Hintergrund Die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) umfassen einen Komplex aus immunvermittelten entzündlichen Veränderungen des Gastrointestinaltraktes mit multifaktorieller Pathogenese. Der Verlauf dieser Erkrankungen zeichnet sich durch rezidivierende Krankheitsschübe aus, die -wenn unbehandelt- zu einer kontinuierlich voranschreitenden Gewebezerstörung führen. Die Erstdiagnose erfolgt meist in jungen Jahren (15-35 LJ) mit derzeit unerklärlich anwachsender globaler Prävalenz/Inzidenz. Die CED-Prävalenz in der Schwangerschaft beschäftigt demnach auch zunehmend die Geburtsmedizin.
Einleitung Eine kongenitale Spina bifida ist eine der häufigsten angeborenen und mit dem Leben zu vereinbarenden Anomalien. In Abhängigkeit der Ausprägung des Neuralrohrdefektes lassen sich zwei Formen unterscheiden: Verläuft die Spina bifida occulta zumeist klinisch stumm, so ist eine Spina bifida aperta geprägt von diversen Komorbiditäten in Abhängigkeit vom Ausmaß der neuronalen Schädigung.
Einleitung Die Geburtseinleitung mittels Doppel-Ballonkatheder stellt ein effektives und sicheres Verfahren dar. Allgemein wird eine Liegedauer von 12 Stunden empfohlen. Im klinischen Alltag können lange Liegedauern zu früher Erschöpfung und Frustration Schwangerer führen. Ziel ist die Beurteilung der Effektivität einer Liegedauer von 6 Stunden verglichen mit 12 Stunden.
Einleitung Im Rahmen vaginaler Geburten auftretende sicht- und unsichtbare Verletzungen des Beckenbodens spielen eine wesentliche Rolle in der Genese weiblicher Beckenbodenerkrankungen. Die maximale Dehnung des Musculus puborectalis beim Durchtritt des kindlichen Kopfes kann zu Avulsionen des Musculus levator ani vom Arcus tendineus führen. Damit verbunden ist eine Risikoerhöhung für das Auftreten eines Deszensus genitalis bzw. eines Rezidivs nach operativer Therapie (RR 1,9 bzw. 3,9). (Dietz et al. 2010, Dietz und Simpson 2008) Gleiches gilt für eine postpartal erhöhte Dehnbarkeit des Hiatus genitalis (OR bis 1,11 pro cm2) (Dietz et al. 2012). Vaginal operative Entbindungsmodi, wiederholte Dammverletzungen, eine protrahierte Austreibungsperiode und der kindliche Kopfumfang gelten als geburtshilfliche Risikofaktoren derartiger Traumata.
Einleitung Die Uterusruptur ist ein seltener geburtshilflicher Notfall mit einer hohen maternalen und perinatalen Morbidität. Die Inzidenz wird mit 1: 7,500 bis 20 000 Geburten angegeben, bei vorangegangener Sectio caesarea (CS) steigt die Inzidenz auf ca. 1: 300. Über eine Zunahme des Uterusrupturrisikos nach Geburtseinleitung mit Prostaglandinen nach vorangegangener CS wird berichtet. Es gibt keine Daten aus Deutschland zum Rupturrisiko für eine Geburtseinleitung nach vorheriger CS.
Eine ektope, außerhalb der Blase gelegene Harnleitermündung stellt ein seltenes Krankheitsbild dar. Das Leitsymptom bei Mädchen ist ein permanentes Harnträufeln bei ansonsten normaler Blasenentleerung. Oft dauert es Jahre nach der Sauberkeitserziehung bis diese Diagnose gestellt wird. Ein Kasus aus unserer urogynäkologischen Sprechstunde soll dargestellt werden.
Das ovarielle Überstimulationssyndrom (OHHS) alleine stellt eine potentiell lebendbedrohliche Komplikation im Rahmen der assistierten Reproduktionsmedizin dar. Dieses Krankheitsbild geht u.a. mit stark vergrößerten polyzystischen Ovarien, Ödemen und Aszites einher. Desweiteren besteht das geringe Risiko einer Ovarblutung nach transvaginaler Follikelpunktion. Die schwierige Differenzierung zwischen Aszites beim OHSS und Hämato-Abdomen nach Follikelpunktion soll dargestellt werden.
Potenzielle Risikofaktoren für die Entstehung eines Deszensus genitalis sind ein höheres Lebensalter, Multiparität, Adipositas und Erkrankungen, die mit einem erhöhten intraabdominalen Druck einhergehen.