
Summary Betrachtet man Traumata aus Sicht der TCM (fünf Wandlungsphasen), der Polyvagaltheorie und des Somatic Experiencing, zeigt sich das Prinzip vegetativ gespeicherter, mehrstufiger Anpassungsreaktionen. Diese werden durch spätere Trigger immer wieder aktiviert, was zu Vermeidungsverhalten führen kann. Wird die Aktivierung einer Abwehrreaktion therapeutisch begleitet und mit einer körperlich empfundenen Ressource verknüpft, kann sich nach dem Modell des Somatic Experiencing eine Entladung und Neuorganisation beschreiben lassen. Berührungen im Rahmen des Shiatsu orientieren sich unter anderem an den Meridianen der TCM und haben zum Ziel, Hinweise auf Art und Ort der Abwehrreaktion zu liefern. Im zweiten Schritt geht es darum, durch angenehme Körperempfindungen Regulation und Resilienz zu unterstützen sowie alte Reaktionsmuster zu beeinflussen.
Summary Die Aortenklappenstenose (kurz: Aortenstenose) betrifft in der Altersgruppe über 75 etwa 3–5% der Menschen und zählt zu den oftmals unterschätzten Herzerkrankungen. Sie kann lange Zeit unerkannt bleiben, bis sie schlimmstenfalls durch den plötzlichen Herztod klinisch auffällig wird. Es wird unterschieden zwischen angeborenen Klappendefekten und erworbenen Formen (z.B. durch degenerative Veränderungen, Endokarditis oder rheumatisches Fieber), die durch eine Verengung des Blutdurchflusses eine Druckerhöhung im linken Ventrikel (häufig mit Linksherzhypertrophie) und eine Reduzierung der Sauerstoffversorgung (u.a. von Herz und Gehirn) bewirken. Nach einem zunächst asymptomatischen Verlauf zeigen sich klinisch im fortgeschrittenen Stadium (ab ca. 75 % reduziertem Öffnungsquerschnitt) typischerweise eine verringerte Blutdruckamplitude, ein weicher Puls sowie (zunächst jeweils bei Belastung, später in Ruhe) Dyspnoe, Angina pectoris (eventuell mit koronarer Herzkrankheit), Synkopen, Herzrhythmusstörungen und Leistungsabfall. Häufig ist im Verlauf ein Klappenersatz erforderlich.
Summary Liebe Heilpraktikeranwärter – mit diesen Karteikarten wollen wir Sie bei der Vorbereitung auf die mündliche Heilpraktikerüberprüfung unterstützen. Viel Erfolg beim Lernen wünscht Ihnen HP Eva C. Schmid!
Summary Die Falx cerebri (Großhirnsichel) ist eine sichelförmige Falte der Dura mater (harte Hirnhaut), die im Kranium (knöcherner Schädel) in der Mittellinie zwischen den beiden Gehirnhälften verläuft. Man spricht auch von einer Hirnhautduplikatur. Sie entspringt im Inneren des Schädels vorne am Übergang zwischen Siebbein und Stirnbein und zieht zum hinteren Schädelende. Dort setzt sie am inneren Höcker des Hinterhaupts an. Die Falx cerebri ist im mittleren Verlauf besonders dick und stabil, sie wird zu den Rändern hin sehr dünn. Sie ist Bestandteil des sogenannten Membransystems des Kraniums.
Summary Die Aromamassage verbindet die Anwendung von Aromatherapie und klassischer Massage. Sie nutzt dazu hochwertige, naturreine ätherische Öle, die mit 95,0–99,5 % Trägeröl (häufig Mandel-, Johanniskraut-, Jojoba- oder Olivenöl) zu dem jeweiligen Massageöl vermischt werden und über Haut und Geruchssinn wahrgenommen werden. Zu den häufig verwendeten und in diesem Artikel vorgestellten ätherischen Ölen zählen Auszüge von Lavendel, Rose, Mandarine, Rosengeranie, Weihrauch, Cajeput, Wacholder, Wintergrün, Fenchel, Anis und Kümmel. In der Praxis werden unter anderem die im Beitrag beschriebenen Rücken-, Colon- und Handmassagen angewendet, die unter anderem zur Förderung von Entspannung und zur Lockerung beitragen können.
Summary Der Bauch reagiert sensibel auf Belastung und Spannung. Ruhige manuelle Impulse können Orientierung geben und regulierende Prozesse begleiten – stets im Rahmen des individuellen Empfindens. Die Therapeutische Frauen Massage (TFM) betrachtet den Bauch als sensiblen Wahrnehmungsraum. Durch achtsame, sanfte Berührung kann der Zugang zur eigenen Körperwahrnehmung unterstützt werden. Die Bauchbehandlung versteht sich als Teil einer ganzheitlichen Begleitung. Ziel ist es, Selbstwahrnehmung und Selbstregulation behutsam anzuregen, ohne etwas erzwingen zu wollen.
