Einleitung: Standard zur Behandlung symptomatischer, interner Hämorrhoiden ist die über ein starres Proktoskop applizierte Gummiband-Ligatur (GBL) nach Barron. Mittels starrer Endoskope ist jedoch keine Inversion im Rektum möglich und Bildqualität sowie Dokumentation sind limitiert.
Einleitung: Aufgrund der demographischen Entwicklung kommt es zu einer deutlichen Zunahme endoskopischer Eingriffe bei älteren Patienten. Zumutbarkeit und Sicherheit sind wesentlich bei der Beurteilung des Stellenwertes dieser Verfahren bei einem geriatrischen Patientengut.
Einleitung: Die Injektion von Botulinus-Toxin (BTX) in die Papille führt zu einer deutlichen Druckreduktion am Sphinkter Oddi (SO) und in prospektiven Studien konnte belegt werden, dass solche Patienten mit manometrisch verifizierter SO-Dysfunktion (SOD), die von einer BTX-Injektion ≥ 3 Mon. profitieren, durch eine nachfolgende Papillotomie langfristige Beschwerdefreiheit erzielen. Es wurde daher vorgeschlagen, den Effekt einer probatorischen BTX-Injektion auch ohne vorherige SO-Manometrie als Indikation zur Papillotomie zu verwenden.
Einleitung: Die sogenannte pit-pattern-Klassifikation erlaubt die intravitale Differenzierung neoplastischer und hyperplastischer Läsionen im Kolon. Ziel unserer Studie war der Vergleich der Chromoendoskopie des Kolons mit der Standard-Untersuchungstechnik hinsichtlich der Möglichkeit einer Prädiktion der zu erwartenden Histologie.
Introduction: After the S3 Guideline Sedation in Gastrointestinal Endoscopy was published, a training curriculum for a three-day course for endoscopy nurses was developed. The aim of this study was to investigate what effect the course participation had on the daily routine process and structure quality by implementing a German-wide survey in gastroenterology practices and clinics.Methods: A questionnaire with a total of 44 individual questions on personnel, space, and equipment structure, sedation, peri-and post-interventional monitoring, as well as discharge and complication management in endoscopy departments was sent to a total of 2113 course participants (1056 Institutions). They had completed the seminar between December 2008/January 2009 and June 2010.Results: The response rate was 21.2 % (224 /1056). Fifty-four percent were from clinic endoscopy departments, 46 % from practices. Overall, some form of structural change occurred in 86.8% of the clinics and in 84.5 % of the practices. New staff was hired in 28.1 % of the clinics and 12.6 % of the practices. Rosters were changed in 11.6% of the clinics and 7.8 % of the practices. Almost all issues improved after course participation. However, they did not reach statistic significance with the exception of the availability of peri-interventional ECG-monitoring in practices. The "performance of sedation in threesomes" increased in clinics by more than 20 % and in practices by more than 15 %. The use of the ASA-classification to assess risk increased significantly in clinics (before 24 %, after 50 %) as well as practices (before 40 %, after 60 %) by more than 20 % (p = 0.0007 and p = 0.0385, respectively). The documentation of the discharge status (e. g. using checklists) more than doubled in clinics (before 19 %, after 41.3 %) and practices (before 17.5 %, after 38.8 %) after course completion.Conclusion: The only nationwide endoscopy nurses' survey on structure and process quality in endoscopy so far, shows that since the publication of the S3 guideline in 2008 numerous processes and structures have improved with respect to patient safety.
Einleitung: Nach Veröffentlichung der S3 Leitlinie zur Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie hat die DEGEA ein Curriculum für ein dreitägiges Ausbildungsseminar entwickelt, um den geforderten personellen Voraussetzungen zu entsprechen. Von Januar 2009 bis März 2011 wurden hiernach über 4000 medizinische Fachangestellte oder Pflegekräfte ausgebildet.
