
Zusammenfassung Ein wesentliches Ziel in der Herzrehabilitation ist die Unterstützung von Lebensstiländerungen und in dem Zusammenhang der Aufbau eines körperlich aktiven Lebensstils. Patient*innen hierzu zu befähigen, ist eine zentrale Aufgabe in der Rehabilitation, und zugleich fällt es vielen schwer, Erfolge der Rehabilitation in den Alltag zu transferieren. Für Sport- und Bewegungstherapeut*innen stellt sich die Frage, wie eine solche Veränderung bestenfalls begleitet werden kann. Mit dem Motivational Interviewing steht ein vielversprechender Ansatz zur Verfügung. Ursprünglich für die Suchttherapie konzipiert, hat sich die Methode mittlerweile in vielen Bereichen der Gesundheitsberatung etabliert. In der vorliegenden randomisierten Kontrollstudie wurde die Effektivität von Motivational Interviewing im Kontext der Rehabilitationsnachsorge empirisch getestet. Im Anschluss einer kardiologischen Rehabilitation wurden 3–4 Interventionsgespräche im Onlineformat im Zeitraum von 7–11 Wochen nach Entlassung durchgeführt. Die Teilnehmer*innen der Kontrollgruppe erhielten 2 Gespräche ohne motivationale Intention. Das Aktivitätsniveau wurde zu 4 Messzeitpunkten im Zeitraum von 1 Jahr mit dem Freiburger Aktivitätsfragebogen erhoben, wobei jeweils das wöchentliche Pensum der Aktivitäten mit moderater bis hoher Intensität für die Auswertung relevant war. Die Ergebnisse zeigten einen kurzfristigen Effekt der Intervention nach 2 Monaten (p=,005). Die Teilnehmer*innen der Treatmentgruppe wiesen ein signifikant höheres Aktivitätsniveau auf. Auch hinsichtlich der nachhaltigen Entwicklung zeigte der Gruppenvergleich über alle Messzeitpunkte bis zu einem Jahr nach Entlassung signifikante Unterschiede (p<,001). Motivational Interviewing scheint ein effektives Verfahren zur Unterstützung von Lebensstiländerungen im Anschluss an eine Rehabilitation zu sein.
Zusammenfassung Die Wirksamkeit körperlicher Aktivität als unterstützende Maßnahme in der Behandlung depressiver Störungen gilt mittlerweile als gut belegt. Krafttraining (Resistance Training, RT) als spezifische Trainingsform wird zunehmend als ergänzende Therapieoption diskutiert, findet in der klinischen Praxis jedoch bislang weniger Anwendung als Ausdauertraining. Ziel dieses systematischen Reviews war es, einen aktualisierten Stand zu Effekten und zu Dosis-Wirkungsbeziehungen eines begleitenden RT bei leichten oder mittelgradigen Depressionen zu ermitteln. Für die Literaturrecherche wurden die Datenbanken PubMed und Web of Science für das Zeitintervall 2018–2024 nach randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) durchsucht. Inkludierte Fundstellen wurden mithilfe der PEDro-Skala im Hinblick auf ihr Verzerrungsrisiko geprüft. Nach der Identifikation von n=174 Quellen wurden zunächst Doubletten aussortiert, die Eignung nach Titel- und Abstract-Sichtung (n=139) geprüft, um dann Volltexte detailliert im Hinblick auf Ein- und Ausschlusskriterien zu bewerten (n=72). Es verblieben n=10 Studien, deren methodische Qualität im Mittel bei 6,5 von 10 Punkten auf der PEDro Skala lag. Die Trainingsprogramme variierten in Frequenz (1–3 Einheiten pro Woche), Intensität (50%–80% 1RM) und Interventionsdauer (1,5–9 Monate). Im Vergleich zu Kontrollgruppen zeigten alle Studien klinisch relevante Reduktionen der depressiven Symptomatik in unterschiedlichen Outcomes (6%–74%) mit teilweise großen Effektstärken (d=0,4–1,7). Besonders wirksam waren Programme mit regulär trainingswissenschaftlichem Intensitäts- und Umfangspektrum (60%–80% 1RM, 2–3 Einheiten/Woche). Höhere oder niedrigere Intensitäten oder Volumina führten nicht zu zusätzlichen Verbesserungen. Positive RT-Effekte auf physische Parameter trugen zur Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens bei. Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen, dass RT eine evidenzbasiert wirksame Ergänzung in der Bewegungstherapie depressiver Syndrome darstellt, wobei altersadjustiert herkömmliche Belastungsnormative zu empfehlen sind; forcierte oder schonendere Beanspruchungen für Depressive sind nicht indiziert.
