Der Beitrag beschäftigt sich zunächst mit dem Konzept der Unverfügbarkeit nach Rosa (2020) aus evolutionärer und systemtheoretischer Sicht. Es wird abgeleitet, dass das Verfügbarmachen der Kern alles Strebens des Lebendigen ist. Darauf ausbauend werden Organisationen als spezifische soziale Systeme des Verfügbarmachens beschrieben und diskutiert, wie Beratung relevante Veränderungsimpulse zur Verfügung stellen kann. Anschließend werden daraus Merkmale und Prämissen erfolgreicher Beziehungsgestaltung für Coaching und Organisationsberatung abgeleitet.
Künstliche Intelligenz (KI) verbreitet sich zunehmend in alle Lebensbereiche, einschließlich des Coachings. Für eine erfolgreiche Integration von KI ist die Akzeptanz der Nutzer:innen entscheidend. Basierend auf der Unified Theory of Acceptance and Use of Technology (UTAUT) wurde die Akzeptanz von hybrid eingesetzten KI-gestützten Tools im Coaching unter deutschsprachigen Coaches untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Leistungserwartung, Aufwandserwartung und sozialer Einfluss die Nutzungsintention positiv beeinflussen. Unterstützende Bedingungen und Nutzungsintention beeinflussen das Nutzungsverhalten positiv. Zudem wurde festgestellt, dass das Alter bestimmte Beziehungen moderiert.
In dieser empirischen Studie wird untersucht, ob Coaches eine andere Persönlichkeitsausprägung aufweisen als die Allgemeinbevölkerung. Hierzu wurden Daten von 559 deutschsprachigen Coaches mit Hilfe eines Persönlichkeitsfragebogen im Rahmen der Coachingumfrage Deutschland 2022 erhoben und mit vorhandenen Referenzdaten aus der Allgemeinbevölkerung verglichen. Die Datenerhebung zur Persönlichkeit erfolgte mit der deutschen Version des Big Five Inventory 2 (BFI-2). Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten Coaches signifikant extravertierter, verträglicher, gewissenhafter, offener und weniger emotional labil (neurotizistisch) als die Allgemeinbevölkerung sind.
Zusammenfassung In dieser empirischen Studie wird untersucht, ob Coaches eine andere Persönlichkeitsausprägung aufweisen als die Allgemeinbevölkerung. Hierzu wurden Daten von 559 deutschsprachigen Coaches mit Hilfe eines Persönlichkeitsfragebogen im Rahmen der Coachingumfrage Deutschland 2022 erhoben und mit vorhandenen Referenzdaten aus der Allgemeinbevölkerung verglichen. Die Datenerhebung zur Persönlichkeit erfolgte mit der deutschen Version des Big Five Inventory 2 (BFI-2). Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten Coaches signifikant extravertierter, verträglicher, gewissenhafter, offener und weniger emotional labil (neurotizistisch) als die Allgemeinbevölkerung sind.
In der vorliegenden Metaanalyse werden Studien zur Wirksamkeit von professionellem systemischem Coaching im Einzelsetting gesichtet, systematisiert und statistisch zusammengefasst. Dabei werden die dokumentierten Wirkungen nach emotionalen, kognitiven und behavioralen Effekten kategorisiert. Insgesamt flossen k = 24 Studien mit 52 Effekten und n = 1405 Personen in die vorliegende Analyse ein. Eine Systematisierung nach Wirkfaktoren war aufgrund der Heterogenität der Studien nicht möglich. Im Ergebnis zeigen sich mittlere bis starke Effekte der Wirksamkeit von professionellem systemischem Coaching. Abschließend werden methodische Fragestellungen und weitere Forschungsansätze diskutiert.
In der vorliegenden Studie wird untersucht, ob Coaches sich in ihrer wahrgenommenen Grandiosität als Facette des Narzissmus signifikant von der Normalbevölkerung unterscheiden und welche Variablen Grandiosität prädiktieren. Es wurden Daten von 559 Teilnehmern der Coaching-Umfrage Deutschland des Jahres 2022 analysiert. Grandiosität wurde mithilfe von Items der deutschen Kurzversion des Narcissistic Personal Inventory (NPI-d-5) ermittelt. Die Ergebnisse zeigen, dass Coaches signifikant höhere Ausprägungen hinsichtlich der Grandiosität aufweisen als die Normalbevölkerung. Gleichzeitig zeigen sich verschiedene Zusammenhänge zwischen Grandiosität, Gender, Alter, Coaching-Erfahrung.
Zusammenfassung In dem vorliegenden Expertengespräch in der Zeitschrift Gruppe – Interaktion – Organisation (GIO) befassen sich Thomas Bachmann, Oliver König, Roswita Königswieser, Karl Schattenhofer und Fritz B. Simon mit der Rolle von Gruppendynamik bei der Agilen Transformation. Zunächst werden Agilität und New Work als aktuelle Phänomene diskutiert und eingeordnet. Dabei wird die Abgrenzung zu schon bekannten Konzepten und Modetrends thematisiert. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wird untersucht, welche Rolle Konzepte der Gruppendynamik zum Verständnis von New Work und Agilität beitragen können und inwieweit Gruppendynamiktrainings für Personen im agilen Kontext einen Kompetenzgewinn ermöglichen.
Zusammenfassung Dieser Artikel für die Zeitschrift Gruppe Interaktion Organisation (GIO) beleuchtet zunächst den theoretischen Diskurs zum Wechselspiel zwischen Person und Rolle und dessen Bedeutung für Teamarbeit. Darauffolgend wird auf Persönlichkeitseigenschaften eingegangen, die in der Entwicklung und Zusammenarbeit in agilen Teams eine Rolle spielen. Die These dabei lautet, dass narzisstische Persönlichkeitsanteile die Teamarbeit erschweren, diese in agilen Teams jedoch durch die Erwartung an mehr (persönlicher) Beteiligung zusätzlich induziert werden könnten. Aufbauend auf verschiedenen Studien zum Thema werden anschließend Ergebnisse einer explorativen Datenanalyse aus einem eigenen Forschungsprojekt zur Performance agil arbeitender Teams vorgestellt, welche zeigen, dass sich eine zu starke Personenfokussierung negativ auf die Teamleistung auswirkt.
ZusammenfassungIm folgenden Beitrag werden die Veränderungen der Arbeitswelt durch die New Work-Bewegung aus einer gruppendynamischen Perspektive untersucht. Dazu werden auf den Dimensionen Hierarchie, Zugehörigkeit und Intimität, Vorteile und Folgen der Veränderungen durch New Work sowohl aus der Personensicht als auch aus der Perspektive der Organisation aufgezeigt und anhand von Fallbeispielen illustriert.
In this expert discussion in the journal Gruppe-Interaktion-Organisation (GIO), Thomas Bachmann, Oliver Konig, Roswita Konigswieser, Karl Schattenhofer and Fritz B. Simon address the role of group dynamics in agile transformation. First, Agility and New Work are discussed and classified as recent phenomena. In doing so, the differentiation from already known concepts and fashion trends is addressed. In the further course of the discussion, the role that concepts of group dynamics can contribute to the understanding of New Work and Agility is examined, and the extent to which group dynamics training enables people in the agile context to gain competence.
Dimka Karastoyanova合作论文数Juniorprofessor in Simulation Workflows
Member of the Cluster of Excellence SimTech1