Gegenstand des Berichtes ist der Krankheitsverlauf einer Patientin, bei der sich im Alter von 14 Jahren nach einem „Virusinfekt“ ein schweres hämolytisch-urämisches Syndrom (Gasser) entwickelte. Auch nach Überwindung der akuten Krankheitsphase mit Hämolyse, Oligurie, Krampfanfällen und Hypertonie blieb die Patientin niereninsuffizient und wurde über 7 Monate hämodialysiert. Dann gelang die Transplantation einer Leichenniere. Die dabei entfernten Nieren der Patientin zeigten zu diesem Zeitpunkt im Unterschied zu den meisten Berichten histologisch keine Nierenrindennekrose, sondern eine maligne Nephrosklerose. Der postoperative Verlauf war nach anfänglichen chirurgisch-urologischen Komplikationen und einer akuten Abstoßungskrise ungestört. Während einer jetzt 2 1/2jährigen Beobachtungszeit ist ein Rezidiv der Grundkrankheit klinisch nicht wieder manifest geworden.