Zusammenfassung Bewegungstherapie bei onkologischen Patient*innen ist durch eine hohe medizinische Komplexität sowie besondere emotionale Anforderungen gekennzeichnet. Leitlinien und wissenschaftliche Erkenntnisse bilden eine zentrale Grundlage der therapeutischen Arbeit, stoßen im klinischen Alltag jedoch häufig auf individuelle Fragestellungen und praktische Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund gewinnt der strukturierte fachliche und kollegiale Austausch zwischen Therapeut*innen zunehmend an Bedeutung. Am 28. und 29. November 2025 fand am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg das zweite bundesweite Therapeut*innentreffen der Stiftung Leben mit Krebs in Kooperation mit dem Netzwerk OnkoAktiv statt. Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, Sport, Physio- und Bewegungstherapeut*innen eine Plattform für fachliche Weiterentwicklung, praxisnahe Impulse, Reflexion des therapeutischen Handelns sowie überregionale Vernetzung zu bieten. Das Format verband Fachvorträge, moderierte Diskussionen, Gruppenarbeit und informellen Austausch in einem geschützten Rahmen. Insgesamt erwies sich das Format als geeignet, unterschiedliche Herangehensweisen sichtbar zu machen, gemeinsame Fragestellungen zu identifizieren und den Transfer zwischen wissenschaftlicher Evidenz und bewegungstherapeutischer Praxis nachhaltig zu unterstützen.
Zusammenfassung Regelmäßiges Krafttraining ist ein zentraler Bestandteil der kardiologischen Rehabilitation (KardReha) und verbessert Muskelmasse, maximale Sauerstoffaufnahme sowie Lebensqualität. Entscheidend für die Trainingseffektivität ist u. a. die gewählte Trainingsintensität (TI). Die deutsche Leitlinie (LLKardReha-DACH) empfiehlt für kardiologisch stabile Patient*innen im Verlauf eine TI von bis zu 60–80% des One-Repetiton-Maximum (1RM). Bislang liegen jedoch keine Untersuchungen zur tatsächlich durchgeführten TI in der Phase-III-KardReha in Deutschland vor; es wird eine Abweichung von diesen Empfehlungen vermutet. Prospektive Querschnittsuntersuchung in ambulanten Herzgruppen (AHG) an der Deutschen Sporthochschule Köln: Eingeschlossen wurden stabile kardiologische Patient*innen mit Krafttrainingserfahrung (> 6 Monate Gerätetraining). Ein standardisierter 1RM-Test erfolgte an 4 Geräten (Beinpresse, Abduktion, Brustpresse, Rudermaschine). Ergänzend wurden Personendaten, Vorerkrankungen und Trainingshistorie erhoben. Es nahmen 43 Personen teil (81% männlich, 70±11,7 Jahre, Trainingsdauer in AHG: 4,8±4 Jahre). Die durchschnittliche TI in Relation zum 1RM betrug: Beinpresse 45,4% (± 17,0), Abduktion 61,3% (± 24,1), Brustpresse 39,8% (± 14,4), Rudermaschine 53,6% (± 16,3). Leitliniengerechte TI (60–80% des 1RM) erreichten 11,9% (Beinpresse), 30% (Abduktion), 4,7% (Brustpresse) und 28,6% (Rudermaschine) der untersuchten Patient*innen. Die aktuelle TI der Bein- und Brustpresse (p<0,001) sowie Rudermaschine (p=0,008) unterschied sich signifikant vom Referenzwert von 60% des 1RM. Bei der Abduktion lagen keine signifikanten Unterschiede vor. Mit Blick auf die Trainingshistorie zeigten sich folgende relative Steigerungen der Trainingsgewichte seit Aufnahme des Krafttrainings: Beinpresse+142,3% (± 162,9), Abduktion+135,4% (± 184,6), Brustpresse+91,2% (± 149,5) und Rudermaschine+100,1% (± 120,1). Im Rahmen der Phase-III-KardReha werden die TI beim Krafttraining zwar im Verlauf gesteigert, bleiben jedoch deutlich unter den leitlinienbasierten Empfehlungen zurück. Für eine evidenzbasierte KardReha sind regelmäßige standardisierte Krafttestungen und progressive Belastungssteigerungen notwendig, um die Wirksamkeit des Krafttrainings zu optimieren.
