
Auszug Die Auswahl einer geeigneten Methode zur Erstellung der Bilanz von Rentensystemen der sozialen Sicherheit hängt im Wesentlichen vom Finanzierungsverfahren eines jeweiligen Systems ab. In diesem Artikel wird am Beispiel des Canada Pension Plan dargelegt, dass die Methode, die für die Beurteilung der finanziellen Nachhaltigkeit von umlagebasierten Systemen oder teilweise kapitalgedeckten Systemen mithilfe einer versicherungsmathematischen Bilanz ausgewählt wird, zukünftige Beitragszahlungen aktueller und zukünftiger Teilnehmer berücksichtigen sollte. Es werden Bilanzen untersucht, die anhand eines Ansatzes mit offenen Gruppen erstellt werden, sowie in den USA und in Schweden verwendete Methoden.
AuszugIn entwickelten Sozialstaaten sind Entscheidungsträger zunehmend besorgt darüber, dass zahlreiche Menschen im arbeitsfähigen Alter eine Unterstützung durch die soziale Sicherheit beantragen. In der Folge sind Strategien zur Verringerung der Zahl der „Leistungsabhängigen“ vermehrt in den Blickpunkt gerückt. Diese Strategien sind allerdings empirisch nicht sehr zuverlässig hergeleitet. Nur selten werden nationale Falldaten systematisch gesammelt, die Programme der sozialen Sicherheit überschneiden sich oft und die administrativen Kategorien verändern sich über die Zeit. Eine weitere Schwierigkeit für länderübergreifende Vergleiche entsteht durch die international uneinheitliche Kategorisierung der Transferprogramme. Dieser Artikel beschreibt und diskutiert zunächst einige dieser Probleme und zeigt Wege auf, wie sie angegangen werden können. Sodann wird anhand administrativer Antragstellerdaten aus sechs europäischen Ländern aufgezeigt, welche Trends über die Zeit und in den verschiedenen Ländern bestehen. Vorrangig soll ermittelt werden, wie groß das wissenschaftliche Potenzial ist für die Nutzung von Leistungsempfängerzahlen als Indikator für den Wandel des Sozialstaats über die Zeit und über die Länder hinweg.
Internationale Revue für Soziale SicherheitVolume 66, Issue 2 p. 151-154 Rezension Bernhard Ebbinghaus (Hrsg.). The varieties of pension governance – Pension privatization in Europe. Oxford, Oxford University Press, 2011. 440 S. ISBN 978-0-19-958602-08. Hedva Sarfati, Hedva Sarfati Unabhängige Beraterin Genf, SchweizSearch for more papers by this author Hedva Sarfati, Hedva Sarfati Unabhängige Beraterin Genf, SchweizSearch for more papers by this author First published: 10 June 2013 https://doi.org/10.1111/issg.12025Read the full textAboutPDF ToolsRequest permissionExport citationAdd to favoritesTrack citation ShareShare Give accessShare full text accessShare full-text accessPlease review our Terms and Conditions of Use and check box below to share full-text version of article.I have read and accept the Wiley Online Library Terms and Conditions of UseShareable LinkUse the link below to share a full-text version of this article with your friends and colleagues. Learn more.Copy URL Share a linkShare onFacebookTwitterLinkedInRedditWechat Volume66, Issue2April-Juni 2013Pages 151-154 RelatedInformation
ZusammenfassungIn der chinesischen Gesundheitspolitik wurden in den letzten Jahren zahlreiche Reformen durchgeführt, die häufig neue Probleme verursachten, so dass ein erneuter Reformbedarf entstand. Bei den Reformen wird versucht, einen Mittelweg zwischen öffentlicher Gesundheitsversorgung und kommerzieller Privatversicherung zu finden. Damit folgt China den Ländern, die zunächst eine stärkere Privatisierung in den 1990er‐Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts durchführten und nun zu einer öffentlichen Gesundheitsversorgung tendieren. Allerdings verursachen die ständigen Reformen und Projekte eine Intransparenz des Gesundheitssystems, die kein konsistentes Bild entstehen lässt und zu Vertrauensverlusten in der Bevölkerung führt. Wie die Entwicklung in China weitergeht, ist nur zu erahnen. Es könnte sich aber ein Kompromiss zwischen steuerfinanzierter Gesundheitsversorgung und Sozialversicherung herauskristallisieren, der auch für andere Länder zukunftsweisend wäre.