Summary Die Leistenregion stellt eine anatomisch wie klinisch bedeutende Übergangszone zwischen Abdomen und Oberschenkel dar. Zentraler Orientierungspunkt ist das Leistenband (Ligamentum inguinale), das nicht nur eine mechanische Struktur ist, sondern zugleich eine wichtige Orientierungslinie für die topographische Gliederung der darunterliegenden Räume bildet. Für die naturheilkundliche Praxis ist die Leistenregion insbesondere bei funktionellen Beschwerden im Bereich von Becken, Hüfte und Oberschenkel oder bei lymphatischen Abflussstörungen der unteren Extremität eine relevante Untersuchungs- und Behandlungsregion.
Summary Arteriosklerose vollzieht sich multifaktoriell in einem Zusammenspiel aus endothelialer Dysfunktion, Entzündungsaktivität, Lipidablagerung, Plaquebildung und Gefäßumbau. Meist zeigen sich bereits im Vorfeld typische Risikofaktoren wie Fehlernährung, Bewegungsmangel, Schlafstörungen, Stress, Adipositas, Alter, familiäre Häufung, Rauchen, Hypertonie oder hormonelle Störungen sowie auffällige Laborergebnisse (z.B. Cholesterin, Triglyzeride, Glukose). Klinisch treten unter anderem – zunächst häufig unspezifische – kardiologische, vaskuläre, neurologische, metabolische oder psychovegetative Beschwerden auf. Im Vorfeld ist eine leitliniengerechte medizinische Behandlung sicherzustellen. Im Artikel werden naturheilkundliche Ansätze dargestellt, die in der Literatur im Zusammenhang mit Lebensstil, Gesundheits oder Regulationskonzepten beschrieben werden. Dazu zählen unter anderem Aspekte der Ordnungstherapie (Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement), orthomolekulare Ansätze, Phytotherapie und (Komplex) Homöopathie.
Summary Einreibungen sind eine bewährte Form der äußeren Anwendung, die in unterschiedlichen Medizinsystemen seit Jahrhunderten praktiziert und gepflegt wird. Sie nehmen in der naturheilkundlichen Praxis eine wichtige begleitende Rolle ein, beispielsweise zur Förderung von Körperwahrnehmung, Entspannung und subjektivem Wohlbefinden. Der Beitrag gibt einen Überblick über geschichtliche Hintergründe, theoretische Grundlagen und ausgewählte Anwendungsmöglichkeiten therapeutischer Einreibungen.
Summary Die Rhythmische Massage Therapie (RMT) nach Ita Wegman wurde als anthroposophische Methode aus der klassischen Massage entwickelt und arbeitet vor allem mit strömenden, saugenden und rhythmischen Griffen. Zu den Grundgedanken zählt, die unterschiedlichen Rhythmen der Patient*innen wahrzunehmen, anzusprechen und zusammenzuführen, mit dem Ziel, Polaritäten ausgleichend zu begleiten sowie Erneuerungskräfte, Resilienz und Anpassungsfähigkeit zu fördern. In den beiden vorgestellten Fällen wurden unter Anwendung der Methode eine deutliche Entspannung und Durchwärmung sowie ein Rückgang der Beschwerden beschrieben (Kraftlosigkeit nach Chemotherapie sowie starke Schulterschmerzen durch Überlastung).
Summary Die beiden Mimosengewächse Mimosa pudica und Acacia dealbata zeigen, wie vielseitig die botanische und aromatische Nutzung verschiedener Mimosenvertreter sein kann. Während die M. pudica (Schamhafte Sinnpflanze) vor allem durch ihre charakteristische Reizbewegung, ihre traditionelle Verwendung in der Volksheilkunde und die Verarbeitung ihrer Samen in modernen Präparaten auffällt, steht bei der A. dealbata (Silberakazie) das florale Absolue im Mittelpunkt, das durch seine komplexen Duftbausteine und etablierten Anwendungen in der Aromatherapie und Naturparfümerie Anwendung findet. Beide Pflanzen eröffnen damit unterschiedliche Anwendungsfelder.
Summary Liebe Leserinnen, liebe Leser, testen Sie Ihr Wissen und frischen Sie Ihre Kenntnisse auf. Bitte kreuzen Sie jeweils eine Antwort an. Viel Spaß beim Beantworten wünscht Ihnen HP Eva C. Schmid.
Summary Die meisten Menschen kennen Rückenschmerz aus eigener Erfahrung, fast ein Drittel leidet chronisch darunter. Ursachen sind meist nicht die häufig befürchteten Wirbel- oder Bandscheibenschäden, sondern lebensstilbedingte Faktoren wie Stress, Fehlhaltungen und Bewegungsmangel. Die Methode Hanne-Marquardt-Fußreflex verfügt über ein fein abgestimmtes System von Reflexzonen am Fuß, beginnend mit einer palpatorischen Untersuchung auffälliger Reflexzonen (zum Beispiel Aufquellung, Spannung) über eine entlastende Akutbehandlung bis hin zur gezielten Therapie der Zonen der Wirbelsäule, Muskeln, Diaphragmen und Beckenbänder mittels Druck- und Dehntechniken. Im vorgestellten Fallbeispiel einer Patientin mit chronischen LWS‑Schmerzen wird zunächst eine Akutbehandlung beschrieben, gefolgt von verschiedenen Grifftechniken.
