Postpartum weight retention (PPWR) increases the risk of overweight and obesity. This study aims to identify risk factors for substantial weight retention (≥ 5 kg) at 1 year postpartum. Data were obtained from N = 747 mothers participating in the KUNO-Kids birth cohort study. The following variables were analyzed: sociodemographic variables, pre-pregnancy body mass index, postpartum weight retention at 6 months, gestational weight gain, parity, breastfeeding, mode of delivery, gestational diabetes mellitus, physical activity, diet, alcohol consumption, smoking, sleep, and depression. Variables that showed an association of p < 0.2 with substantial postpartum weight retention (SPPWR) in univariable logistic regression analyses were included in the multivariable logistic regression analysis. Statistical analyses were performed using IBM SPSS.28. One year after delivery, mean PPWR was 1.5 kg (SD 5.2 kg), and 21.6
In physiological pregnancies, the semi-allogenic fetus and placenta do not induce adverse immune responses by the maternal CD8+T cells in the pregnant uterus. Yet, we previously showed that uterine CD8+T cell counts escalate across pregnancy and their shift towards inflammation has detrimental consequences for fetal growth/survival. Here, we aimed to bridge central gaps in knowledge about the homeostasis of the CD8+T cell compartment in the uterus in the context of healthy pregnancies, as a fundamental step to understand their involvement in pregnancy pathology. Blood, spleen, uterine-draining lymph nodes and uterus were harvested on gestation days 6.5, 10.5 and 14.5 from Balb/c mated C57Bl/6 females, and virgin controls. Leucocytes were isolated, quantified and characterized by flow cytometry using supervised and dimension reduction analyses. Furthermore, the Act-mOVA/OT-I system served to investigate the migration, proliferation, and phenotype of adoptively transferred placental-specific OT-I T cells in Rag2-/-gc-/- or C57Bl/6 pregnant females containing OVAexpressing placentas. In all experiments, mice were injected with anti-CD45 antibody prior to tissue collection, for exclusion of intravascular leucocytes. Characterization of CD8+T cells across pregnancy demonstrated particular CD8+T cell dynamics in the uterus, which were largely not replicated in peripheral blood and lymphoid organs. This included signs of immune activation in the uterus following critical pregnancy milestones such as implantation and placental formation with enrichment of effector and memory subsets. Moreover, the massive expansion of uterine CD8+T cell counts across pregnancy involved the recruitment of circulating cells and their local proliferation. In fact, adoptively transferred CD8+T cells homed in the pregnant uterus of congenic immune-deficient and immune-competent females, through a migration pathway that may involve adhesion through CD49d, which was abundantly expressed in uterine CD8+T cells. The observed migration and proliferation were exclusively detectable in an antigen specific manner in mice carrying OVA+ placentas and injected with OT-I cells, but not in pregnancies lacking placental specific CD8+T cells. Among CD8+T cells, those expressing CD122+and presenting a regulatory phenotype were enriched in the uterus in physiological pregnancies. The frequency of CD8+CD122+T cells appear to be under a tight homeostatic control, as in Rag2-/-gc-/-pregnancies, adoptively transferred OT-I CD8+T cells homing the uterus reached a similar CD122+:CD122-ratio as observed in healthy wild-type pregnancies, whereas this ratio was highly variable in blood and spleen. Of note, uterine CD8+CD122+ T cells responded more promptly to pregnancy events compared to their CD122- counterparts. Adoptive transfer of CD8+CD122+T cells significantly enhanced pregnancy performance. The upregulation of inhibitory receptors such as PD1 or members of the Ly49 family of receptors in CD8+CD122+ T cells in the uterus but not in other analysed organs suggests tissue-specific immune regulatory traits. Placental antigen-specific CD8+T cells are prone to seed the uterus during pregnancy, where they can further proliferate without posing a threat for pregnancy success. This is at least partly due to the homeostatic crosstalk with CD8+CD122+T cells exhibiting immune regulatory/suppressive tissue-specific features. Further research is required to mechanistically understand this crosstalk in health but also in the context of intrauterine inflammation and pregnancy pathology
Einleitung Das Cytomegalievirus (CMV) ist ein Beta-Herpesvirus der Familie der humanen Herpesviridae (HHV 5). Es ist der häufigste Erreger viraler kongenitaler Infektionen [1]. Eine CMV-Infektion in der Schwangerschaft kann die Gesundheit der betroffenen Feten stark beeinträchtigen [2]. Die CMV-Testung in der Schwangerschaft ist in Deutschland nach wie vor eine individuelle Ge-sundheitsleistung (IGel). Ziel dieser Studie ist die Evaluation der Häufigkeit der Durchführung einer CMV-Diagnostik in der Schwangerschaft unter den sich in unserer Klinik zur Entbindung vorstellenden schwangeren Frauen.