AuszugDer Artikel beschreibt die Situation von Waisenkindern im südlichen Afrika unter Einbeziehung quantitativer und qualitativer Feldstudien und analysiert die Pflegeoptionen und die Sozialschutzpolitik für Waisenkinder in Mosambik mit einem besonderen Blick auf Kinder in Waisenheimen. Die Forschung versucht, neue Erkenntnisse und ein besseres Verständnis der Erfahrungen von betreuten Kindern und des ihnen angebotenen Sozialschutzes zu gewinnen, und ihre Ergebnisse zeigen, dass Waisenkinder in informellen Pflegeumgebungen mit grö ßerer Wahrscheinlichkeit Opfer von Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch werden als Waisenkinder, die in nicht staatlichen Pflegeeinrichtungen leben. Die Untersuchung macht vor allem deutlich, dass diejenigen Familien, die Kinder zur Pflege aufnehmen möchten, sorgfältiger ausgewählt werden müssen. Die Empfehlungen richten sich unter anderem auf den Aufbau der Kapazitäten sowie institutionelle Reformen der Sozialschutzpolitik für Waisenkinder im Rahmen einer allgemeinen sozialen Grundsicherung. Besonderes Gewicht wird auf die Auswahl und Begleitung der Organisationen gelegt, die Waisenkinder zur Pflege aufnehmen.
AuszugDas Beispiel Spaniens bestätigt die verbreitete Meinung, dass beitragsabhängige Vorsorgepläne die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern fortsetzen, was auf die Arbeitsmarktstrukturen und die Teilung der familiären Pflichten zurückzuführen ist. Generell haben Hausfrauen kein Anrecht auf eigene Renten und sind von tieferen Leistungen abhängig, so zum Beispiel von Hinterbliebenenrenten (abgeleitete Ansprüche) oder von beitragsfreien Renten. Frauen, die außerhalb ihres Heims arbeitstätig sind, erwerben wiederum niedrigere Ansprüche als Männer und erhalten in der Folge auch niedrigere Alters‐ bzw. Invaliditätsrenten (persönliche Ansprüche). Wir wollen hier die Rentenzahlungen in Spanien hinsichtlich des Geschlechts untersuchen, einzelne Rentenreformen seit dem Jahr 2000 beurteilen und Vorschläge unterbreiten, wie mit konkreten Maßnahmen der Übergang von abgeleiteten hin zu persönlichen Ansprüchen gefördert werden kann. Die Vorschläge möchten zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen, die als Recht auf gleiches Wohlbefinden und finanzielle Sicherheit im Alter definiert wird.
Die Zivilgesellschaft unterstützt voll und ganz das Konzept sozialer Basisschutzniveaus und insbesondere die Annahme der IAO-Empfehlung (Nr. 202) betreffend den innerstaatlichen sozialen Basisschutz, 2012. Die Verwirklichung sozialer Basisschutzniveaus wird einen großen Schritt nach vorne bei der Verringerung von Armut und Ungleichheit bedeuten und weltweit zur Stärkung der Rechte von Menschen beitragen. Die zivilgesellschaftliche Bewegung ist überzeugt, dass der auf Rechten basierende Ansatz der wirksamste Weg ist zur Ausarbeitung und Verwirklichung sozialer Basisschutzniveaus, die zu mehr Autonomie verhelfen und nachhaltig sind. Bei den menschenrechtlichen Sozialschutzgarantien widmet sie ihre Aufmerksamkeit vier konkreten Punkten: i) der Achtung der Rechte und der Würde von Menschen mit Ansprüchen auf soziale Sicherheit; ii) der umfassenden Beteiligung der Zivilgesellschaft; iii) der allgemeinen Deckung auf der lokalen, nationalen und internationalen Ebene; iv) der besonderen Berücksichtigung schutzbedürftiger Gruppen. Im Anschluss an die 101. Internationale Arbeitskonferenz im Jahr 2012 gründeten 59 Organisationen der Zivilgesellschaft die „Koalition für einen sozialen Basisschutz“, deren zwei Hauptaufgaben folgende sind: die allgemeine Verwirklichung sozialer Basisschutzniveaus auf der lokalen und nationalen Ebene zu überwachen und dazu beizutragen; und das Konzept des sozialen Basisschutzes in der globalen Politikgestaltung zu fördern, beispielsweise in Diskussionen über die Entwicklungsagenda für die Zeit nach 2015.
