Lead concentration in whole blood of a representative sample of 471 subjects aged 20 to 74 years and living in Basle was determined in 1989/90 by flame atomic absorption spectrophotometry. The participants in the cross-sectional study filled in a questionnaire on demographic factors, nutrition and drinking habits. The age-adjusted geometrical mean blood lead level was 0.38±0.19 μmol/litre of whole blood for males, and 0.29±0.17 μmol/litre for females. The average lead burden was about 30% below the mean concentration found in a comparable population in Western Switzerland five years earlier. Lead emissions in Switzerland decreased by about 40% from 1984 to 1990 through restriction of lead in petrol. This offers the most plausible explanation for the low blood lead levels found in Basle. Sex, age, occupation (employment in painting or printing, construction or the metal processing industry), smoking and alcohol intake (especially wine consumption) were identified as independent blood lead predictors in a multiple linear regression analysis. Participants who consumed alcohol daily had blood lead concentrations on average 12% higher than those of abstinent subjects. Regular smokers had an unconfounded average blood lead level 8% above that of people who never smoked. Place of residence and hourly frequency of cars in that area were not identified as independent predictors in the model. The analysis of 99 different wines on the market in Basle showed an average lead concentration of 50±17 μg/litre wine. Compared to an estimated 25 μg daily nutritional intake of lead in Switzerland the value appeared to be high. The hypothesis is presented that there is a causal relationship between lead in wine and lead in blood.
Mittels Telefoninterview wurden 778 im Kanton Basel-Stadt wohnhafte Personen, die zwischen 16 und 75 Jahre alt und für die Gesamtbevölkerung repräsentative waren, über Umfang und Gründe ihrer sportlichen Aktivität bzw Inaktivität befragt (Antwortrate 81%). 56% aller Antwortenden waren durchschnittlich mehr als einmal pro Monat sportlich aktiv und wurden als «sporttreibend» bezeichnet, die verbleibenden 44% der Befragten als «nichtsporttreibend». Unter den Sporttreibenden tendierten 16–35 Jährige zu intensiverer, Übergewichtige zu unterdurchschnittlicher Sportaktivität. Das wichtigste Einzelmotiv für Sporttreiben war «Spass, Freude, Wohlgefühl» für 27% «Fitness, Leistungsfähigkeit» für 20%, «Gesundheit» für 16% und «Ausgleich, Entspannung, Abwechslung» für 12% aller sportlich aktiven Personen. Der Hauptgrund für die Abstinenz vom Sport war «Zeitmangel» für 32%, «Kein Interesse» für 22% und «Krankheit, Behinderung» für 16% aller Inaktiven. «Fehlende Vereine oder Anlagen für die gewünschte Sportart» wurde kaum als Hinderungsgrund erwähnt (1%). Einzelne demographische Untergruppen unterschieden sich signifikant in der Bewertung der Hauptgründe bzw der «Barrieren» für Sport. Beispielsweise wurde das Sportmotiv «Gesundheit» umso wichtiger, je älter die Personen waren, während «Ausgleich, Entspannung, Abwechslung» mit zunehmender Bildung relativ an Bedeutung gewann (beide p<0,001). Als Gründe für Nichtsporttreiben zeigten «Zeitmangel» (relativ wichtiger bei Jüngeren) und «Krankheit» (relativ wichtiger bei Älteren) eine ausgeprägte Altersabhägigkeit (beide p<0,001). Eine bessere Kenntnis der relativen Bedeutung der Gründe für sportliche Aktivität und Inaktivität, die hier in einer urbanen Bevölkerung identifiziert worden sind, erscheint wesentlich für eine künftige, möglichst wirksame gemeindeorientierte Sportförderung.
Zusammenfassung Die Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Faktoren auf das Geburtsgewicht und die vor- und nachgeburtliche Sterblichkeit in der schweizerischen Geburtenkohorte von 1979–85 (N=519 933). Der Anteil untergewichtiger Neugeborener (<2500 g) steigt mit sinkender Sozialklasse. Die Totgeburtenrate, die neonatale und postneonatale Mortalität sind in den unteren Sozialklassen deutlich höher als in den oberen; eine Geburtsgewichtsstandardisierung schwächt zwar den Mortalitätsunterschied zwischen den Sozialklassen ab, ohne ihn aber zum Verschwinden zu bringen. Grössere soziale Unterschiede in der perinatalen Sterblichkeit werden bei den normalgewichtigen Neugeborenen beobachtet,sie sind hingegen kaum bei den Untergewichtigen anzutreffen.
Die Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Faktoren auf das Geburtsgewicht und die vor- und nachgeburtliche Sterblichkeit in der schweizerischen Geburtenkohorte von 1979–85 (N=519 933). Der Anteil untergewichtiger Neugeborener (<2500 g) steigt mit sinkender Sozialklasse. Die Totgeburtenrate, die neonatale und postneonatale Mortalität sind in den unteren Sozialklassen deutlich höher als in den oberen; eine Geburtsgewichtsstandardisierung schwächt zwar den Mortalitätsunterschied zwischen den Sozialklassen ab, ohne ihn aber zum Verschwinden zu bringen. Grössere soziale Unterschiede in der perinatalen Sterblichkeit werden bei den normalgewichtigen Neugeborenen beobachtet,sie sind hingegen kaum bei den Untergewichtigen anzutreffen.