
Zusammenfassung Mit der Erfassung des Trinkwasserverbrauchs und damit verbunden mit der Verbrauchsabrechnung sind immer wieder Diskussionen hinsichtlich der Messrichtigkeit der eingesetzten Wasserzähler oder deren Betriebszeit verbunden. Vor diesem Hintergrund wird anhand von Daten aus Stichprobenprüfungen in Deutschland das Messverhalten mechanischer und statischer (Ultraschall, magnetisch-induktiv) Hauswasserzähler analysiert und verglichen. Hinsichtlich der durchflussspezifischen Messabweichungen zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen den Zählertypen. So tritt bei mechanischen Hauswasserzählern und hier insbesondere bei Ringkolbenzählern ein bis zu einem Faktor 6 häufigeres Überschreiten der Verkehrsfehlergrenzen im Vergleich zu statischen Zählern auf. Ebenso kommen Stehenbleiber bei mechanischen Zählern bei den Prüfdurchflüssen Q 1 und Q 2 um mehr als den Faktor 10 häufiger als bei statischen Zählern vor. Für alle Zählertypen deutet sich eine leichte Abhängigkeit der Häufigkeit, mit der Verkehrsfehlergrenzen überschritten werden, vom erfassten Volumen an. Als Gesamtbild zeichnet sich ab, dass elektronische Wasserzähler ein insgesamt qualitativ besseres Messverhalten zu zeigen scheinen. Hinsichtlich der erfassten Verbräuche weisen einfache Mehrstrahlflügelradzähler eher höhere Werte aus, während Ultraschallzähler im Vergleich die kleineren Gesamtvolumina erfassen. Der Unterschied Spitze-Spitze liegt bei über 20 %. Anzumerken ist, dass die Stichprobendaten lediglich einen ersten Einblick geben können, da nur solche Zähler in die Prüfung gegeben werden, von denen erwartet wird, dass diese die Prüfung bestehen.
Abstrakt Messergebnisse, die durch eine dokumentierte, ununterbrochene Kette von Kalibrierungen auf eine Referenz bezogen werden zu können, werden als metrologisch rückführbar bezeichnet. In diesem Beitrag gibt der Autor einen Überblick über seine langjährigen Erfahrungen und Ergebnisse absoluter Kalibrierungen aus mehreren Projekten der Topographiemessung. Am Beispiel der Messung der Profilabweichung eines 250 mm lagen Planspiegels wird der Begriff der absoluten Kalibrierung verdeutlicht. Im Weiteren wird dargestellt, wie dieses Prinzip auf die Messung der Gestaltabweichung ebener Normalspiegel für Nanopositionier- und Nanomessmaschinen und für die Kugeln der Tastsysteme solcher Präzisionsmessmaschinen angewendet werden kann. Der Artikel beleuchtet damit einige jener Spezialfälle der metrologischen Rückführung bei der Messung von Gestaltabweichungen, bei denen ein mathematisches Modell als Bezugsreferenz selbst Anwendung finden kann.
Abstract Measurement of the particle number concentration in diesel exhaust has been mandatory for EUR 6/VI motor vehicles since July 2023. Even before this new measurand was introduced, PTB was already intensively involved in the realization and traceability of particle counting and contributed to the development of the infrastructure in Germany. The metrological traceability chain from results measured by instruments in the workshops via standards of the accredited laboratories to the national standard of PTB comprises different measurement techniques and calibration procedures. While the measurement uncertainty of the national standards is primarily determined by the realization of the SI units, other influencing factors such as the particle size, stability of the particle source or the calibration procedure are decisive at the end user level. In this article, we describe the metrological traceability and measurement uncertainties related to PTB’s service on “Type examination of particle counters in vehicle exhaust emission testing” and discuss the sources of uncertainty in the context of the internationally accepted calibration and measurement capabilities for aerosol particle measurements.
