
Der vorliegende Bericht zeigt die erfolgreiche Behandlung eines Kindes nach einem schweren Schmelz-Dentin-Trauma mit Eröffnung der Pulpa am Zahn 11. Ausgehend von einer Pulpaamputation mit nachfolgendem Wiederankleben des abgebrochenen Zahnfragmentes war es in nur einer Sitzung möglich, nicht nur die therapeutischen Notfallmaßnahmen, sondern auch die finale Restauration abzuschließen. Voraussetzung hierfür waren die zeitnahe Konsultation beim Zahnarzt, das sauber abgebrochene Zahnfragment und eine offen liegende Pulpa, die noch nicht infiziert und damit entzündlich verändert war. Zur Abdeckung der Pulpa wurde ein Kalziumsilikatzement der 3. Generation verwendet. Nach einem Jahr war der Zahn in Funktion und Biologie vollständig intakt.
Im Rahmen des themenspezifischen Workshops sollte der aktuelle Stand hinsichtlich Epidemiologie, Ätiologie, Risikofaktoren, Diagnose und Therapie von Gingiva- und Parodontalerkrankungen sowie deren Erscheinungsbild bei Kindern und Jugendlichen festgestellt werden. Zusätzlich sollte die Praktikabilität der aktuellen Klassifikation bei Kindern und Jugendlichen geprüft werden. Für den gemeinsamen Workshop der EFP (European Federation of Periodontology) und der EAPD (European Academy of Paediatric Dentistry) wurden 3 speziell in Auftrag gegebene systematische Übersichtsarbeiten zu Gingiva- und Parodontalerkrankungen bei gesunden Kindern und Jugendlichen bzw. bei Kindern und Jugendlichen mit systemischen Erkrankungen bearbeitet. Im vorliegenden ersten Teil dieser Übersicht wird das Ergebnis der Arbeitsgruppe „Gingivaerkrankungen“ bei der Gruppe der gesunden Kinder vorgestellt. Gingivaerkrankungen und -beschwerden bei gesunden Kindern und Jugendlichen wurden identifiziert, ebenso wie lokale prädisponierende und systemische modifizierende Faktoren. Das parodontale Gewebe bei Kindern und Jugendlichen unterscheidet sich von dem bei Erwachsenen und erfordert besondere Berücksichtigung des Entwicklungsstadiums sowie der für jüngere Patienten spezifischen prädisponierenden und modifizierenden Faktoren. Dies kann die Diagnostik, Prognose und Behandlung erschweren.
Introduction: Oligodontia is a rare dental anomaly defined as the congenital absence of six or more permanent teeth (excluding third molars). It has significant clinical consequences for mastication, phonation, aesthetics, and psychosocial well-being. Genetic factors are central to its etiology, with common mutations involving MSX1, PAX9, WNT10A, AXIN2, and EDAR. Mutations in the LRP6 gene (low-density lipoprotein receptor-related protein 6, OMIM *603507), however, are very rare. LRP6 encodes a coreceptor of the WNT/β-catenin pathway, essential for craniofacial and dental development. Case report: We report on a patient (12 years and 10 months) with the LRP6 gene 3–11 deletion associated with selective tooth agenesis type 7, comprising teeth 12, 15, 22, 25, 31, 32, and 41. In this case, the first phase of treatment included prosthetic rehabilitation of the edentulous area of the mandible using a removable resin prosthesis. After permanent eruption, fixed prosthetic rehabilitation and ameloplasty of the upper canines will be scheduled. Conclusion: This case emphasizes the importance of early diagnosis, regular follow-up, and multidisciplinary dental treatment in patient with oligodontia.