Trotz Fortschritten in der Ausweitung der Sozialschutzdeckung sind die meisten Länder mit Niedrigeinkommen immer noch weit entfernt von einer universellen Krankenversicherungsdeckung. Daher werden bis 2015 viele der Verbesserungen im Gesundheitsbereich und wesentliche Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) mit grö ßter Sicherheit nicht erreicht werden. In erster Linie sind die schwächsten Gruppen betroffen: die Armen in Stadt und Land sowie die Arbeitnehmer in der informellen Wirtschaft und deren Familien. Es ist von besonderem Belang, dass der Fortschritt nicht nur beschränkt bleiben, sondern gar ins Gegenteil umgekehrt werden könnte, wenn die Politik weiterhin darin scheitert, die eigentlichen Ursachen der Lücken und Mängel in der Krankenversicherungsdeckung anzugehen. Der Artikel liefert Belege dafür, dass diese Ursachen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gesundheitssektors liegen und eng verbunden sind mit Armut und anderen Formen von Gefährdung. Er vertritt die Ansicht, dass ein nachhaltiger Fortschritt hin zu einer universellen Krankenversicherungsdeckung innerhalb eines geeigneten Zeitrahmens nur erreichbar ist, wenn man sich gleichzeitig auf die folgenden Punkte konzentriert: i) Ausweitung der Krankenversicherungsdeckung und Verbesserung des Zugangs zur benötigten Gesundheitsversorgung, ii) Bereitstellung sicheren Einkommens durch Einkommensbeihilfen für Bedürftige, iii) Lösungen bei Einschränkungen in der Einkommensgenerierung oder Unfähigkeit zur Teilnahme an derselben durch Arbeit und iv) kohärente Maßnahmen im Sozial-, Wirtschafts- und Gesundheitssektor und darüber hinaus zur Linderung der Armut. Solche Maßnahmen können am besten im Kontext des staatlichen sozialen Basisschutzes (SPF – social protection floor) eingeführt werden, die eine minimale Gesundheitsversorgung garantiert und allen Bedürftigen wenigstens eine elementare, lebenslange Einkommenssicherheit bietet. Eine SPF kann dazu beitragen, die Wechselwirkungen zwischen mangelnder Gesundheit, Armut und anderen Gefährdungen und Fortschritten bei der universellen Krankenversicherungsdeckung und weiteren Zielen des Sozialschutzes zu stoppen.
AuszugDieser Artikel umfasst eine kritische Betrachtung des geplanten Verfahrens zur Bereitstellung von reformierten Sozialleistungen in der Form eines Universal Credit (UC) im Vereinigten Königreich. Es wird die Auffassung vertreten, dass der UC schon deshalb zum Scheitern verurteilt ist, weil das entsprechende Gesetz dahin gehend erweitert wurde, auch den Modus („standardmä ßig digital“) der Bereitstellung von Leistungen vorzuschreiben. Die Autoren legen dar, dass dem Verfahren ein ganzer Satz von auf den ersten Blick nicht sichtbaren, aber omnipräsenten Annahmen zu positiven Skaleneffekten in der Verwaltung zugrunde liegt, mit dem die Regierung ihr erklärtes Ziel erreichen will: nämlich, dass sich „Arbeit lohnt“. Im Anschluss wird die „Vanguard‐Methode“ von Seddon als praktisches Beispiel dafür vorgestellt, wie eine lokale Behörde für Wohnbeihilfe einen besseren Dienst anzubieten vermag. Mit dieser Methode können innert der Hälfte der offiziellen Zeit‐Zielvorgaben 50 Prozent mehr Anfragen mit weniger Ressourcen bearbeitet werden. Der Artikel schließt mit dem Aufruf, beim Entwurf von Gesetzen die realen Gegebenheiten stärker zu gewichten.
