EinleitungKeuchhusten ist hochansteckend und vor allem in den ersten Lebensmonaten potenziell lebensbedrohlich [7].Vor Einführung der Impfung in den 1940er Jahren erkrankten praktisch alle Kinder im Vorschulalter [8]seither sind die Fallzahlen sehr deutlich zurückgegangen.Das behördliche Hauptziel der
Einleitung Bis Ende 2022 war das Konzept des Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Eidgenössische Kommission für Impffragen (EKIF), dass Kinder die Varizellen (Wilde bzw.Spitze Blattern, Windpocken) «natürlich» als Kinderkrankheit durchmachen.Nur für Risikokinder (z.B. atopische Dermatitis) wurde die Impfung empfohlen, sowie generell ab 11 Jahren, falls das Kind keine Varizellen hatte, und zwar um die Varizellen im ungünstigeren Alter ab 16 Jahren zu vermeiden [39, 40].Aufgrund unserer Erfahrung mit Impfberatung und Forschung im Nationalen Forschungsprogramm NFP74 zu Impfskepsis [41-46] möchten wir hier wichtige Gesichtspunkte zur neuen BAG-Empfehlung einer universellen Varizella-Zoster-Virus(VZV)-Impfung der Säuglinge und Kleinkinder [2] diskutieren.Dabei berücksichtigen wir insbesondere die kritischen Anmerkungen der Kolleginnen und Kollegen, die sich fragen, wie wichtig die neue Impfempfehlung ist.Durch die Berücksichtigung der verschiedenen Blickwinkel möchten wir das gegenseitige Verständnis [49], die eigene Meinungsbildung und eine nuancierte
La rougeole est une maladie à prendre au sérieux. En raison du risque élevé de complications, l’immunité contre la rougeole est particulièrement importante chez les nourrissons, à l’adolescence et à l’âge adulte. L’immunité ne peut être obtenue que par la vaccination, car aujourd’hui les occasions d’immunisation naturelle par l’infection sont rares. Le succès des programmes de vaccination a permis de réduire très nettement l’incidence de la rougeole, mais a également contribué à de nouveaux défis. Un rattrapage des vaccinations manquées ou retardées jusqu’au début de la puberté au plus tard permettrait de prévenir efficacement la majorité des cas de rougeole.
Die Masern sind eine ernst zu nehmende Erkrankung. Wegen der erhöhten Komplikationsrate ist die Masernimmunität besonders bei Säuglingen und im Jugend- und Erwachsenenalter wichtig. Dafür steht nur die Impfung zur Verfügung, weil heute die Gelegenheiten zur natürlichen Immunisierung durch die Infektion meist fehlen. Die erfolgreichen Impfprogramme haben die Masernhäufigkeit sehr deutlich gesenkt, aber auch zu neuen Herausforderungen beigetragen. Mit einem Nachholen verpasster oder verzögerter Impfungen bis spätestens zum Eintritt in die Pubertät wäre die Mehrheit der heutigen Masernfälle effektiv zu verhindern.
Nous souhaitons protéger en particulier les personnes dont le système immunitaire est affaibli contre les infections évitables par la vaccination. La tolérance aux vaccins ne devrait pas être différente de celle de la population générale, mais les vaccins vivants atténués sont contre-indiqués pour des raisons de sécurité. L’efficacité peut également être réduite avec les vaccins inactivés. Les conseils de vaccination devraient donc avoir lieu le plus tôt possible après le diagnostic de la maladie de base, avant le début d’un traitement immunosuppresseur. Toutefois cela est parfois oublié, notamment parce que les recommandations pour les non-spécialistes ne sont pas claires.
Personen mit einem geschwächten Immunsystem möchten wir besonders gut vor durch Impfung verhinderbaren Infektionen schützen. Die Impfverträglichkeit sollte nicht anders sein als in der Allgemeinbevölkerung, aber Lebendimpfstoffe sind aus Sicherheitsgründen kontraindiziert. Die Wirksamkeit kann auch bei inaktivierten (Tot-)Impfstoffen vermindert ausfallen. Die Impfberatung sollte daher so früh wie möglich nach Diagnose der Grundkrankheit stattfinden, vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie. Dies geht teils aber vergessen, insbesondere weil die Empfehlungen für Nicht-Spezialisten unklar sind.