
Saisonale Prozessabwässer aus der pflanzlichen Rohstoffverarbeitung stellen durch stark schwankende CSB‐ und Stickstofffrachten hohe Anforderungen an die Abwasserbehandlung. Für den Direkteinleiter Emsland‐Aller Aqua wurde am Standort Golßen eine mehrstufige Abwasserreinigungsanlage mit dreistufigem MBBR‐System realisiert, die biologische und chemisch‐physikalische Verfahren kombiniert und stabile Ablaufwerte gewährleistet.
Elektrisch nicht leitfähige Dichtungen in Flanschverbindungen können den Potentialausgleich unterbrechen und bei Blitzeinschlägen gefährliche Spannungsunterschiede erzeugen. Die DIN 30691:2024‐12 legt erstmals ein standardisiertes Prüfverfahren für die Blitzstromtragfähigkeit fest. IDT Industrie‐ und Dichtungstechnik erläutert, was das für Planung, Betrieb und Dokumentation bedeutet.
Künstliche Intelligenz trifft auf funktionale Sicherheit: Während sicherheitsrelevante Systeme deterministische Entscheidungen verlangen, entstehen durch KI neue Möglichkeiten für Diagnose, Wissenstransfer und Szenarioanalyse. Das Innovation Lab himalaya der HIMA Group erschließt KI‑Potenziale, ohne Prinzipien der funktionalen Sicherheit zu verändern.
Steigende Anforderungen an Trinkwasseranalysen und dokumentation erhöhen den Druck auf Wasserwerke. Präzise Mess‐ und Dosiertechnik für Ozon und Chlor ist entscheidend, um mikrobiologische Sicherheit zu gewährleisten und Grenzwerte einzuhalten. Moderne Sensorik, modulare Armaturen und Multiparametersysteme unterstützen einen stabilen und wartungsarmen Betrieb.
Die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm gewinnt an Bedeutung, auch durch gesetzliche Vorgaben. Die mobile Anlage von SF‑Soepenberg löst gebundene Eisenphosphate vor Ort und reduziert Transport‐ sowie Energieaufwand. Präzise Sensorik von Jumo überwacht Druck, pH, Redox und Füllstände, um einen stabilen und effizienten Rückgewinnungsprozess sicherzustellen.
Tabletten gehören zu den verbreiteten Darreichungsformen und stellen hohe Anforderungen an Prozesssicherheit, Qualität und Containment. Moderne Anlagen decken den gesamten Weg vom Pulver bis zur fertigen Tablette ab. Edelstahl Rostfrei spielt dabei eine zentrale Rolle für Hygiene, Reinigbarkeit und den Schutz vor Emissionen.
Klärschlamm als Düngerrohstoff, Abwasser als Quelle für Bioplastik und Biogas: Forschende des Fraunhofer IGB erproben in Pilotprojekten, wie kommunale und industrielle Kläranlagen zu Knotenpunkten einer zirkulären Bioökonomie werden – und dabei Emissionen wie Lachgas und CO₂ reduzieren.
Rohstoffknappheit, Lieferkettenrisiken und Klimaschutzziele verändern die Chemieindustrie grundlegend. Kreislaufwirtschaft wird dabei zur systemischen Voraussetzung – nicht zum Nachtrag. Biomasse, recycelter Kohlenstoff und CO₂ als alternative Quellen, Design for Circularity von Anfang an, Recycling kritischer Rohstoffe wie Iridium und Platin für Elektrolyseure: Dechema‐Studien zeigen Transformationspfade auf, die technische Machbarkeit mit Rohstoffresilienz verbinden.
Deutschland hat mit der Novelle des KSpG die Grundlage für CCUS im industriellen Maßstab gelegt. Damit steigen die Anforderungen an genaue Mess‐ und Analysesysteme, die Abscheidung, Aufbereitung, Transport und Speicherung von CO₂ sicher begleiten. Moderne Verfahren wie TDLAS‐, QF‐ und Coriolis‐Technologien ermöglichen eine verlässliche Überwachung kritischer Prozessparameter.
Der Login im Reinraum bleibt trotz Routine anspruchsvoll: Handschuhe, Schutzkleidung und strenge GMP Vorgaben erschweren sichere Anmeldungen am HMI. RFID eröffnet hier eine praktikable Option, um Zugriffe eindeutig, schnell und nachvollziehbar zu gestalten. Moderne HMI Plattformen integrieren die Technologie und unterstützen robuste Authentifizierungskonzepte.
Im EPC‐Anlagenbau entscheidet sich der Projekterfolg nicht auf der Baustelle, sondern in der Angebotsphase. Unklare Leistungsbeschreibungen erzeugen Interpretationsspielräume, die zu Terminverzug, Nachträgen und Verlustprojekten führen – ein vermeidbares Risiko mit weitreichenden Folgen.
Thermoprozessanlagen stellen hohe Anforderungen an funktionale Sicherheit und Normkonformität. Phoenix Contact adressiert dies mit der SPS‐Bibliothek IThE Safety: TÜV‐zertifizierte Funktionsbausteine nach DIN EN ISO 13577‐2/‐4 und NFPA 85/86/87 lassen sich modular in unterschiedliche Anlagenarchitekturen integrieren und wiederverwenden.
Klassische Wartungsstrategien – kalenderbasiert oder störungsgetrieben – stoßen in der Praxis häufig an Effizienzgrenzen. KI‐gestützte Maintenance‐Assistenten werten vorhandene SAP‐Instandhaltungsdaten, Störungshistorien und Sensordaten systematisch aus und machen Ausfallrisiken früher sichtbar. Entscheidend ist dabei die Einbindung in bestehende Prozesse.
Die industrielle Dekarbonisierung erfordert Lösungen, die Abwärme zuverlässig erschließen. Rippenrohr‐Wärmetauscher leisten dies, wenn sie exakt auf Strömung, Temperatur und Stoffeigenschaften ausgelegt sind. Das Unternehmen Rosink Werkstätten zeigt, wie konstruktive Anpassungen, Materialwahl und Reinigungsstrategien die Energieeffizienz unter realen Anlagenbedingungen sichern.
Industrielle Kälteversorgung zählt zu den großen Stromverbrauchern. Trotz technisch ausgereifter Anlagen bleiben Effizienzreserven bestehen, weil konventionelle Regelungen zeitabhängige Einflussgrößen nur begrenzt abbilden. Das Forschungsprojekt EISKIG zeigt, wie sich Kälteverbundsysteme mit strukturierter Analyse und KI Methoden betriebssicher optimieren lassen.
In verfahrenstechnischen Betrieben sind Fehlbedienungen eine der häufigsten Ursachen für Störfälle. KI‐gestützte Connected‐Worker‐Systeme begegnen diesem Risiko mit personalisierten Arbeitsanweisungen, integriertem Skill Management und Echtzeitunterstützung am Arbeitsplatz. Projekterfahrungen belegen eine Reduktion meldepflichtiger Unfälle um bis zu 80%.
Kühlwassersysteme beeinflussen Energiebedarf, Anlagenverfügbarkeit und Compliance. Biofilme reduzieren den Wärmeübergang und erhöhen OPEX erheblich. Biologische Steuerungskonzepte, unterstützt durch die aktualisierte VDI 2047 Blatt 2 und strengere Umweltanforderungen, ermöglichen stabile Prozesse ohne konventionelle Biozide und verbessern Effizienz sowie Wasser‐ und Energiebilanz.
Ein Ingenieurbau für das Satelliten‐Start‐up Reflex Aerospace bietet überraschende Mehrwerte