Zusammenfassung In Anwendungen der Magnetfeldmessung wird eine Verbesserung der Empfindlichkeit und der Genauigkeit von Magnetfeldsensoren angestrebt. Beispiele hierfür sind die Messung von kleinen Strömen in elektrischen Schaltungen oder die Aufnahme von biomedizinischen Signalen wie dem Elektrokardiogramm oder Elektroenzephalogramm. Um den steigenden Anforderungen im Bereich der Magnetfeldsensorik hinsichtlich Empfindlichkeit und Zuverlässigkeit gerecht zu werden, finden sich in aktuellen Arbeiten unterschiedliche Ansätze. In dieser Arbeit wird mit Hilfe von etablierten Sensorelementen, basierend auf dem anistropen magnetosresistiven-Effekt gezeigt, dass auch diese zu präzisen Messungen fähig sind. Zu diesem Zweck werden die Prinzipien zum Beispiel des Lock-In-Verstärkers und des Hüllkurvendetektors angewendet. Die Bewertung des zu analysierenden Sensorprinzips erfolgt mit Hilfe des Signalgewinns und des Signal-Rausch-Abstandes.
Kurzfassung Widerstandsthermometer sind eines der am häufigsten eingesetzten Messmittel zur präzisen Bestimmung der Temperatur bei wissenschaftlichen und industriellen Anwendungen. Ihr Einsatz in der Prozessüberwachung und bei der Regelung von Temperiereinrichtungen stellt hohe Anforderungen an deren rückgeführte Kalibrierung, insbesondere wenn geringe Messunsicherheiten benötigt werden. Gleichermaßen herausfordernd sind sowohl die vollständige Erfassung aller Einflussgrößen während der Kalibrierung auf Seiten des Kalibrierlaboratoriums als auch der Umgang mit und das Verständnis über die weitergegebenen Messunsicherheiten auf Seiten des Anwenders. In der Praxis hat sich für die Kalibrierungen das Vergleichsverfahren bewährt, welches Unsicherheiten im Bereich weniger Millikelvin ermöglicht. Für die durch die deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) akkreditierten Kalibrierlaboratorien sowie für die deutschen Eichbehörden stellt die Richtlinie DKD-R 5-1:2023 den aktuellen Stand der Technik dar und bildet daher die derzeit verbindliche Richtlinie, nach der Kalibrierungen von Widerstandsthermometern im Vergleichsverfahren durchgeführt werden. Weiter hat diese Richtlinie auch im internationalen Kontext einen hohen Bekanntheitsgrad und Stellenwert. Dieser Beitrag diskutiert anhand praxisnaher Beispiele die Messunsicherheitsbilanz bei der Kalibrierung von Widerstandsthermometern im Vergleichsverfahren gemäß der DKD-R 5-1:2023. Im Fokus stehen dabei die Einflussgrößen der Selbsterwärmung und der thermischen Hysterese des Kalibriergegenstandes. Diese werden in der Praxis in Abhängigkeit von der geforderten Kalibrierunsicherheit häufig nur mit vorgegebenen Schätzwerten aus der Richtlinie berücksichtigt. Es wird ebenfalls Bezug genommen auf die aktuellen Bestrebungen und Ansätze, die Messunsicherheitsbilanzen bei Kalibrierung von Widerstandsthermometern im Rahmen von EURAMET zu harmonisieren. Abschließend wird die Ablage von Thermometereigenschaften bzgl. der Messunsicherheit in einem DCC (engl. digital calibration certificate) an einem Beispiel demonstriert.
Zusammenfassung Ansprechzeiten von Thermometern für die thermische Energiemessung müssen im Rahmen einer Baumusterprüfung in Wasser mit einer Strömungsgeschwindigkeit von v = 0,3 m s −1 bestimmt werden. Thermometerhersteller verwenden die Messung der Ansprechzeit darüber hinaus zur Qualitätskontrolle bei der laufenden Fertigung von Thermometern. Bei ihnen existieren unterschiedliche Prüfeinrichtungen zur Bestimmung des dynamischen Verhaltens. An den Versuchseinrichtungen der TU Ilmenau kann die Ansprechzeit von Thermometern unter sehr kontrollierten Bedingungen reproduzierbar bestimmt werden. Zwischen den Herstellern und der TU Ilmenau fanden daher bilaterale Vergleichsmessungen statt. Diese zeigten eine sehr gute Übereinstimmung der ermittelten Werte, trotz unterschiedlicher Randbedingungen in den jeweiligen Laboren. Mit einem nahezu baugleichen Thermometer eines dritten Herstellers wurden daher systematisch der Einfluss der Eintauch- und der Anströmgeschwindigkeit auf die Ansprechzeit an der Prüfeinrichtung der TU Ilmenau untersucht und eine Messunsicherheitsbilanz erstellt. Die Ergebnisse legen nahe, dass eine genaue Kenntnis der Strömungsverhältnisse im Wasserbad eine untergeordnete Rolle spielt, solange die Strömungsgeschwindigkeit groß genug ist und ein hinreichend großer Wärmeübergangskoeffizient erreicht wird.
