Angesichts des demografischen Wandels gewinnt die Prävention von Stürzen bei Hochaltrigen zunehmend an Bedeutung. Der Beitrag beschreibt das Sturzgeschehen bei Personen ab 80 Jahren in Deutschland und untersucht relevante Risikofaktoren mit besonderem Fokus auf den Arzneimittelgebrauch. Grundlage sind Daten der epidemiologischen Längsschnittstudie Gesundheit 65+ zur gesundheitlichen Lage älterer Menschen in Deutschland. Analysiert wurden die 12-Monats-Sturzprävalenz bei Personen ab 80 Jahren sowie Risikofaktoren wie vorangegangene Stürze, Polypharmazie (dauerhafte Einnahme von ≥ 5 Arzneimitteln), sturzbegünstigende Arzneimittel (Fall-Risk-Increasing Drugs, FRIDs), körperliche und kognitive Einschränkungen sowie soziodemografische Merkmale. Die Studienpopulation umfasste 1742 Personen ab 80 Jahren. Für die Medikamentenanalyse standen Daten von 742 Teilnehmenden zur Verfügung. 38,1