Körperliche Funktionsfähigkeit ist zentral für Autonomie und Teilhabe im hohen Alter. Ziel der Arbeit ist es, funktionale Einschränkungen bei Hochaltrigen in Deutschland anhand eines globalen Indikators (Global Activity Limitation Indicator - GALI) und bereichsspezifischer Indikatoren (Alltagsfunktionalität, Mobilität, Sensorik, Harninkontinenz) zu beschreiben. Ergänzend wird Gebrechlichkeit (Frailty) als Risikofaktor untersucht. Die Analysen basieren auf Daten des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023 (n = 938) und der Studie Gesundheit 65+ 2021/2022 (n = 2028) für Personen ab 80 Jahren in Privathaushalten. Der GALI wird datensatzübergreifend, weitere Indikatoren datensatzspezifisch ausgewertet. Die Ergebnisse werden nach Geschlecht und Einkommen differenziert. Etwa ein Viertel der Hochaltrigen ist stark funktional eingeschränkt; dies zeigt sich konsistent in beiden Datensätzen. Bei der Alltagsfunktionalität zeigen Männer signifikant bessere Werte als Frauen. Rund ein Drittel ist beim Gehen von mehr als einem Kilometer und knapp ein Sechstel beim Treppensteigen stark eingeschränkt. Schwere sensorische Einschränkungen betreffen 10