Die Effizienz des Sozialschutzes im Kampf gegen Armut und Bedürftigkeit, bei der Abfederung von Schocks, der Verringerung sozialer Ungleichheit und der Förderung von langfristigem Wachstum ist bewiesen, doch effiziente Systeme der sozialen Sicherung sind in vielen Entwicklungsländern sowie in Ländern mit geringem Einkommen seit geraumer Zeit ein unbezahlbarer Luxus. Das Konzept eines Sockels der sozialen Sicherung besteht in der Einrichtung eines garantierten Minimums an sozialer Sicherheit zu einem vernünftigen Preis, auch in einem Umfeld knapper Ressourcen; ein Sockel, der als Plattform für die graduelle Einführung eines umfassenden Systems der sozialen Sicherheit dient. Die Einführung und Aufrechterhaltung eines solchen Sockels bzw. seine Ausdehnung setzt die gegenwärtige und zukünftige Mobilisierung von Haushaltsmitteln voraus. Der vorliegende Artikel argumentiert, dass bei der Schaffung des dafür notwendigen finanzpolitischen Spielraums zunächst die Vorhersehbarkeit sorgfältig analysiert werden muss, ferner auch die Auswirkungen gegenwärtiger Finanzierungsentscheidungen auf die längerfristige finanzielle Tragfähigkeit von Steuern und Schulden, die gesamtwirtschaftliche Stabilität, Ungleichheit, Armutsminderung und das Wachstum und somit auf den zukünftigen finanziellen Spielraum. Aus dieser Perspektive untersucht der Artikel die Auswirkungen der Schaffung von Haushaltsmitteln durch die zusätzliche Bereitstellung von Ressourcen innerhalb des Landes, ferner durch Neuzuweisung von Ausgaben oder Effizienzsteigerung, Reduzierung des Schuldendienstes oder externe Finanzierungsquellen. Er präsentiert auch eine breite Palette von Maßnahmen zu einem vernünftigen Preis, die auf langfristig tragbare Art und Weise in Ländern mit unterschiedlichen Einkommens- und Entwicklungsniveaus getroffen worden sind, sowohl mit eigenen Ressourcen als auch mit externer Finanzierung.
Internationale Revue für Soziale SicherheitVolume 66, Issue 1 p. 139-141 Buchbesprechung Lefresne Florence (Hrsg.). Unemployment benefit systems in Europe and North America: Reforms and crisis. Brüssel, IRES/ETUI, 2010. 337 S. ISBN 978-2-87452-161-4. Hedva Sarfati, Hedva Sarfati Unabhängige Beraterin, GenfSearch for more papers by this author Hedva Sarfati, Hedva Sarfati Unabhängige Beraterin, GenfSearch for more papers by this author First published: 19 March 2013 https://doi.org/10.1111/issg.12017Read the full textAboutPDF ToolsRequest permissionExport citationAdd to favoritesTrack citation ShareShare Give accessShare full text accessShare full-text accessPlease review our Terms and Conditions of Use and check box below to share full-text version of article.I have read and accept the Wiley Online Library Terms and Conditions of UseShareable LinkUse the link below to share a full-text version of this article with your friends and colleagues. Learn more.Copy URL Share a linkShare onFacebookTwitterLinkedInRedditWechat Volume66, Issue1Januar‐März 2013Pages 139-141 RelatedInformation
AuszugAngesichts einer fehlenden bilateralen Vereinbarung über die Übertragbarkeit und Summierung von Beiträgen der sozialen Sicherheit zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko widmet sich diese Untersuchung den Fragen zum Zugang zurückkehrender älterer mexikanischer Migranten zu Renten‐ und Krankenversicherungsleistungen sowie ihres Beschäftigungsstatus. Wir kommen zum Ergebnis, dass zurückgekehrte Migranten, die sich weniger als ein Jahr in den Vereinigten Staaten aufhielten, ähnliche Leistungen der sozialen Sicherheit erhalten wie Nichtmigranten. Bei zurückgekehrten Migranten, die mindestens ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbrachten, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass sie über eine staatliche Krankenversicherung verfügen oder Leistungen der sozialen Sicherheit beziehen. Sie könnten daher im Alter in höherem Maß armutsgefährdet sein. Vor diesem Hintergrund würde die Ausarbeitung einer bilateralen Übereinkunft im Bereich der sozialen Sicherheit zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko helfen, die soziale Sicherheit zurückkehrender Migranten zu verbessern.