Einleitung Mit weltweit steigenden Raten an Kaiserschnitten werden auch deren Komplikationen gehäuft verzeichnet. Eine dieser Komplikationen stellt die Entstehung uteriner Nischen dar. Diese ist definiert als Einzug des Myometriums im Bereich der ehemaligen Uterotomie um mindestens 2mm [1]. Mögliche Folgen betreffen sowohl schwangere als auch nicht-schwangere Patientinnen, insbesondere steigt das Risiko sowohl für Plazentationsstörungen, ektope (Narben-)Schwangerschaften, Uterusrupturen als auch für Blutungsstörungen, Sterilität und chronische Unterbauschmerzen [2] [3] [4]. Obwohl uterine Nischen bereits erstmals 1961 beschrieben wurden, sind die genaue Prävalenz (22-84%) und Pathogenese bis heute unklar [5] [6]. Ein wichtiger Aspekt der Entstehung ist jedoch der Verschluss der Uterotomie. Anhand der existierenden Studien kann, obwohl direkte Vergleiche fehlen, eine optimale Operations- und insbesondere Uterotomieverschlusstechnik im Rahmen einer Sectio caesarea abgeleitet werden [7]. Seit Januar 2021 wird in der Klinik St. Hedwig in Regensburg eine standardisierte Operationstechnik angewendet. Diese beinhaltet zum einen die Positionierung der Uterotomie deutlich kranial der Zervix, die Dilatation des Zervikalkanales, den zweischichtigen Verschluss der Utertomie (hierbei Verschluss des Myometriums mittels Einzelknopfnähten unter Aussparung des Endometriums und fortlaufender Verschluss der Serosa) und einen fortlaufenden Verschluss des Peritoneum parietale.
Zusammenfassung Fallbeschreibung einer 39-jährigen GIII/PII, welche sich in unserer Klinik mit fetalem Aszites, Erstdiagnose in der 28+4 Schwangerschaftswoche vorstellte. Ein Test auf zellfreie fetale DNA im maternalen Blut war unauffällig (Trisomie 13, 18 und 21). Bis auf eine Hashimoto-Thyreoditis waren keine Erkrankungen der Mutter bekannt. Die beiden zuvor geborenen Söhne sind gesund. Die TORCH-Serologie war unauffällig. Sonographisch war mäßiggradig fetaler Aszites darstellbar. Es zeigten sich keine weiteren sonographischen Auffälligkeiten. Es erfolgte die Durchführung einer Amniozentese und humangenetische Untersuchung des Fruchtwassers. Diese ergab eine Mutation des MID1-Gens, welche als krankheitsursächlich für die x-chromosomale Form des Opitz G/BBB-Syndrom beschrieben ist. Das vor allem bei männlichen Patienten vorkommende Syndrom reicht in seiner Prävalenz von 1/50.000 bis 1/100.000. Die Prävalenz der autosomal dominanten Variante ist unbekannt. Das Syndrom bildet eine Krankheit bestehend aus Mittellinienfehlbildungen, kraniofazialen, laryngo-tracheo-ösophagealen Defekten und urogenitalen Fehlbildungen ab. Ebenfalls werden angeborene Herzfehler und Entwicklungsverzögerungen beschrieben. Bei dieser sehr seltenen MID-1Variente werden weibliche Trägerinnen überwiegend mit einem milden Phänotyp beschrieben, verbunden mit einer sehr guten Prognose. Bezüglich einer schweren Manifestation bei weiblichen Feten konnten nur zwei Fälle in der Literaturrecherche gefunden werden. Diese beschrieben jeweils einen schweren Hydrothorax des Feten. Postpartale Beschreibungen zu diesen Fällen lagen nicht vor ([Abb. 1]).
Einleitung Das Risiko für Plazentationsstörungen ist in den vergangenen Jahren auch durch die zunehmende Anzahl an Sectiones angestiegen [1]. In den Vereinigten Staaten von Amerika betrug die Inzidenz 2016 bereits 1/272 Geburten [2]. Die Plazenta percreta als Extremform ist oft verbunden mit lebensbedrohlichem maternalem Blutverlust [3]. Weltweit werden unterschiedliche Therapieansätze verfolgt: Das Belassen der Plazenta in situ, die lokale Resektion oder die Hysterektomie [3] [4].
