Zusammenfassung Mit der Erfassung des Trinkwasserverbrauchs und damit verbunden mit der Verbrauchsabrechnung sind immer wieder Diskussionen hinsichtlich der Messrichtigkeit der eingesetzten Wasserzähler oder deren Betriebszeit verbunden. Vor diesem Hintergrund wird anhand von Daten aus Stichprobenprüfungen in Deutschland das Messverhalten mechanischer und statischer (Ultraschall, magnetisch-induktiv) Hauswasserzähler analysiert und verglichen. Hinsichtlich der durchflussspezifischen Messabweichungen zeigen sich signifikante Unterschiede zwischen den Zählertypen. So tritt bei mechanischen Hauswasserzählern und hier insbesondere bei Ringkolbenzählern ein bis zu einem Faktor 6 häufigeres Überschreiten der Verkehrsfehlergrenzen im Vergleich zu statischen Zählern auf. Ebenso kommen Stehenbleiber bei mechanischen Zählern bei den Prüfdurchflüssen Q 1 und Q 2 um mehr als den Faktor 10 häufiger als bei statischen Zählern vor. Für alle Zählertypen deutet sich eine leichte Abhängigkeit der Häufigkeit, mit der Verkehrsfehlergrenzen überschritten werden, vom erfassten Volumen an. Als Gesamtbild zeichnet sich ab, dass elektronische Wasserzähler ein insgesamt qualitativ besseres Messverhalten zu zeigen scheinen. Hinsichtlich der erfassten Verbräuche weisen einfache Mehrstrahlflügelradzähler eher höhere Werte aus, während Ultraschallzähler im Vergleich die kleineren Gesamtvolumina erfassen. Der Unterschied Spitze-Spitze liegt bei über 20 %. Anzumerken ist, dass die Stichprobendaten lediglich einen ersten Einblick geben können, da nur solche Zähler in die Prüfung gegeben werden, von denen erwartet wird, dass diese die Prüfung bestehen.