, gehören heute zu den beliebtesten minimal-invasiven Behandlungsmethoden der Gesichtsverjüngung. Mit zunehmendem Verständnis der anatomischen Hautstrukturen und dem Wissen über die Physiologie der Hautalterung haben sich gezielt Behandlungsstrategien und -methoden entwickelt, um Patienten nach ihren Wünschen so optimal wie möglich zu behandeln. Grundlegend können Patienten entsprechend ihrem Behandlungswunsch in die Kategorien Prophylaxe, Optimierung oder Regeneration eingeteilt werden. Der Markt an Füllpräparaten liefert für jedes Behandlungsziel geeignete Präparate. Dieser Beitrag gibt einen grundlegenden Überblick zur Gewebeaugmentation mit Füllpräparaten und gibt Anregungen, um sichere Behandlungen mit optimalem Ergebnis strukturiert zu planen und durchzuführen.