Zusammenfassung Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse belegen die große Bedeutung von Bewegung und Sport: Sie senken das Risiko zahlreicher Erkrankungen, fördern die Lebensqualität und unterstützen die soziale Integration. Dennoch bewegen sich viele Menschen in Deutschland noch immer zu wenig – mit gravierenden gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen. Zentrale Herausforderungen sind dabei strukturelle Hürden sowie fehlende langfristige Finanzierungsmodelle, die eine nachhaltige Umsetzung von Bewegungsprogrammen verhindern. Besonders vulnerable Gruppen, etwa sozial benachteiligte Menschen oder schwer erreichbare Zielgruppen, profitieren bislang kaum von den vorhandenen Maßnahmen. Darüber hinaus mangelt es an zentralen Steuerungs- und Koordinierungsinstanzen, die eine wirksame Planung und Evaluation der bundesweiten Bewegungsförderung ermöglichen würden. In ihrem Executive Summary „Bewegung, Sport und Gesundheit“ formuliert die BVPG Empfehlungen, wie regelmäßige Bewegung und Sport als zentrale Grundlage für Prävention, Gesundheit und gesellschaftliche Resilienz gestärkt werden können. Die Empfehlungen bieten politischen Entscheidungsträgern einen klaren Handlungsrahmen für die Umsetzung.
Klettern und Bouldern haben einen vielfältigen positiven Einfluss auf die Gesundheit, sowohl in der Prävention als auch in der Rehabilitation. In der Vergangenheit wurde das Reporting der Interventionen in Studien dazu kritisch beurteilt. Für ein solches Reporting bei nicht-pharmakologischen Interventionen im Allgemeinen und Bewegung bzw. körperlichem Training im Speziellen stehen mittlerweile etablierte Checklisten zur Verfügung. Die vorliegende Übersichtsarbeit befasst sich mit folgender Fragestellung: Wie ist das Reporting von Kletter- und Boulder-Interventionen in Prävention und Therapie zu beurteilen? Das Review wurde mittels der Datenbanken Medline (via PubMed) und Scopus durchgeführt. Zur Beurteilung des Reportings der Interventionen diente die CERT-Checkliste (Consensus on Exercise Reporting Template). Initial wurden 818 Arbeiten identifiziert und nach einer stufenweisen Sichtung 40 Studien in diese Übersichtsarbeit eingeschlossen. Dreiunddreißig sind dem Bereich der Therapie zuzuschreiben (somatische Erkrankungen: n=18, psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen: n=15) und 7 Arbeiten hatten gesunde Teilnehmende. Die Ergebnisse liefern einen Einblick in das Reporting von Kletter- und Boulder-Interventionen in Prävention und Rehabilitation. Dabei zeigt sich insgesamt ein gemischtes Reporting, wobei die Heterogenität zwischen den einzelnen Studien potenziell durch die dichotome Bewertung in der CERT-Checkliste maskiert wird. Übergeordnet deuten sich Unterschiede an, vor allem im Hinblick auf einzelne Items und wenn man in der Therapie die Erkrankungen getrennt betrachtet.