Zusammenfassung In der letzten Dekade gelang es den allgemeinen Trend der Nutzung von Freiformoptiken in Beleuchtungssystemen anwendungstauglich auf abbildende optische Systeme zu erweitern. Maßgeblich hierfür sind maßgeschneiderte Designansätze und Algorithmen sowie ein signifikanter Fortschritt in der Fertigung, Referenzierung und Messtechnik von Freiformflächen. Die Anwendung von Asphären und Freiformen mit dem Fokus auf kürzere Wellenlängen erfordert eine erhebliche Verbesserung von Formabweichung, Welligkeit und Rauheit der optischen Komponenten, und adressiert beugungsbegrenzte Systeme im visuellen Spektralbereich. Die Herstellung von unsymmetrischen, freigeformten Optiken verlangt im Gegensatz zur klassischen, rotationssymmetrischen Fertigung, die Anwendung von deterministisch gesteuerten, punktuell oder teilflächig wirkenden Bearbeitungswerkzeugen. Der vorliegende Beitrag beleuchtet mess- und fertigungstechnische Strategien und Methoden zur Vermeidung und Korrektur hoch-, mittel- und niederfrequenter Oberflächenfehler auf metalloptischen Asphären und Freiformoptiken. Das Potential der Freiformfertigung, aber auch aktuelle Grenzen werden an Beispielen diskutiert.
Abstract The proliferation of microelectromechanical systems (MEMS) has catalyzed a paradigm shift in sports science, enabling the transition of biomechanical analysis from controlled laboratory environments to ecologically valid field settings. Wearable Inertial Measurement Units (IMUs), comprising accelerometers and gyroscopes, have emerged as a cornerstone of this revolution. They offer unprecedented opportunities to quantify athlete kinematics and monitor training loads continuously and unobtrusively. This review paper provides a comprehensive and critical analysis of the current state of IMU technology in sports science. It delves into the technical underpinnings of IMU-based kinematic measurement, scrutinizing the validation methodologies and inherent sources of error when compared against gold standard optical motion capture systems. Furthermore, the paper examines the application of IMUs for athlete load monitoring, critically evaluating popular metrics such as PlayerLoad™ and discussing the challenges in establishing their direct relationship with physiological and biomechanical stress. We discuss the major controversies pervading the field, including the profound lack of standardization in methodology, the ongoing debate regarding ecological validity, and the ethical dilemmas posed by continuous athlete surveillance. Finally, we explore future directions, focusing on the transformative potential of machine learning, advanced sensor fusion, and the development of benchmark datasets to overcome current limitations. This review synthesizes existing literature to provide a nuanced perspective on the capabilities and caveats of IMU systems, aiming to guide future research and practice towards more robust and meaningful applications in enhancing athletic performance and mitigating injury risk.
Abstract Wearable sweat biosensing is progressing from laboratory prototypes to skin-conformable platforms that can inform individualized hydration, exertion, and recovery decisions. This review synthesizes advances in microfluidic sampling architectures that stabilize analyte delivery and enable sweat-rate estimation, electrode materials and interface designs that reduce biofouling and motion artifacts, and system-level integration with wireless electronics and analytics. Across representative on-body demonstrations, lactate remains the most intensively explored metabolite, yet its physiological interpretation is debated because sweat levels may reflect local gland metabolism rather than blood filtration and are strongly modulated by sweat rate and time lag. Reported wearable lactate devices nevertheless achieve practical operating windows, with linear ranges of 1–25 mmol L −1 and up to 1–50 mmol L −1 , response times <55 s to <90 s, and typical limits of detection around 0.22 mmol L −1 ; exceptional approaches have pushed detection down to 8.9 × 10 −12 mol L −1 . Analytical validation against laboratory methods is strong, with correlation coefficients of R 2 ≈ 0.95–0.97 reported in comparative studies. In contrast, electrolyte monitoring is more mature and directly actionable for hydration management: potentiometric ion-selective sensors commonly cover 10 −4 –10 −1 mol L −1 , respond in <30 s, and show high agreement with reference assays ( R 2 > 0.98 versus ICP-MS for Na + /K + ). Beyond electrolytes and common metabolites, emerging targets such as cortisol and cytokines occur at picomolar-to-nanomolar levels, motivating miniaturized immunoassays and multi-analyte panels. Finally, we outline how data-driven fusion of biochemical signals with biomechanics can correct artifacts and enable decision support, while emphasizing that standardized, large-cohort, real-world validation remains the central bottleneck for translation.