Einleitung Eine 20-jährige GIII/P0 wurde mit 27+2 SSW bei ausgedehntem Hydrops fetalis (Hautödem, Aszites, Pleuraerguss, Kardiomegalie, Polyhydramnion) bei sonst unauffälliger Sonoanatomie überwiesen. Bisherige serologische Befunde waren nicht wegweisend (Infektionen, AKS). Die Patientin wies zudem eine chronische, bis dahin unbehandelte Hepatitis B auf, sodass wir sie umgehend infektiologisch-hepatologisch zur antiviralen Therapie vorstellten. Die RDS-Prophylaxe wurde durchgeführt.
Zielsetzung Das Zytomegalievirus (CMV) gehört der Familie der humanen Herpesviridae und ist weltweit verbreitet. Es ist der häufigste Erreger von viralen kongenitalen Infektionen und kann schwerwiegende Folgen auf die Gesundheit des Feten bei einer vertikalen Infektion haben. Ziel dieser Studie ist die Evaluation der Häufigkeit beziehungsweise des Prozentsatzes der Durchführung einer CMV-Diagnostik in der Schwangerschaft als Individualisierte Gesundheitsleistung (IGeL) der sich in unserer Klinik vorstellenden schwangeren Frauen.
Einleitung Eine Präeklampsie (PE) kompliziert 2 bis 8 % der Schwangerschaften in Europa und wird bei Bluthochdruck und Proteinurie im zweiten Trimester diagnostiziert. Eine vorzeitige Schwangerschaftsbeendigung ist die einzige kausale Therapie, was allerdings eine extreme Frühgeburt bedeuten kann. In den letzten Jahren wurden verschiedene Arten der Plasmapherese zur Verlängerung der Schwangerschaft in kleinen Fallserien beschrieben. Wir analysieren den Einsatz der TPE (therapeutischer Plasmaaustausch) bei sehr früh einsetzender und schwerer PE und im Vergleich mit einer vergleichbaren Kohorte die nach dem aktuellen Standard behandelt wurde.
Einleitung Die Frühgeburtenrate in Deutschland liegt seit Jahren stabil bei 8%. 40% aller Frühgeburten sind dabei die Folge einer aufsteigenden Infektion. Zu den bakteriellen Erreger, die in diesem Zusammenhang am häufigsten isoliert werden können, zählen Ureaplasma und Mycoplasma spp. Diese Bakterien stellen jeweils eine von zwei Gattungen der Familie Mycoplasmataceae dar. Sie zählen zu den Prokaryonten mit dem kleinsten Genom und reduzierter Stoffwechselleistung und sind deswegen darauf angewiesen eine Reihe von Stoffwechselprodukten von dem Wirtsorganismus zu beziehen, den sie kommensalisch bewohnen. Ihr Beitrag zur Entstehung einer Zervixinsuffizienz bzw. Frühgeburt bei Besiedelung wird in der Fachliteratur kontrovers diskutiert.
Anamnese Eine 21jährige GII/P0 wurde bei verminderten Kindsbewegungen, pathologischen fetalen Dopplerindices, sowie pathologischem CTG erstmals mit 32+2 SSW in unsere Klinik überwiesen.
Einleitung Die Impfkampagne zur COVID-19 Impfung begann im Dezember 2020 mit der Impfeinladung für Erwachsene, seit Dezember 2021 können Eltern auch ihre Kinder ab 5 Jahren impfen lassen. Bislang ist nicht absehbar, wann eine Impfung gegen COVID-19 auch für jüngere Kinder zugelassen sein wird. Ziel war zu untersuchen, wie sich die COVID-19 Impfintention von Eltern bezogen auf ihre Kinder von der ersten zur zweiten Corona-Welle entwickelte und welche Determinanten der Impfintention es gibt.
Einleitung Frühkindliche Allergieprävention (FKAP) umfasst elterliche Verhaltensweisen hinsichtlich Exposition bzw. Vermeidung von potenziellen Allergenen beim Kind. In der aktuell gültigen S3-Leitlinie werden empfohlene Verhaltensweisen aufgeführt, als auch solche, deren empirische Grundlage unsicher ist, die jedoch in der Praxis womöglich ausgeführt werden. Ziel dieser Studie ist es, die Prävalenz praktizierter FKAP Verhaltensweisen in einer großen Kohorte von Müttern in Deutschland darzustellen.
Einleitung Die Rhesusinkompatibilität ist dank einer effektiven Rhesusprophylaxe seltener geworden, ihre Häufigkeit liegt aktuell bei etwa 6:1000 Lebendgeburten [1]. In bestimmten schweren Verläufen kann allerdings eine ausgeprägte fetale Anämie und ein schwerer fetaler Hydrops mit letalem Verlauf resultieren. Eine kausale Therapie ist aktuell nicht verfügbar, Standard ist nach wie vor die regelmäßige intrauterine Transfusion. Plasmapheresen zur Absenkung hoher maternaler Antikörpertiter sind bislang als Einzelfallberichte publiziert [2].