Über einen 8-Jahreszeitraum (März 2003 bis Juni 2011) behandelten wir 59 konsekutive Patienten mit Komplikationen nach akuter Pankreatitis mittels endosonographischer bzw. endoskopischer Technik transgastral oder transduodenal: 30 Pat. mit Pankreasnekrose bzw. ausgedehnten retroperionealen Nekrosen und 29 Patienten mit Pankreaspseudozysten (29 Pat.).
Einleitung: Die Precut-Papillotomie gilt als etablierte Methode bei initial frustraner selektiver Gallengangssondierung. 1999 wurde erstmalig ein kombiniertes Papillotom für Pre-Cut und Sondierung in einem Schritt mittels schmal kalibriger 3-French Spitze („Baby-S“) (Easy-Cut®, MTW, Wesel, Deutschland, sog. „Baby-papilltom“) vorgestellt und nun hinsichtlich seiner Sicherheit und klinischen Effizienz über 9 Jahren evaluiert.
Die Koloskopie ist ein wesentliches endoskopisches Verfahren zur Vorsorge und Prävention kolorektaler Karzinome sowie zur Abklärung verschiedener gastrointestinaler Symptome. Sie wird vom Patienten gemeinhin als unangenehme und z. T. auch schmerzhafte Untersuchung wahrgenommen, da es durch Luftinsufflation, bei der Flexurenpassage, durch Schleifenbildung oder durch abdominelle Schienung zu Schmerzreizen kommt. Insofern solle jedem Patienten eine Sedierung zur Koloskopie angeboten werden, wobei im Regelfall der Wunsch nach entsprechender Prämedikation überwiegen wird (Alliment Pharmacol Ther 2004; 20: 989). Ferner erhöht die Sedierung die Untersucherzufriedenheit und kann darüber hinaus auch die Untersuchungsqualität gerade bei komplexeren Eingriffen verbessern (Gastrointest Endosc 2001; 54: 8). Aufgrund der mit der Sedierung einhergehenden erhöhten Komplikationsrate, die die technischen Komplikationen um den Faktor 10 übertreffen kann (Gastrointest Endosc 2001; 53: 620), der verschiedenen Analgo-Sedierungsund Überwachungsregime sowie der Beteiligung unterschiedlicher Interessensgruppen hat die 2008 interdisziplinär erarbeitete S3-Leitline „Sedierung in der gastroenterologischen Endoskopie“ differenzierte Standards zu dieser Fragestellung entwickelt. So ist bspw. in Deutschland zur Sedierung bei Koloskopien die Mono-Sedierung mit Propofol als intermittierende, repetitive Bolusgabe etabliert und gilt als bestdokumentierte und gebräuchlichste Applikationsart (Z Gastroenterol 2008; 46: 1298). Aufgrund der möglichen atemund kreislaufdepressiven Wirkung und des damit verbundenen Überwachungsund Personalaufwands wird aktuell weiter nach Applikationsmethoden von Sedativa gesucht, welche diese unerwünschten Nebenwirkungen verringern könnten. Hier kann die in der Anästhesie und postoperativen Betreuung gebräuchliche patientenkontrollierte (Analgo-)Sedierung (sog. PCS) eine mögliche Alternative darstellen. Diese würde gerade bei endoskopischen Untersuchungen mit nur kurzen Schmerzspitzen und langen Phasen nur geringer oder fehlender Schmerzreize, wie bei der elektiven Standard-Koloskopie (z.B. im Rahmen der Vorsorge), eine sinnvolle Alternative darstellen, um insbesondere eine „Übersedierung“ und die damit möglicherweise verbundenen Komplikationen zu vermeiden. Allerdings fehlen bisher umfangreiche Studien zur PCS in der Endoskopie, insbesondere solche, die bei gleicher Sedierungsmedikation nur die Applikationsart PCS gegen konventionelle Verabreichung (z.B. mittels intermittierender Bolusgabe) durch einen Arzt/Assistenzpersonal vergleichen.