Zusammenfassung Die Messtechnik ist eine Schlüsseldisziplin für den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt. Deshalb widmet sich der Arbeitskreis der Hochschullehrer für Messtechnik (AHMT) seit nunmehr 40 Jahren der Förderung der Messtechnik als Univeristätsdisziplin. Das XL. Messtechnische Symposium des AHMT findet vom 16. bis 17. September 2026 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. Zum 40-jährigen Bestehen des Arbeitskreises soll mit der vorliegenden Chronik ein Überblick über die Geschichte und das vom AHMT Erreichte gegeben werden. Die Chronik enthält Informationen zu den Vorsitzenden des AHMT e. V., den durchgeführten Messtechnischen Symposien, den veröffentlichten Tagungsbänden sowie Sonderheften, und zu den Personen, die den renommierten Messtechnik-Preis des AHMT erhalten haben.
Zusammenfassung Additiv gefertigte (AF) Bauteile finden immer häufiger industrielle Anwendung. Um die geforderte Qualität dieser Bauteile sicherzustellen, sind zahlreiche Prüfungen und ein hohes Maß an Dokumentation erforderlich, insbesondere weil die Materialeigenschaften und Maßhaltigkeit stark von den Bedingungen während des Druckprozesses beeinflusst werden. Daher wurde im Projekt „QI Digital“ ein digitaler Prüfbericht entwickelt, in dem die Prüfergebnisse maschinenlesbar und -interpretierbar hinterlegt sind und damit die Dokumentation vereinfacht. Grundlage hierfür sind die Normen ISO/ASTM 52908 und ISO/ASTM 52902. Diese Normen legen die Anforderungen für eine Qualifizierung von AF-Materialien und -Bauteilen fest und ermöglicht eine standardisierte Qualitätskontrolle. Um diese Qualifizierung eines Musterbauteils zu demonstrieren, wurde im Projekt eine Prüfplattform als CAD-Model entworfen. Diese wird wiederholt und mit verschiedenen Prozessparametern gefertigt, um nachzuweisen, dass ein unter diesen Prozessbedingungen gefertigtes Bauteil die Spezifikationen erfüllt. Dafür enthält die Plattform neben dem Bauteil verschiedene Prüfkörper für mechanische und geometrische Prüfungen. Die Ergebnisse dieser Prüfungen müssen im digitalen Prüfbericht dokumentiert werden und geben somit dessen Aufbau vor. Als Format für den digitalen Prüfbericht wurde das XML-Schema des digitalen Kalibrierscheins (DCC) gewählt. Der DCC bietet eine unabhängige allgemeine Struktur für die Dokumentation von Ergebnissen und ermöglicht es so, alle Prüfergebnisse für die Qualifizierung von AF-Bauteilen in einem Dokument maschineninterpretierbar darzustellen.
Abstract The increasing incidence of sports-related injuries highlights the need for effective rehabilitation strategies, with gait analysis playing a central role in monitoring functional recovery and informing return-to-sport decisions. Mobile health technologies, including wearable sensors, smartphone applications, and camera-based motion capture systems, provide viable alternatives to conventional laboratory gait assessment by enabling real time, remote, and ecologically valid evaluations. Despite their potential, clinical integration remains limited due to inconsistent and frequently inadequate analytical validation. This review systematically evaluates current mobile health technologies for gait analysis in sports injury rehabilitation. It outlines the biomechanical principles underpinning gait assessment, summarizes the core technical capabilities of contemporary mobile systems, and critically examines validation approaches such as the V3 framework. Key sports injuries, including anterior cruciate ligament reconstruction, Achilles tendinopathy, chronic ankle instability, and patellofemoral pain, are analyzed with respect to characteristic gait alterations and the applicability of mobile assessment tools in their rehabilitation. The review reveals considerable heterogeneity in validation quality, underscoring the necessity for context specific, parameter driven validation protocols. It further discusses technological, methodological, and regulatory barriers to widespread implementation. Practical recommendations are provided to harmonize validation standards, increase algorithmic transparency, and enhance clinical usability. Strengthening analytical rigor and interdisciplinary collaboration will support the development of reliable, scalable gait monitoring solutions that advance personalized rehabilitation and promote safe return to sport in athletic populations.