AuszugWährend die Ausgaben für Gesundheit und Pflege in europäischen Ländern seit Jahren unter scharfer Beobachtung stehen, wurde den finanziellen Folgen privater Ausgaben älterer Menschen als Voraussetzung für den Zugang zu diesen Leistungen und zur Pflege wesentlich weniger Aufmerksamkeit gewidmet. Nach Auswertung repräsentativer Querschnittsdaten zur älteren Bevölkerung von elf europäischen Ländern aus dem Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) für 2004 kommen wir zu dem Ergebnis, dass Direktzahlungen von Älteren für Gesundheit und Pflege in europäischen Ländern weitverbreitet sind und beträchtliche Auswirkungen auf das verfügbare Einkommen haben: Bis zu 95 Prozent der Älteren tätigen Direktzahlungen für Gesundheit und 5 Prozent für Pflege, wodurch ihr Einkommen jeweils zwischen 5 und 10 Prozent schrumpft. 0,7 Prozent der Haushalte Älterer, die Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen, und 0,5 Prozent der Haushalte Älterer, die Langzeitpflege in Anspruch nehmen müssen, erleiden infolgedessen finanziellen Ruin. Zu den Betroffenen zählen insbesondere die Armen, Frauen und sehr alte Menschen.
Im Juni 2011 verabschiedete die Internationale Arbeitskonferenz (IAK) eine Resolution sowie Schlussfolgerungen, um die neue Strategie der Organisation zur sozialen Sicherheit auf den Weg zu bringen. Es geht darum, die Mitglieder beim Aufbau und der Erhaltung umfassender Systeme der sozialen Sicherheit auf der Basis eines zweidimensionalen Ansatzes zu unterstützen: (1) („horizontale“ Dimension) Schnellstmögliche Einführung – und diesem Punkt wird Priorität zugewiesen – eines national definierten Pakets von Garantien der sozialen Sicherheit, die eine Grundsicherung für alle bereitstellen, welche einen solchen Schutz benötigen; (2) („vertikale“ Dimension) möglichst rasche Ausweitung der Reichweite und des Niveaus der Systeme der sozialen Sicherheit gemä ß der Konvention Nr. 102 (1952) und anderer bestehender Normen für soziale Sicherheit auf so viele Menschen wie möglich. Im Juni 2012 ergänzte die IAK diese Strategie durch eine neue internationale Arbeitsnorm, die Empfehlung Nr. 202 betreffend den staatlichen sozialen Basisschutz. Die Empfehlung gilt als Durchbruch in der globalen Sozialpolitik. Die Einführung eines staatlichen sozialen Basisschutzes könnte bestehende Deckungslücken schließen und den Ländern helfen, effektiv gegen Armut und soziale Gefährdung vorzugehen. Diese Sonder-Doppelausgabe analysiert den Prozess, der in der Verabschiedung der Empfehlung seinen Höhepunkt erreichte, und befasst sich mit praktischen haushaltspolitischen, rechtlichen, politischen und institutionellen Herausforderungen, die angegangen werden müssen, damit die Ziele der Empfehlung erfolgreich umgesetzt werden können.