Sport wird allgemein auch bei Skoliose empfohlen. Spezifische Boulderübungen haben das Potenzial, die Wirbelsäulenform positiv zu beeinflussen. Der freudbetonte Therapieansatz kann zum langfristigen Üben motivieren. Die Studie vergleicht die Wirksamkeit einer skoliosespezifischen Bouldertherapie mit gewöhnlicher Physiotherapie hinsichtlich verschiedener Fitness- und Leistungsparameter. Im Rahmen einer randomisierten kontrollierten Studie absolvierten Jugendliche mit leichter Skoliose (n=41; 15,0°±3,4; 13,1 J.±1,5; 68% ♀) über 12 Monate 1×/Woche eine Bouldertherapie (BT) in Kleingruppen nach dem Potsdamer Modell (n=20) oder eine individuelle Physiotherapie (PT), i.d.R. nach Schroth (n=21). Es wurden die laterale Rumpfkraftausdauer (LRK-T), Arm-Rumpfbeweglichkeit/-stabilität (YBT) sowie kletterspezifische Leistung (Kl-T) erfasst und mittels gemischter ANOVA ausgewertet. Die Testleiter waren gruppenverblindet. Stützseiten wurden nach Haupt- und Nebenkrümmung kategorisiert. Zur Bestimmung der Messfehler erfolgte vor der Intervention eine Test-Retest-Reliabilitätsanalyse. Insgesamt verbesserten die Jugendlichen ihre Leistungen in allen Tests, teilweise oberhalb der zu erwartenden Messfehler. Stützseitendifferenzen waren nicht signifikant. Statistisch bedeutsame Zeiteffekte zeigten der YBT und die gekletterten Distanzen des Kl-T (p=0,009 –>0,001, d=0,92 – 3,0). Beim letzteren gab es einen signifikanten Gruppe-×-Zeit-Effekt, so verbesserte sich die BT-Gruppe deutlicher (+6,3 m±3,2) als die PT-Gruppe (+3,2 m±3,3, p=0,006, d=0,98). Bei leichten Skoliosen verbessert eine BT mit skoliosespezifischen Übungen nicht nur klinisch relevante Parameter, sondern auch Fitnessmerkmale und die sportliche Leistung. Dabei ist sie mindestens gleichwertig zur standardmäßigen PT und teilweise sogar überlegen. Somit kann sie als alternative oder ergänzende Methode empfohlen werden.
Boulderpsychotherapie (BPT) ist ein innovatives Gruppentherapieformat, das psychotherapeutische Interventionen mit erfahrungsorientierter Aktivität an der Boulderwand verbindet. Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) belegen die antidepressive Wirksamkeit, mindestens gleichwertig zur gruppenbasierten kognitiven Verhaltenstherapie (KVT). Bislang nicht erforscht ist jedoch, ob BPT auch objektiv messbare körperliche Veränderungen bewirkt. In dieser Studie wurden erstmals physiologische Parameter erhoben und mit der kognitiv ausgerichteten Important Non-Urgent Therapie (INU-T) sowie einer Kontrollgruppe (KG) verglichen. Bei 128 Teilnehmenden wurden Greifkraft, Körperzusammensetzung (Body Mass Index (BMI), Körperfett- und Muskelanteil) sowie Rumpfausdauer (ventral, lateral und dorsal) gemessen. Die Ergebnisse zeigen, dass ausschließlich die laterale Rumpfausdauer sich in der BPT signifikant stärker verbesserte als in INU-T und KG. Für alle anderen Parameter zeigten sich keine signifikanten Zeit-Gruppen-Interaktionen. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die BPT zwar funktionelle körperliche Teilbereiche verbessern kann, eine umfassende somatische Anpassung über 10 Wochen jedoch ausbleibt. Die Ergebnisse leisten damit erste systematische Erkenntnisse über mögliche physiologische Begleiteffekte körperorientierter Psychotherapie. Für robustere somatische Veränderungen scheinen längere oder körperlich intensivere Module erforderlich. Künftige Forschung sollte weiterhin noch spezifischer psychische und physische Marker integrativ untersuchen, um zur Weiterentwicklung körperorientierter Therapieansätze beizutragen.