Abstract Magnetocardiography (MCG) offers a non-invasive, contactless, and radiation-free method for detecting the heart’s electrophysiological activity with high spatial and temporal resolution. Despite its diagnostic potential, clinical adoption has been limited by the technological and economic constraints of current sensing platforms. Superconducting quantum interference devices (SQUIDs) remain the gold standard for sensitivity but require cryogenic cooling and costly magnetic shielding, while optically pumped magnetometers (OPMs) provide room-temperature operation but face challenges such as dead zones, thermal management, and limited miniaturization. Recently, nitrogen-vacancy (NV) centers in diamond have emerged as a promising alternative. NV-based magnetometers combine solid-state robustness, miniaturization potential, and scalability, enabling prospects for portable and high-density sensor arrays. Current prototypes, however, remain two orders of magnitude less sensitive than clinical requirements. This paper reviews the state of SQUID, OPM, and NV technologies for MCG and highlights the technical advantages and limitations of each. Strategies for improving NV sensitivity are discussed as pathways toward bridging the sensitivity gap. While NV-based sensors are not yet clinically viable, their combination of robustness, scalability, and cost-reduction potential positions them as a compelling candidate for next-generation MCG systems, with the prospect of expanding cardiac diagnostics.
Abstract Digital transfer documents that are machine-readable – and ideally, machine-interpretable – offer a promising route for automating processes that require seamless digital data transmission. To ensure interoperability on both, the issuing and receiving sides, it is crucial to adopt harmonized solutions when transitioning from analogue-based to fully digital calibration certificates. This shift necessitates that the metrological communities establish agreed-upon best practices and guidelines for implementing these digital assets. This article describes how the specification of data formats and terminology for digital calibration certificates facilitates machine-interpretability and automation in metrological traceability and how the German Calibration Service (DKD) elaborates and reveals these harmonized solutions in comprehensive committee activities. With the establishment of these specifications, quality assurance in measurement technology will finally become more fast, easy, safe and affordable.
Abstract Particulate matter (PM) emitted by combustion engines represents one of the most consequential anthropogenic pollutants, with demonstrable links to premature mortality, cardiorespiratory disease, and climate forcing. The transition from mass-based to particle-number (PN) metrics – and the progressive extension of regulated size thresholds from 23 nm toward 10 nm and beyond – has been enabled entirely by advances in aerosol sensing and metrology. This review, based on the IEEE I2MTC 2025 Keithley Award keynote by Alexander Bergmann, traces the metrological arc from laboratory homologation to portable real-driving measurement and fleet-scale periodic technical inspection (PTI). Three interconnected instrument families are examined in depth: condensation particle counters (CPC) with volatile particle removers (VPR) for type-approval testing, unipolar diffusion-charging (DC) sensors with modulated precipitation for portable and periodic technical inspection (PTI) applications, and photoacoustic soot sensors for remote emission sensing (RES). Key co-contributions by Giechaskiel and Bergmann on legislative harmonisation, and by Schriefl, Knoll, Fierz, and Bergmann on diffusion-charging physics, are integrated to illustrate how metrological rigour translates measurement science into regulatory impact. The conclusion identifies non-exhaust particles and the direct biological sensing of aerosol toxicity as the frontier challenges facing the field.
Anamorphotische Prismenpaare, die häufig verwendet werden, um elliptische in kreisförmige Strahlbündel umzuformen, bestehen üblicherweise aus zwei identischen Prismen. Da die Étendue der Strahlbündel beim Durchgang durch die Prismen erhalten bleibt, ist die Änderung des Strahlquerschnitts mit einer reziproken Änderung der Feldwinkel verbunden. Deshalb wird bei den Prismenpaaren die von der Dispersion des Glases verursachte spektrale Strahlauffächerung des ersten Prismas vom zweiten vergrößert oder verkleinert und von dessen eigener Dispersion dann nur noch teilweise kompensiert. Darum hängt die Ausgangsstrahlrichtung und auch der Ausgangsstrahldurchmesser des Prismenpaars von der Wellenlänge ab. Bei polychromatischen Anwendungen können diese Farbfehler stören, und in diesem Artikel werden verschiedene Möglichkeiten der Farbfehlerkorrektur analysiert und verglichen. Wie bei der Achromatisierung von Linsensystemen können auch bei Prismenpaaren Kombinationen von Kron- und Flintgläsern mit unterschiedlicher Dispersion für die Farbkorrektur verwendet werden. Alternativ werden Paare von Prismen aus einer gemeinsamen Glasart aber mit unterschiedlichem Ablenkwinkel kombiniert, um den Farbfehler zu korrigieren. Allerdings sind diese Prismenpaare nicht mehr geradsichtig. Bei beiden Lösungsansätzen werden ,,paraxiale” Näherungen für kleine Prismenwinkel vorgestellt, mit denen Startsysteme für die Optimierung mit realen Strahlen berechnet werden können. Ergänzt man ein drittes Prisma aus dem gleichen Glas, erhält man ein geradsichtiges, farbkorrigiertes Prismensystem ohne seitlichen Strahlversatz.