Internationale Revue für Soziale SicherheitVolume 66, Issue 3-4 p. 235-238 Buchbesprechung Huber, Evelyne; Stephens, John D. Democracy and the Left: Social policy and inequality in Latin America. Chicago, University of Chicago Press, 2012. 368 Seiten. ISBN 978022635525. Wendy Hunter, Wendy Hunter Professor of Government University of Texas – Austin, Texas, USASearch for more papers by this author Wendy Hunter, Wendy Hunter Professor of Government University of Texas – Austin, Texas, USASearch for more papers by this author First published: 12 December 2013 https://doi.org/10.1111/issg.12039Read the full textAboutPDF ToolsRequest permissionExport citationAdd to favoritesTrack citation ShareShare Give accessShare full text accessShare full-text accessPlease review our Terms and Conditions of Use and check box below to share full-text version of article.I have read and accept the Wiley Online Library Terms and Conditions of UseShareable LinkUse the link below to share a full-text version of this article with your friends and colleagues. Learn more.Copy URL Share a linkShare onFacebookTwitterLinked InRedditWechat Volume66, Issue3-4Special Issue: Die Rolle eines staatlichen sozialen Basisschutzes bei der Ausweitung der sozialen Sicherheit auf alleJuli-Dezember 2013Pages 235-238 RelatedInformation
Internationale Revue für Soziale SicherheitVolume 66, Issue 1 p. 133-137 Buchbesprechung Jochen Clasen; Daniel Clegg (Hrsg.). Regulating the risk of unemployment: National adaptations to post-industrial labour markets in Europe. Oxford, Oxford University Press, 2011. xx, 404 S. ISBN 978-0-19-959229-6. Hedva Sarfati, Hedva Sarfati Unabhängige Beraterin, Genf, SchweizSearch for more papers by this author Hedva Sarfati, Hedva Sarfati Unabhängige Beraterin, Genf, SchweizSearch for more papers by this author First published: 19 March 2013 https://doi.org/10.1111/issg.12016Read the full textAboutPDF ToolsRequest permissionExport citationAdd to favoritesTrack citation ShareShare Give accessShare full text accessShare full-text accessPlease review our Terms and Conditions of Use and check box below to share full-text version of article.I have read and accept the Wiley Online Library Terms and Conditions of UseShareable LinkUse the link below to share a full-text version of this article with your friends and colleagues. Learn more.Copy URL Share a linkShare onFacebookTwitterLinked InRedditWechat Volume66, Issue1Januar‐März 2013Pages 133-137 RelatedInformation
Dieser Artikel befasst sich mit dem Einfluss der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) auf andere internationale Organisationen und Agenturen, der zu deren Unterstützung für das Konzept des sozialen Basisschutzes (Social Protection Floor – SPF) geführt hat. 2012 wurde das Konzept von den Vereinten Nationen in Form der SPF-Initiative des Koordinierungsrats (UN Chief Executives Board – CEB) gutgeheißen, von der Weltbank in ihrer neuen Sozialschutz- und Arbeitsstrategie und vom G20-Gipfel in Cannes. Außerdem hatte sich der IWF bereit erklärt, mit der IAO zusammenzuarbeiten, um die Optionen für die Schaffung von Haushaltsraum in Ländern zur Finanzierung von SPF auszuloten. Die Sonderberichterstatter des Menschenrechtsrats (UN Human Rights Council) hatten 2012 ebenfalls die Errichtung eines globalen Fonds für Sozialschutz gefordert, um ärmeren Ländern die Entwicklung eines Mindestniveaus zu ermöglichen. 2012 wurde eine neue Koordinierungsstelle, der Rat für interinstitutionelle Zusammenarbeit im Bereich des sozialen Schutzes (Social Protection Inter-Agency Cooperation Board – SPIAC-B), ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit unter den Organisationen zu erleichtern. Der vorliegende Artikel beschreibt und erklärt, wie diese Entwicklungen zustande kamen. Er fragt, ob die Realität vermehrter globaler sozialer Governance-Zusammenarbeit im Bereich des Sozialschutzes so wirksam ist, wie sie scheint, oder ob es neue Widersprüche, Überschneidungen und rivalisierende Aufträge und politische Uneinigkeit auf globaler Ebene gibt.