Einleitung: Es liegen bisher nur wenige Untersuchungen bezüglich eines systematischen post-prozeduralen Monitorings nach sedierter Endoskopie vor. Ziel dieser randomisierten Studie war es, zu evaluieren welchen Stellenwert ein solches Monitoring hat und ob die Verwendung des kurz-wirksamen Propofols im Rahmen der oberen Intestinoskopie auch hinsichtlich post-prozeduraler Parameter Vorteile besitzt.
Einleitung: Neben der traditionellen, intermittierenden Bolusgabe von Propofol stellt die kontinuierliche Propofol-Infusion mittels einer Infusionspumpe ein alternatives Verfahren zur Sedierung bei länger-dauernden, interventionellen endoskopischen Eingriffen dar. Derzeit liegen für die Endoskopie bisher jedoch keine Daten vor.
BACKGROUND AND STUDY AIMS Endoscopic ultrasonography (EUS) has been established as a valuable diagnostic tool for the detection of bile duct stones (BDS). The recently introduced extraductal endoscopic ultrasonography (EDUS) using miniprobes has the advantage that it can be performed with a duodenoscope, and if therapeutic interventions become necessary, there is no need to change the scope. PATIENTS AND METHODS Consecutive patients with acute biliary pain and a dilated bile duct and/or elevated liver function tests, in whom the origin of biliary obstruction could not be identified by US and CT, were enrolled. The patients were investigated with a linear-array echoendoscope, and an additional transduodenal EDUS examination was performed with a 12-MHz miniprobe via the instrumentation channel of the echoendoscope. The presence or absence of BDS was afterwards evaluated by endoscopic retrograde cholangiopancreatography (ERCP)/sphincterotomy (EST) and by instrumental bile duct exploration (in the case of a positive EUS/EDUS finding), or by magnetic resonance cholangiopancreatography (MRCP) and ERCP with additional clinical follow-up (in the case of negative findings on EUS/EDUS). RESULTS One hundred and fifty-five patients (55 +/- 12 years old, 98 female) were enrolled. In six cases, the distal bile duct could not be successfully visualized by EDUS, whereas with EUS visualization failed in only one patient ( P = 0.13). Choledocholithiasis was proven in 75 cases (48 %). The diagnostic accuracy of EUS for the detection of BDS (sensitivity 92 %, specificity 100 %, PPV 1.0, NPV 0.93, accuracy 95 %) was comparable to that of EDUS (sensitivity 90 %, specificity 98 %, PPV 0.99, NPV 0.93, accuracy 91 %, P = 0.17 vs. EUS). CONCLUSIONS In patients at intermediate risk of BDS it seems to be justified to perform EDUS instead of EUS, and to proceed with ERCP and EST immediately when findings are positive.
Einleitung: Neben der traditionellen, intermittierenden Bolusgabe von Propofol stellt die kontinuierliche Propofol-Infusion mittels einer Infusionspumpe ein alternatives Verfahren zur Sedierung bei längerdauernden, interventionellen endoskopischen Eingriffen dar, wobei für die Endoskopie bisher jedoch keine Daten vorliegen.