Drückende Maximalkraft wird seit Jahrzehnten zur Untersuchung muskuloskelettaler Beschwerden und Non-Kontakt-Verletzungen herangezogen, ohne plausible Erkenntnisse oder Kausalitäten aufzudecken. Ein neuer Ansatz könnte die haltende Muskelaktion sein. Hier wird der aktuelle Forschungsstand sowie das daraus abgeleitete Potenzial der adaptiven Haltefähigkeit vorgestellt. Ein Review indiziert, dass haltende isometrische Muskelaktion (HIMA) komplexere Steuermechanismen erfordert als drückende (PIMA). Besonders herausfordernd für das neuromuskuläre System ist die Anpassung an variierende Kräfte (Adaptive Kraft; AF). Studien zeigen, dass die max. isometrische AF instantan auf verschiedene Stimuli reagiert. Störende Reize (z. B. Muskelspindelirritation, negative Emotion) reduzierten sie bei Gesunden instantan um 44%, bei Long-COVID-Patienten um 53%; ähnlich bei mentalem Stress und Nozizeption. Unter bestimmten Bedingungen kann also die Maximalkraft zur Gelenkstabilisation gegen externe Kräfte nicht ausreichend abgerufen werden. Muskeln beginnen bereits auf deutlich submaximalem Niveau nachzugeben, woraus Gelenkinstabilität mit Einschränkung der Belastbarkeit resultieren kann. Umgekehrt führten unterstützende Reize instantan zur Normalisierung der max. Haltefähigkeit. Dem sofortigen Wechsel zwischen Stabilität und Instabilität muss ein reflektorisches Geschehen zugrunde liegen. Dies birgt unschätzbares Potenzial. Das Modell der funktionellen Muskelinstabilität liefert plausible Erklärungen für die Pathogenese von Non-Kontakt-Verletzungen, „Überlastungsschäden“ und sonstigen Muskel-Skelett-Beschwerden, auch bei Somatisierungsstörungen und ohne strukturelles Korrelat. Es wird empfohlen, sich bei Studien sowie in der Praxis auch auf die adaptive Haltefähigkeit zu stützen. Ihre besondere Spezifik (instantane Reagibilität, hohe Sensitivität) könnte ermöglichen, frühzeitig Leistungseinschränkungen und Gesundheitsrisiken bzw. umgekehrt unterstützende Maßnahmen zu identifizieren. Damit bietet die AF immenses Potenzial für Kausaldiagnostik, individualisierte Therapieableitung und Verletzungsprävention. Studien zur wissenschaftlichen Fundierung sind nötig.
Current scientific findings confirm the importance of movement and sport. They reduce the risk of disease, improve quality of life, and encourage social integration. Nevertheless, many people in Germany still do not exercise enough, which has serious health and economic consequences. In this regard, major challenges include structural barriers and the lack of long-term funding models, both of which hinder the sustainable implementation of physical activity programs. Vulnerable groups, such as those who are socially disadvantaged or hard to reach, have so far barely benefited from existing measures. Furthermore, the absence of central steering and coordination bodies prevents effective nationwide planning and evaluation of physical activity promotion. In the executive summary of "Exercise, Sport and Health", the BVPG (German Association for Physical Activity and Health) sets out recommendations on how to strengthen the role of regular exercise and sport as key parts of prevention, health and social resilience. These recommendations provide policymakers with a clear framework for implementation.