Internationale Revue für Soziale SicherheitVolume 66, Issue 2 p. 145-149 Rezension Morel, Nathalie; Palier, Bruno; Palme, Joakim (Hrsg.) Towards a social investment welfare state? Ideas, policies and challenges. Bristol, Policy Press, 2012. 386 S. ISBN 978-1-84742-1. Hedva Sarfati, Hedva Sarfati Unabhängige Beraterin Genf, SchweizSearch for more papers by this author Hedva Sarfati, Hedva Sarfati Unabhängige Beraterin Genf, SchweizSearch for more papers by this author First published: 10 June 2013 https://doi.org/10.1111/issg.12024Read the full textAboutPDF ToolsRequest permissionExport citationAdd to favoritesTrack citation ShareShare Give accessShare full text accessShare full-text accessPlease review our Terms and Conditions of Use and check box below to share full-text version of article.I have read and accept the Wiley Online Library Terms and Conditions of UseShareable LinkUse the link below to share a full-text version of this article with your friends and colleagues. Learn more.Copy URL Share a linkShare onFacebookTwitterLinked InRedditWechat Volume66, Issue2April-Juni 2013Pages 145-149 RelatedInformation
Internationale Revue für Soziale SicherheitVolume 66, Issue 3-4 p. 231-234 Buchbesprechung Laursen, Eric. The people's pension: The struggle to defend social security since Reagan. Edinburgh, AK Press, 2012. 818 pp. ISBN 978-184935-101-0. Elaine Fultz, Elaine Fultz JMF Research Associates Philadelphia, USASearch for more papers by this author Elaine Fultz, Elaine Fultz JMF Research Associates Philadelphia, USASearch for more papers by this author First published: 12 December 2013 https://doi.org/10.1111/issg.12038Read the full textAboutPDF ToolsRequest permissionExport citationAdd to favoritesTrack citation ShareShare Give accessShare full text accessShare full-text accessPlease review our Terms and Conditions of Use and check box below to share full-text version of article.I have read and accept the Wiley Online Library Terms and Conditions of UseShareable LinkUse the link below to share a full-text version of this article with your friends and colleagues. Learn more.Copy URL Share a linkShare onFacebookTwitterLinked InRedditWechat Volume66, Issue3-4Special Issue: Die Rolle eines staatlichen sozialen Basisschutzes bei der Ausweitung der sozialen Sicherheit auf alleJuli-Dezember 2013Pages 231-234 RelatedInformation
Im Juni 2012 machte die globale Gemeinschaft einen wichtigen Schritt hin zur festen Verankerung des Sozialschutzes als Teil nationaler und globaler Entwicklungsstrategien. Die Internationale Arbeitskonferenz verabschiedete 2012 einstimmig die Empfehlung über nationalen sozialen Basisschutz (Nr. 202), die dem Menschenrecht auf soziale Sicherheit einen konkreten Inhalt gibt. Dieser Artikel betrachtet die Empfehlung im Licht der historischen und politischen Entwicklung von Standards, beschreibt das Auftauchen des Konzepts eines sozialen Basisschutzes und analysiert den Inhalt der neuen Empfehlung sowie einige ihrer politischen Knackpunkte. Sodann wird untersucht, ob dieses neue Instrument das Potenzial hat, die soziale Realität in den 185 Mitgliedsstaaten der IAO zu verändern. Der Artikel kommt zum Schluss, dass die Verabschiedung der Empfehlung eine noch nie dagewesene Demonstration guten Willens und eines weitreichenden globalen Konsenses im Bereich der Sozialpolitik darstellt. Wenn jedoch Raum für einen Wandel der nationalen Sozialpolitiken geschaffen werden soll, dann muss diese Kampagne für ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit für alle fortgeführt werden, und sie muss auf der internationalen Agenda gehalten werden. Am Ende des Artikels werden Strategien aufgezählt, die von der globalen Koalition hinter dieser Kampagne verfolgt werden müssen, wenn die soziale Sicherheit ein unabdingbares Ziel nationaler und internationaler Entwicklungsstrategien bleiben oder werden soll.