Jeder Patient hat ein Recht auf eine schmerz- und stressfreie Endoskopie. Vielfach besteht der Wunsch der Patienten nach einer schmerzlosen Endoskopie. Dass diesem Bedurfnis der Patienten zunehmend entsprochen wird, zeigt sich an der - auch in Deutschland - zunehmenden Sedierungsfrequenz bei endoskopischen Untersuchungen. Wahrend Mitte der 90er Jahre nur ca. 9% der gastrointestinalen Endoskopien in Deutschlands unter Sedierung durchgefuhrt wurden [1], zeigen die aktuellsten Umfrageergebnisse einer „bundesweiten Evaluation zur Sedierung in der gastrointestinalen Endoskopie“, dass in bis zu 88 % der Untersuchungen eine Sedierung erfolgt [2]. Um das Risiko von moglichen Komplikationen, die im Rahmen einer Analgosedierung auftreten konnen zu reduzieren, und diese im Falle des Auftretens kompetent und fachgerecht behandeln zu konnen, sind sowohl entsprechende strukturell-personelle, als auch personliche Voraussetzungen unabdingbar. Diese gilt es zu beachten und in der taglichen Routine bei jeder Untersuchung umzusetzen. Insbesondere kardiopulmonale Komplikationen gehoren zu den haufigsten Komplikationen in der Endoskopie, die in uber 50% der Falle mit der Analgosedierung assoziiert sind [3] und naturgemas unerwartet auftreten. Zusatzlich zu einer klaren Aufgabenverteilung im Vorfeld kann eine notfallmedizinische Schulung die Qualitat des Zwischenfallmanagements erhohen. Die personellen und die strukturelle Voraussetzungen fur die Sedierung bei endoskopischen Eingriffen waren in der Vergangenheit oft Anlass zu intensiven, meist kontrovers gefuhrten Diskussionen. Trotz bestehender Empfehlungen der verschiedenen gastroenterologischen und anasthesiologischen Fachgesellschaften, werden diese nicht immer optimal umgesetzt. Seit uber 10 Jahren wird neben der Standardmedikation aus Benzodiazepinen, oft in Kombination mit einem Opioid, zunehmend auch das kurzwirksame Hypnotikum Propofol (Halbwertszeit 7-8 min.) verwendet. Die Vorteile von Propofol, im Vergleich zur Anwendung von Benzodiazepinen, liegen in der kurzeren Zeit bis zum Wirkungseintritt [4], der - insbesondere bei interventionellen Endoskopien (wie der ERCP) - signifikant besseren Patientenkooperation [5-7], sowie der schnelleren Erholungszeit fur die Patienten [5;6;8-14], auch hinsichtlich der psychomotorischen Funktionen [13].
Einleitung: Der endoskopische Ultraschall (EUS) gilt neben der MRCP als Standard zur Abklärung einer biliären Obstruktion, wenn diese nicht schon mittels perkutaner Sonographie einzuordnen ist oder eine Cholangitis bzw. ein Ikterus vorliegt (Indikation zur ERCP). Der extraduktale Minisonden-EUS (EDUS) bietet den Vorteil, dass er unmittelbar über ein Duodenoskop durchführbar ist und daher ohne Gerätewechsel mit einer ERCP begonnen werden kann.
Einleitung: Da die Verwendung von Midazolam bei der Sedierung von Patienten mit Leberzirrhose im Rahmen der oberen Intestinoskopie zur Exazerbation einer subklinisch bestehenden hepatischen Enzephalopathie führen kann, ist ein alternatives Sedierungsregime für diese Patienten wünschenswert.
Commercial balloons make a significant contribution to the running costs of endoscopic ultrasonography (EUS) units. We compared 10 commercially available EUS balloons for the Olympus GF-UMT140 (Olympus Optical, Hamburg, Germany) with 20 latex balloons made of latex glove fingers and attached with rubber ligature bands (Figure [1]).
Einleitung: Die Verwendung von Midazolam bei der Sedierung von Patienten mit Leberzirrhose im Rahmen endoskopischer Interventionen kann zur Exazerbation einer subklinisch bestehenden hepatischen Enzephalopathie führen. Um dies zu vermeiden ist ein alternatives Sedierungsregime für diese Patienten wünschenswert.
Einleitung: Aufgrund der extrem kurzen Halbwertszeit scheinen die derzeitigen Empfehlungen nach Propofol-Sedierung für 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilzunehmen als sehr stringent. Wir haben daher in einer randomisiert kontrollierten Studie die psychomotorischen Fähigkeiten und die Fahrtauglichkeit vor und nach Sedierung mit Propofol bzw. Midazolam/Pethidin evaluiert.