
Der Beitrag untersucht, unter welchen Bedingungen persönliche Entwicklung in vollständig virtuellen Coaching-Ausbildungen gelingen kann. Im Zentrum stehen Resonanz, psychologische Sicherheit, dialogische Beziehungsgestaltung, Gruppendynamik und eine autonomieunterstützende Didaktik. Besondere Bedeutung erhält Embodiment: Körperwahrnehmung und körperlich-emotionale Resonanzen können auch online Selbstreflexion, Selbststeuerung und die Integration von Lernerfahrungen fördern. Entscheidend ist weniger physische Präsenz im gleichen Raum als die Qualität der Lernarchitektur und der professionellen Begleitung.
Der Beitrag untersucht Verwendungen von Tanz und Choreografie in der systemischen Beratung aus tanzwissenschaftlicher Perspektive: als Metaphern für Beziehung und Veränderung, als körperlich-bewegte und szenische Interventionen sowie als Modelle dynamischer Beziehungssysteme. Perspektiven des zeitgenössischen Tanzes erweitern das begriffliche Repertoire um ein prozessuales und relationales Verständnis von Choreografie, das selbstorganisierende und emergente Formen choreografischer Organisation einschließt. Choreografie wird so als Reflexionsmodell systemischer Beratungspraxis produktiv.
Der Beitrag entwickelt den Entwurf eines psychodynamischen Modells von Beziehungskompetenz und diskutiert dessen Bedeutung für Coaching und Supervision. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Beziehung in professionellen Beratungsformaten zwar als zentraler Wirk- und Qualitätsfaktor gilt, häufig jedoch unklar bleibt, welche Aspekte professioneller Beziehung und welches Können damit gemeint sind. Zur Klärung wird zunächst ein psychodynamisches Drei-Komponentenmodell helfender Beziehungen herangezogen: Arbeitsbündnis, Übertragung/Gegenübertragung und Realbeziehung. Es dient als Heuristik, um die Anforderungen zu bestimmen, die diese Beziehungsdimensionen an das Können der Beraterin stellen. Darauf aufbauend wird ein Modell von Beziehungskompetenz vorgestellt, das fünf Fähigkeitsebenen und eine umschließende Rahmendimension unterscheidet. Abschließend werden etablierte und neuere Formen der Kompetenzentwicklung hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit für Coaching und Supervision diskutiert.