As William Thomson said, "to measure is to know" - advances in measurement technology drive social progress: digital cameras enable bank transfers, atomic clocks in satellites enable precise navigation, magnetic resonance imaging provides non-invasive insights into the body, and laser measuring sticks enable contactless length measurements. Uncrewed aerial vehicles (UAV) as mobile measuring platforms represent a paradigm shift. Until now, image data has mostly provided only qualitative information, often supported by AI. However, quantitative measurements with known uncertainties are necessary to make statements about the structural integrity of bridges or wind turbines. Therefore, a priority program aims to understand the mechanisms of action of active measurement systems (i.e. exciting the measurement object) and sensor systems on flying platforms. It investigates which laboratory measurement principles can be transferred to UAVs despite limitations of weight, space, energy, and time, and what measurement quality can be achieved. To this end, new measurement principles, sensor technology, signal and communication methods, and the analysis of measurement uncertainties are being researched. Depending on the quantity being measured, the projects are divided into the four application areas: a) geometry, b) position, vibrations and acoustics, c) solids and fluids, d) gases and particles. The results will reveal the previously untapped potential of UAV-based measurement systems, provide quantitative data with valid uncertainties, and thus improve safety of humans, mobility and energy infrastructure as well as environmental monitoring, raw material localization, and groundwater assessment. Wie William Thomson sagte: & bdquo;to measure is to know" - Fortschritte in der Messtechnik treiben den gesellschaftlichen Fortschritt: Digitale Kameras erm & ouml;glichen Bank-& Uuml;berweisungen, Atomuhren in Satelliten pr & auml;zise Navigation, Magnetresonanztomographen nichtinvasive Einblicke in den K & ouml;rper und Laser-Zollst & ouml;cke ber & uuml;hrungslose L & auml;ngenmessungen. Drohnen als mobile Messplattformen stellen einen Paradigmenwechsel dar. Bisher liefern Bilddaten meist nur qualitative Informationen, oft unterst & uuml;tzt durch KI. F & uuml;r Aussagen & uuml;ber Tragf & auml;higkeit von Br & uuml;cken oder die Integrit & auml;t von Windrad-Rotorbl & auml;ttern sind jedoch quantitative Messungen mit bekannten Unsicherheiten n & ouml;tig. Deshalb ziel ein Schwerpunktprogramm darauf ab, die Wirkmechanismen aktiver Messsysteme (mit Anregung des Messobjekts) und von Sensorsystemen auf fliegenden Plattformen zu verstehen. Es wird untersucht, welche Labor-Messprinzipien trotz Beschr & auml;nkungen von Gewicht, Raum, Energie und Zeit auf Drohnen & uuml;bertragbar sind und welche Messg & uuml;te erreichbar ist. Hierzu werden neue Messprinzipien, Sensorik, Signal- und Kommunikationsverfahren sowie die Analyse von Messunsicherheiten erforscht. Die Projekte sind dabei, abh & auml;ngig von der zu messenden Gr & ouml;ss e, in die vier Anwendungsgebiete a) Geometrie, b) Position, Vibrationen und Akustik, c) Festk & ouml;rper und Fluide, d) Gase und Partikel aufgeteilt. Die Ergebnisse sollen das bislang ungenutzte Potenzial drohnenbasierter Messsysteme aufzeigen, quantitative Daten mit validen Unsicherheiten liefern und damit die Sicherheit von Menschen, Verkehrs- und Energieinfrastruktur sowie die Umwelt & uuml;berwachung, Rohstofflokalisierung und Grundwasser-Bewertung verbessern.