A key goal in cardiac rehabilitation is to support lifestyle changes and, in this context, to help patients develop a physically active lifestyle. Empowering patients is a central task in rehabilitation, but at the same time, it is difficult to transfer the successes of rehabilitation into the everyday lives. For sports and exercise therapists, the question arises as to how such a change can best be supported. Motivational Interviewing offers a promising approach. Originally designed for addiction therapy, the approach has now become established in many areas of health counseling. In this randomized controlled trial, the effectiveness of motivational interviewing in the context of rehabilitation aftercare was empirically tested. Following cardiac rehabilitation, 3-4 intervention sessions were conducted online over a period of 7-11 weeks after discharge. Participants in the control group received sessions without motivational intent. Activity levels were assessed at 4 measurement points over a period of 1 year using the Freiburg Activity Questionnaire, which determined the weekly workload of moderate to high-intensity activities. The results show a short-term effect after 2 months (p=.005). Participants in the treatment group showed a significantly higher activity level. In terms of sustainable development, the group comparison also showed significant differences across all measurement points up to one year after discharge (p<.001). Motivational Interviewing appears to be an effective method for supporting lifestyle changes following rehabilitation.
Background Regular resistance training (RT) is a central component of cardiac rehabilitation (CR) and improves muscle mass, maximum oxygen uptake as well as quality of life. Training intensity (TI) is one of the decisive factors in the effectiveness of RT. The German guideline (LLKardReha-DACH) recommend a TI of up to 60-80% of the one-repetition maximum (1RM) for cardiac patients in stable condition and during the course of treatment. However, there are currently no studies on the actual TI performed in phase III in CR in Germany; a deviation from these recommendations is suspected. Methods Prospective cross-sectional study in outpatient cardiac training groups (AHG) at the German Sport University Cologne: cardiac patients in stable condition with RT experience (> 6 months of machine-based training) were included. A standardized 1RM test was performed on four machines (leg press, abduction, chest press, rowing machine). In addition, personal data, medical history and training history were collected. Results 43 individuals participated (81% male, 70 +/- 11.7 years old, training duration in AHG: 4.8 +/- 4 years). Average TI in relation to 1RM was: leg press 45.4% (+/- 17.0), abduction 61.3% (+/- 24.1), chest press 39.8% (+/- 14.4), rowing machine 53.6% (+/- 16.3). TI within the guideline recommendations (60-80% of 1RM) was achieved by 11.9% (leg press), 30% (abduction), 4.7% (chest press), and 28.6% (rowing machine) of the patients examined. The current TI of the leg and chest press (p<0.001) as well as rowing machine (p=0.008) differed significantly from the reference value of 60% of 1RM. Abduction showed no significant differences. Looking at the training history, the following relative increases in training weights were observed since the start of RT: Leg press+142.3% (+/- 162.9), abduction+135.4% (+/- 184.6), chest press+91.2% (+/- 149.5), and rowing machine+100.1% (+/- 120.1). Conclusion In the Phase III CR program, TI levels increase during RT but remain well below the recommendations set out in the guidelines. Evidence-based cardiac rehabilitation requires regular standardized strength testing and progressive increases in load in order to optimize the effectiveness of RT.
Improving core strength is an important goal in many areas of health promotion and rehabilitation. It requires a high level of motivation to perform targeted exercises regularly and with sufficient intensity. Therapeutic climbing offers an attractive option here. EMG studies have already shown that core muscles can be activated on the climbing wall. Six such studies were analyzed in order to derive targeted strengthening exercises and arrange them methodically. Additional, experience-based exercises are also presented.
