
Diese narrative Übersichtsarbeit befasst sich mit der Integration osteopathischer Prinzipien in die moderne Wissenschaft, um den Anforderungen des heutigen Gesundheitswesens gerecht zu werden und gleichzeitig die Identität der Osteopathie zu bewahren. Der Enaktivismus bietet hierfür einen Rahmen, der Umwelt-, psychologische, soziale und existenzielle Faktoren berücksichtigt und eine biobehaviorale Synchronisation zwischen Patient*in, Behandler*in und Umwelt fördert. Diese kann durch einen 4-stufigen Prozess unterstützt werden: •narrative Sinn- und Entscheidungsfindung,•berührungsbasierte Entscheidungsfindung,•achtsamkeitsbasierte osteopathische manuelle Behandlung und•patient*innenzentrierte, partizipative osteopathische Ansätze.Zusammen fördern diese Schritte eine personenzentrierte Versorgung, stärken die therapeutische Allianz und bieten ein kultursensibles, holistisches Modell. Zukünftige Forschung sollte die Anwendbarkeit und den Einfluss auf Behandlungsergebnisse in unterschiedlichen Populationen untersuchen.
Das Institut für osteopathische Studien (INIOST) pflegt die osteopathische Datenbank OSTLIB (ostlib.de). Wie in den vergangenen Jahren wurden auch für das Jahr 2025 osteopathische Studien nach verschiedenen Kriterien ausgewertet. Eine Auswahl wird in dieser Übersicht vorgestellt.
Die Osteopathische Presbyvestibulopathie-Studie ist eine prospektive randomisierte und kontrollierte Studie zur osteopathischen Behandlung von Patient*innen mit Schwindel und Fallneigung. In diesem 1. Teil werden der Hintergrund, Studienziel, die Methoden und das Studiendesign erläutert. Eine differenzierte Darstellung der Studienergebnisse, der statischen Auswertung der erhobenen Daten sowie der Hypothesen sind zu finden im 2. Teil der Publikation in der nächsten Ausgabe [33].
Die Osteopathische Presbyvestibulopathie-Studie ist eine prospektive randomisierte und kontrollierte Studie zur osteopathischen Behandlung von Patient*innen mit Schwindel und Fallneigung. Im 1. Teil wurden in der vorigen Ausgabe der Hintergrund, das Studienziel, die Methoden und das Studiendesign erläutert. Eine differenzierte Darstellung der Studienergebnisse, der statischen Auswertung der erhobenen Daten sowie der Hypothesen sind in diesem 2. Teil der Publikation zu finden [32].
Schmerz entsteht nicht nur durch akute Gewebeschädigung, sondern kann auch bei potenzieller Bedrohung, Sensibilisierung oder eingeschränkter Beweglichkeit auftreten. Chronischer C-Faser-Schmerz geht häufig mit zentraler Sensibilisierung und einer anhaltenden Stressreaktion einher, die die Regeneration und den Energiehaushalt beeinträchtigt. Bildgebung und Messinstrumente erfassen diese Prozesse nur begrenzt. Neben degenerativen und entzündlichen Erkrankungen spielen Immobilität und Lebensstil eine Rolle in der Entstehung. Die osteopathische Behandlung (OMT) nutzt Bewegung, um nozizeptive Aktivität zu modulieren, Stress zu reduzieren und die Selbstregulation des Organismus zu unterstützen.