History is only what we remember. German-speaking gynecology and obstetrics has produced a number of outstanding medical historians, among them Paul Diepgen, who received his specialist training in gynecology and obstetrics in Freiburg im Breisgau under Alfred Hegar. After many years as a gynecologist and medical historian, Diepgen was appointed to the Friedrich Wilhelm University of Berlin in 1929, where, from 1930 onward, he established the most important institute for the history of medicine in Germany and his own Diepgen School. His meticulously detailed works should still be found in the reference libraries of all German-speaking teaching hospitals, or at least among the personal reference works of all interested colleagues.
Geschichte ist nur das, woran wir uns erinnern. Die deutschsprachige Frauenheilkunde und Geburtshilfe hat eine Reihe großartiger Medizinhistoriker hervorgebracht, zu denen Paul Diepgen gehörte, der seine gynäkologisch-geburtshilfliche Fachausbildung in Freiburg/Br. bei Alfred Hegar erhielt. Lange Jahre als Frauenarzt und Medizinhistoriker tätig, wurde Diepgen 1929 an die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin berufen, wo er ab 1930 das bedeutendste medizinhistorische Institut Deutschlands und eine eigene „Diepgen-Schule“ schuf. Seine detailreichen Werke sollten auch heute in die Handbibliotheken aller deutschsprachigen Ausbildungskliniken oder wenigstens zu den persönlichen Nachschlagewerken aller interessierten Fachkolleginnen und Fachkollegen gehören.
Albert Schweitzer und sein Krankenhaus in Lambarene in Gabun sind auch heute noch vielen Menschen ein Begriff, der positiv mit (christlicher) Nächstenliebe und uneigennütziger medizinischer Hilfe für Menschen in Afrika verbunden ist [1]. In der deutschen Öffentlichkeit ist Schweitzer u. a. dadurch präsent, dass ca. 200 Schulen und etwa 690 Straßen in der Bundesrepublik Deutschland vor allem in den 1950er-Jahren seinen Namen erhielten und auch heute noch tragen [2]. Und nachdem Schweitzer 1952 für sein Engagement gegen das atomare Wettrüsten der Friedensnobelpreis zuerkannt worden war, wurden auch in der damaligen DDR Krankenhäuser und Schulen nach ihm benannt. Außerdem erfolgte 1963 in Weimar die Gründung des Albert-Schweitzer-Komitees (ASK), eine nicht selbstständige Einrichtung des DRK der DDR. Das ASK sammelte einerseits Spendengelder für das Hospital in Lambarene und war andererseits bemüht, die weltweite Popularität Schweitzers auch für sich und die DDR zu nutzen [3]. Unter dem Stichwort "Schweitzer, Albert" findet sich in einem ein Jahr vor seinem Tode vom VEB Bibliographisches Institut Leipzig produzierten mehrbändigen Lexikon folgender Eintrag: "… protestantischer Theologe, Musiker und Philosoph, geb. am 14.1.1875 in Kayserberg (Elsaß). S. leitet das 1913 von ihm gegründete Krankenhaus in Lambarene. […] Seine Kulturphilosophie wendet sich mit ihrer humanistischen Tendenz gegen die bürgerliche Verfallsphilosophie. [Schweitzer] fordert … eine lebensbejahende Weltanschauung, die die Ethik als 'Ehrfurcht vor dem Leben' versteht, sich gegen die Mißachtung des Denkens wendet und bewußt, trotz der theologischen Züge, eine rationalistisch-aufklärerische Haltung verteidigt. Die großen sozialen Fragen unsere Epoche bleiben außerhalb seiner Philosophie. S. versucht eine utopische Lösung jenseits des Klassenkampfes, die sich letztlich auf individuelle Moralität beschränkt. Dies hindert ihn jedoch nicht daran, sich gegen die Kriegsgefahr, für die allgemeine Abrüstung und das Verbot aller Kernwaffen entschieden einzusetzen …" [4] ([Abb. 1]). Neben der in einem DDR-Lexikon erwartbaren, kritisch-ideologischen Einschätzung von Schweitzers philosophischen Auffassungen fällt auf, dass sein Arzt-Sein praktisch nicht erwähnt wird, wohl aber das Krankenhaus in Lambarene. Dieses Hospital aber war und ist auch medial eng mit dem "Mythos Schweitzer" verknüpft ([Abb. 2]). Es war – nach Einschätzung von Mabika et al. – ebenso eine Idee wie ein Krankenhaus [1].
Andreas D. Ebert Office for Women's Health, Gynecology and Obstetrics, Berlin, Germany Aim: to review evolution of hormonal therapy for endometriosis with a particular focus on a role of GnRH antagonists in modern clinical practice. The paper will highlight mechanisms of action, efficacy and safety of these drugs, as well as their place in strategies for long-term treatment of endometriosis. Materials and Methods: a systematic analysis of scientific literature published in 2017–2024 was carried out. The relevant studies were searched using specific keywords ("endometriosis treatment", "GnRH antagonists", "Elagolix", "Relugolix", "Linzagolix", "hormonal therapy", "therapeutic window") in the PubMed, Scopus and Web of Science databases. Results: conventional approaches to hormonal therapy for endometriosis are associated with a number of limitations and adverse events. As the GnRH antagonists regulate serum estradiol level, this controls endometriosis symptoms effectively without a significant risk of osteoporosis. Among them, Elagolix, Relugolix and Linzagolix have shown clinical effectiveness. Conclusion: GnRH antagonists is a promising way to develop personalized medicine and to optimize therapeutic approaches for endometriosis and adenomyosis. Future studies should be focused on a comparative analysis of GnRH antagonists with estrogen-gestagen drugs and progestogens, with evidence of superiority of the former. Cost effectiveness and additional clinical significance of GnRH antagonists should be compared with conventional first-line therapeutic methods, as well as effectiveness of these drugs should be studied in patients with insufficient response to standard treatment. Keywords: GnRH antagonists, endometriosis, adenomyosis. For citation: Ebert Andreas D. GnRH antagonists as a part of therapy for endometriosis and adenomyosis: a fresh approach to a long-standing problem. Russian Journal of Woman and Child Health. 2025;8(3):210–214 (in Russ.). DOI: 10.32364/2618-8430-2025-8-3-5