As an effective supplement to traditional exercise therapy, therapeutic climbing (TC) offers people with multiple sclerosis (MS) the opportunity to work on themselves individually and sustainably, despite being part of a group intervention. A variety of therapeutic goals can be addressed through climbing. However, going all the way up does not always mean reaching the very top. Many small intermediate steps are possible and necessary in climbing. They help to focus on one's own therapy goal. This requires suitable forms of documentation. A personalized training diary can help to document the goals that have been set and encourage their continuous achievement. In order to be able to use this tool in TC with MS, a prototype for a training diary specifically for people with MS was developed with the help of the "MS on the Rocks" group. A wide range of preferences regarding organizational and content-related aspects were recorded. The diary is divided into 3 sections: a cover page, a personal medical history section and the evaluation pages for each training session. Each training session can be reflected on in general terms, and each individual route climbed can be evaluated. The climbing diary was created based on majority opinions. Further assessment for the use of the training diary is required. The experiences of the "MS on the Rocks" group at the Technical University of Munich show that climbing is much more than therapy and sport - it is a path to greater self-determination, participation and quality of life. The training diary is intended to further promote this.
Background Sport is generally recommended even with scoliosis. Specific bouldering exercises have the potential to positively influence the shape of the spine. This joy-focused therapeutic approach can motivate long-term practice. The study compares the effectiveness of scoliosis-specific bouldering therapy with conventional physiotherapy regarding various fitness and performance parameters. Method Within a randomized controlled study, adolescents with mild scoliosis (n=41; 15,0 degrees +/- 3,4; 13,1 yrs.+/- 1,5; 68% female) participated in weekly bouldering therapy (BT) in small groups according to the Potsdam model (n=20) or individual physiotherapy (PT), mainly Schroth (n=21), once per week over 12 months. Lateral trunk endurance (LRK-T), arm-trunk mobility/stability (YBT), and climbing-specific performance (Kl-T) were analyzed using mixed ANOVA. Test administrators were blinded to group allocation. Side of planks were categorized according to major and minor curvatures. Prior to the intervention, a test-retest reliability analysis was conducted to determine measurement errors. Results Overall, the adolescents improved their performances across all tests, partly above the expected measurement errors. Differences in support sides were not significant. Statistically significant time effects were observed in YBT and the climbed distances of Kl-T (p=0,009 to>0,001, d=0,92 to 3,0). For the latter, there was a significant group-by-time effect, with the BT group improving more substantially (+6.3 m +/- 3.2) than the PT group (+3,2 m +/- 3,3, p=0,006, d=0,98). Practical Conclusions For mild scoliosis, BT with scoliosis-specific exercises not only improves clinically relevant parameters but also enhances fitness characteristics and sports performance. It is at least equivalent to standard PT and, in some aspects, even superior. Thus, it can be recommended as an alternative or complementary method.
Pushing maximum strength has been used for decades to investigate musculoskeletal complaints and non-contact injuries, yet without uncovering plausible insights or causal relationships. A novel approach may lie in holding muscle action. This paper presents the current state of research and the resulting high practical potential of the adaptive holding capacity. A review indicates that holding isometric muscle action (HIMA) requires more complex control strategies than pushing isometric muscle action (PIMA). Particularly challenging for the neuromuscular system is the adaptation to varying forces (Adaptive Force; AF). Studies show that the maximum isometric AF reacts instantaneously to various stimuli. Disruptive inputs (e. g., muscle spindle irritation, negative emotions) led to an immediate reduction by 44% in healthy individuals, and by 53% in long COVID patients; similarly with mental stress and nociception. Under certain conditions, therefore, the maximum force required to stabilize the joint against external forces cannot be accessed. Muscles already begin to give way at clearly submaximal levels, which can result in joint instability with limited load capacity. Conversely, supportive stimuli instantly led to normalization of the maximum holding capacity. The immediate shift between stability and instability must be based on a reflexive process. This harbors invaluable potential. The model of functional muscle instability provides plausible explanations for the pathogenesis of non-contact injuries, "overuse syndromes", and other musculoskeletal disorders, even with somatization disorders and without structural correlates. It is therefore recommended that relevant studies and clinical practice focus on adaptive holding capacity. Its distinct characteristics (instantaneous responsiveness, high sensitivity) may allow for the early identification of performance limitations and health risks, as well as, conversely, supportive measures. AF thus offers immense potential for causal diagnostics, individualized therapy derivation, and injury prevention. Additional research is required to substantiate the scientific basis.