Zusammenfassung Der Zylinderkopf und das Kurbelgehäuse gehören zu den meist beanspruchten Gussbauteilen im Verbrennungsmotor. Die hohe Funktionsintegration und der gleichzeitige Wandel der Automobilindustrie zum Leichtbau führen zu geometrisch hochkomplexen sowie mechanisch und thermisch stark belasteten Gussbauteilen. Die Inline-Computertomographie (CT) wird eingesetzt, um die geforderte Auslieferqualität jedes Bauteils im Takt der Fertigungslinie zu garantieren. Die Herausforderung bei der Prüfung besteht in der geringen zur Verfügung stehenden Prüfzeit. Der Takt der Fertigungsstraße, welcher teilweise weniger als eine Minute beträgt, gibt den Zeitrahmen für die Prüfung vor. Eine weitere zu bewältigende Aufgabe entsteht durch den Herstellungsprozess der Bauteile. Der eingesetzte Kokillenguss führt zu individuellen Abweichungen jedes Bauteiles von der Idealgeometrie, was den einfachen Vergleich zur Sollgeometrie unmöglich macht. Durch den Einsatz der CT-Prüfung können diese Abweichungen aufgezeigt, analysiert und bewertet werden. Die umfangreiche Analyse der Zylinderköpfe und Kurbelgehäuse in Kombination mit einem fehlenden Standard für die CT-spezifische Defektauswertung führen zu einem enorm hohen manuellen Aufwand. Der Einfluss des jeweiligen Mitarbeiters prägt dabei ein stark subjektiv beeinflusstes Prüfergebnis für jedes Bauteil. Die im Folgenden beschriebenen Weiterentwicklungen beziehen sich auf die automatische Analyse und Bewertung durch ein Inline-CT für Zylinderköpfe. Im Ergebnis kann eine effiziente Qualitätssicherung bei gleichzeitiger Reduktion des menschlichen Einflusses bei der Bauteilbewertung erreicht werden.