Summary Der Beitrag beschreibt, wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) Kontrakturen im Rahmen ihrer traditionellen Mustererkennung („Syndrome“) einordnet und anhand typischer Leitsymptome und Befunde interpretiert. Zudem werden Verfahren der TCM wie Akupunktur und die Anwendung chinesischer Kräuter vorgestellt, die innerhalb dieses Modells traditionell zur begleitenden Unterstützung eingesetzt werden.
Summary Der Begriff Sklerose bezeichnet kein einheitliches Krankheitsbild, sondern eine morphologische Veränderung des Gewebes mit sehr unterschiedlichen Ursachen und Erscheinungsformen. Im Rahmen des chronischen Umbauprozesses kommt es zu Verhärtungen und eventuell Vernarbungen, typischerweise auf der Grundlage von Gefäßschäden, Hypoxie und Entzündung. Zu den im Beitrag beschriebenen Erkrankungen zählen neben der systemischen (Sklerodermie) und tuberösen Sklerose insbesondere Sklerosen der Gefäße und parenchymatösen Organe (Arteriosklerose, Nephrosklerose, Phlebosklerose, Lungenfibrose, primär sklerosierende Cholangitis), der Haut (zirkumskripte Sklerodermie, Lichen sclerosus), des Nervensystems (Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose) und des Innenohrs (Otosklerose).
Summary Zwangserleben kann den Alltag deutlich belasten und geht über gesteigerte Gewissenhaftigkeit hinaus. In vielen therapeutischen Ansätzen wird es als ein Versuch der Psyche verstanden, in einer als unsicher empfundenen Umgebung Orientierung, Autonomie und Kontrolle zu bewahren. In der Gesprächstherapie nach Carl Rogers begegnet der Klient einem Rahmen aus Empathie, Akzeptanz, Wertschätzung und Kongruenz. Die Gestalttherapie nach Fritz Perls richtet den Blick auf das aktuelle Erleben und darauf, welche Funktion Zwänge innerhalb dieses Erlebens einnehmen – was zu einem vertieften Verständnis beitragen kann. Auch die klassische Homöopathie wird in der Praxis ergänzend genutzt. Innerhalb der traditionellen Miasmenlehre wird die Lebensenergie als orientierendes Konzept herangezogen.
Summary Bei der Multiplen Sklerose (MS) greifen Betroffene auch ergänzende nichtmedikamentöse oder naturheilkundliche Ansätze auf, die in der Literatur im Zusammenhang mit allgemeinen Gesundheits, Lebensstil oder Regulationskonzepten beschrieben werden. Aspekte wie Veränderungen der Darmbarriere, Fettsäuremuster, oxidativer Stress, Ernährung, Blasenfunktionsstörungen oder der Nervonsäuremetabolismus werden in der Komplementärmedizin diskutiert. In der Heilpraxis werden diese Ansätze im Sinne einer begleitenden Orientierung aufgegriffen, etwa mit diätetischen Konzepten, der Unterstützung einer intakten Darmmucosa, der Anwendung von Mikronährstoffen oder dem Einsatz von Probiotika.
Summary Drei Fachleute stellen Behandlungsansätze bei Myogelosen aus der Osteopathie, der Klassischen Homöopathie und Biochemie nach Schüßler vor.
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Summary Im Rahmen der systemischen Sklerose (Sklerodermie) kommt es zu immunologischen Prozessen, die mit einer Verhärtung und/oder Vernarbung der Haut sowie in manchen Fällen auch innerer Organe verbunden sein können, häufig beginnend mit dem Raynaud Syndrom. Die homöopathische Behandlung nimmt vor allem das systemische Geschehen wie die Autoimmunität in den Blick. Bei starken lokalen beziehungsweise nachgeordneten Beschwerden fokussiert sie jedoch auch einzelne Beeinträchtigungen wie Haut-, Gefäß-, Schleimhaut- oder Organstörungen. Homöopathische Behandlungsansätze beziehen sich traditionell sowohl auf das gesamte Geschehen – einschließlich systemischer Aspekte wie Autoimmunität – als auch auf einzelne Beschwerden wie Veränderungen an Haut, Gefäßen, Schleimhäuten oder Organen. Zu den in diesem Zusammenhang gebräuchlichen homöopathischen Mitteln zählen Echinacea angustifolia, Arsenicum album, China, Secale cornutum, Thallium, Sepia, Graphites und Strontium carbonicum.